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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Baumstamm richtig trocknen – mit oder ohne Rinde?

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Baumstamm richtig trocknen - mit oder ohne Rinde

Wenn im Garten ein Baum gefällt werden muss, ist das oft schmerzhaft für den Gartenbesitzer. Doch nicht immer muss man sich ganz von der prächtigen Pflanze verabschieden. Oft lassen sich Teile des Stammes noch zu dekorativen Elementen für den Garten oder zu rustikalen Möbelstücken verarbeiten. Dazu muss der Baumstamm jedoch erst getrocknet werden. Doch wie geht man dabei vor? Vor allem die Frage, ob man die Rinde entfernen sollte oder nicht, ist umstritten.

Hat das Entfernen der Rinde Vorteile für die Trocknung?

Einer der häufigsten Gründe für das Entfernen der Rinde vor dem Trocknen ist, dass es den bei dickeren Stämmen Jahre dauernden Trocknungsvorgang beschleunigt. Ohne den widerstandskräftigen Überzug kommt Luft direkt an das eigentliche Holz und kann seiner Oberfläche durch Konvektion mehr Feuchtigkeit entziehen. Wer einen Stamm lufttrocknen möchte und nicht vorhat, ihn samt der Rinde zu verarbeiten, tut also tatsächlich gut daran, diese zu entfernen.

Entfernen der Rinde als Schädlingsschutz

Entfernen der Rinde als Schädlingsschutz


Ein weiterer Grund, weshalb die Rinde entfernt werden sollte, ist dass sich unter ihr häufig Holzschädlinge wie Borkenkäfer einnisten. Sie können sich auch im trocknenden Holz noch weiter vermehren und es beschädigen oder gar zerstören. Dieses Risiko ist aber nicht bei allen Holzarten gleich hoch. So enthalten zum Beispiel viele Nadelhölzer Substanzen, deren Geruch Schädlinge abschreckt. Dieser wird auch von totem Holz noch verströmt. Wenn Sie einen Baumstamm doch mit dessen Rinde verarbeiten möchten, lohnt es sich daher, sich vor der Entscheidung zu informieren, wie schädlingsanfällig die betreffende Baumsorte ist.

Was spricht für das Behalten der Rinde?

Was spricht für das Behalten der Rinde
Insbesondere wenn der Baumstamm als Gartendekoration gedacht ist und man zum Beispiel Blumen darin anpflanzen oder eine Gartenlampe damit verkleiden möchte, lässt die Rinde ihn noch natürlicher aussehen. Auch bei rustikalen Möbeln sind bewusst daran gelassene Rindenteile eine besondere Attraktion, die die Einzigartigkeit und Natürlichkeit des Stückes betonen. Bei für Innenräume gedachten Werkstücken sollten Sie aber auch bedenken, dass die Rinde mit der Zeit abfällt und so Schmutz verursacht. Wer nicht gerne putzt, wird also möglicherweise doch mit einem rindenfreien Hocker oder Tisch glücklicher sein.

Lohnt sich die Trocknung eines ganzen Stammes?

Lohnt sich die Trocknung eines ganzen Stammes
Bevor Sie sich zur Lufttrocknung eines Baumstammes entscheiden, sollten Sie sich aber auch informieren, ob sich diese Baumart überhaupt dafür eignet. Manche Hölzer neigen stark dazu, beim Trocknungsvorgang Sprünge zu entwickeln. Dann ist es besser den Stamm zu Brettern zu verarbeiten und in dieser dünneren Form zu trocknen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Trocknung viel schneller erfolgt.

Sehen Sie sich nach dem Fällen und Abschneiden der Krone auch die Schnittflächen genau an. Die Trocknung und Verarbeitung lohnt sich nur, wenn die Holzqualität im Inneren des Baumes noch gut ist. Zeigen sich hier Schäden, entsorgen Sie den Stamm besser oder verarbeiten ihn zu Brennholz.

Wie geht man bei der Trocknung vor?

Beim Trocknen darf der Baumstamm auf keinen Fall mit dem Boden in Berührung kommen. Sonst würde er rasch verrotten. Legen Sie ihn daher auf einen Untergrund aus Stein oder Beton. Noch besser ist es, wenn Sie ihn zum Beispiel auf Ziegeln aufbocken, so dass er mindestens 40 cm über der Oberfläche lagert. Dadurch kann die Luft auch an seiner Unterseite zirkulieren und er trocknet schneller.

Außerdem muss es zur Trocknung natürlich trocken sein. Wählen Sie also einen Ort mit möglichst niedriger Luftfeuchtigkeit und einer Überdachung, die den Stamm vor Regen schützt. Wenn Sie den Baumstamm in einem Innenraum, wie einer Scheune oder Garage trocknen, müssen Sie allerdings auch für eine gute Belüftung sorgen. Sonst erhöht sich das Risiko eines Pilzbefalles.

Expertentipp

Schneiden Sie Bäume, deren Holz Sie trocknen möchten, am besten im Winter. Dann befindet sich die Pflanze im Ruhezustand. Handelt es sich nicht um einen immergrünen Baum, hat er in dieser Jahreszeit auch keine Blätter, die er mit Feuchtigkeit versorgen muss und ist daher ohnehin bereits trockener.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Knaupe

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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