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Pflanzenvermehrung

Basilikum – Vermehrung über Stecklinge

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Basilikum - Vermehrung über Stecklinge

Basilikum ist eines der beliebtesten Küchenkräuter und verfeinert, besonders wenn es frisch ist, viele Gerichte. Wer hat sich deshalb nicht schon einmal einen Topf dieses sogenannten Königskrauts aus dem Supermarkt geholt? Leider ist die Freude daran oft nicht von langer Dauer, da die Stängel meist sehr eng gepflanzt sind. Eine wunderbare Idee ist deshalb, die Pflanze einfach durch Stecklinge selbst zu vermehren, wobei die Betonung hier tatsächlich auf dem Wort „einfach“ liegt.

Steckling von der Mutterpflanze entnehmen

Steckling von der Mutterpflanze entnehmen


Man sucht sich eine gesunde Triebspitze, die noch keine Blüten gebildet hat. Diese schneidet man auf 10-15 cm Länge direkt unter einem Blattansatz ab. Wichtig ist dabei, ein desinfiziertes und am besten frisch geschärftes Schneidwerkzeug zu verwenden. Nun wird die untere Hälfte des Stängels von den Blättern befreit, um die Verdunstung zu minimieren, und in ein Glas Wasser gestellt. Stecklinge sind an einem warmen, halbschattigen Ort gut aufgehoben. Um Fäule zu vermeiden, sollte das Wasser möglichst jeden Tag erneuert werden.

Einpflanzen des Stecklings

Einpflanzen des Stecklings
Bereits nach wenigen Tagen haben sich am Stängel kleine weiße Haarwurzeln gebildet. Wenn diese eine Länge von 3-4 cm erreicht haben, kann der Steckling eingepflanzt werden. Zieht man mehrere Jungpflanzen, werden diese im Abstand von 4-5 cm in Töpfe gepflanzt.

Hierfür eignen sich beispielsweise folgende Substrate:

  • magere Anzuchterde
  • Kräutererde
  • Blumenerde mit etwas Sand

Man drückt nun also eine Mulde in die Erde und setzt den bewurzelten Stängel dort ein. Dann füllt man das Loch mit Erde auf und drückt sie fest. Jetzt muss der Zögling regelmäßig, aber mäßig gegossen werden. Bei zu viel Wasser besteht die Gefahr, dass sich Stängelfäule bildet.

Umpflanzen ins Freiland

Umpflanzen ins Freiland
Ab Mitte Mai kann das Königskraut ins Beet oder einen Topf im Garten gepflanzt werden. Ab diesem Zeitpunkt wäre es auch möglich, den bewurzelten Steckling direkt ins Freiland zu setzen und auf die Anzucht im Haus zu verzichten. Am Anfang verträgt das junge Basilikum noch keine volle Sonne. Erst nach ein paar Tagen genießt es die volle Lichteinstrahlung. Mögliche Beetpartner sind diverse Kräuter, da sie durch ihre ätherischen Öle Schädlinge vertreiben. Auch wenn es gut gemeint ist: Kompost als Düngemittel ist beim Basilikum nicht geeignet, da er den Geschmack deutlich beeinflussen kann. Möchte man länger etwas von seinem neu gezogenen Küchenkraut haben, sollte man Blütenstände immer abschneiden. Nach der Blüte ist seine Lebenszeit tatsächlich abgegolten. Schneidet man die Triebe aber kurz über einem Blattknoten ab, können sie sich weiter verzweigen und neue Blätter bilden.

Expertentipp

Wer einen Kaffeevollautomaten besitzt, findet eine neue Anwendung für das Wasser aus dem Spülvorgang: Abgekühlt kann es hervorragend als sanfter Dünger für das Basilikum verwendet werden.

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© www.istockphoto.com/HeikeRau
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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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