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Kräuterpflanzen

Beifuß sammeln und trocknen

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Beifuß sammeln und trocknen

Beifuß (Artemisia vulgaris), unter anderem auch als Wilder Wermut, Dianakraut, Jungfernkraut oder Gänsekraut bezeichnet, ist eine ganzjährige Pflanze, die man an Wegrändern, Ufern, Böschungen und Gärten finden kann. Die Blütezeit von Beifuß ist von Juli bis September. Die Pflanze ist ungiftig und kann vielseitig eingesetzt werden.

Beifuß wirkt:

  • desinfizierend
  • beruhigend
  • krampflösend
  • durchblutungsfördernd
  • verdauungsanregend
  • wehentreibend

Beifuß richtig ernten

Beifuß richtig ernten


Beifuß kann leicht mit Wermut verwechselt werden. Erkennen tut man ihn an den Blattunterseiten, die mit weißen, flaumigen Härchen bedeckt sind. Je sonniger Beifuß wächst, desto mehr ätherische Öle entwickelt er und umso schmackhafter ist er als Gewürz.

Beifuß kann gefahrlos ohne Handschuhe geerntet werden, da er weder giftig ist noch Dornen oder ähnliches besitzt. Am besten lassen sich die Triebspitzen in einer Länge von 15 bis 30 cm mit einem scharfen Messer abtrennen.

Die Ernte sollte stattfinden, wenn die Blüten des Beifußes noch nicht aufgegangen sind, da er während der Blütezeit ab Juli Bitterstoffe produziert, um Fressfeinde abzuwehren. Am besten erntet man Beifuß von Mai bis Anfang Juli. Die Wurzeln der Pflanze können im Spätherbst ebenfalls geerntet werden.

Beifuß trocknen

Beifuß trocknen
Man sollte darauf achten, eventuellen Schmutz durch vorsichtiges Schütteln abzubekommen, anstatt den Beifuß mit Wasser zu waschen. Wasser wäscht einen Teil der ätherischen Öle ab.

Mehrere Triebe können zusammen gebündelt werden. Diese kleinen Sträuße sollte man an einem trockenen und schattigen Ort zum Trocknen aufhängen. Auf keinen Fall sollte das Kraut in der Sonne hängen. Nach ein bis zwei Wochen sollte das Kraut komplett durchgetrocknet sein. Blätter, Blütenknospen und dünne Stiele können vom Haupttrieb abgestrichen und in einem verschließbaren Gefäß aufbewahrt werden. Am besten eignet sich dafür Braunglas.

Alternativ kann Beifuß auch in einem Dörrautomaten schneller getrocknet werden.

Verwendungsmöglichkeiten für Beifuß

Beifuß kann sehr gut als Gewürz für herzhafte, fettige Gerichte verwendet werden. Er schmeckt leicht bitter und regt die Bildung von Magensäften an, was für eine gute Verdauung sorgt. Für Gänsebraten wird Beifuß traditionell verwendet. Auch bei anderen Fleischgerichten, Fisch, Käse oder deftigen Pilzgerichten kann mit Beifuß gewürzt werden.

Getrockneter Beifuß wird auch zu Tee verarbeitet, der entspannend wirkt. Frauen nehmen ihn bei Menstruationsbeschwerden und nach der Schwangerschaft ein. Nur Schwangere sollten ihn nicht trinken und auch bei Fieber sollte Beifuß nicht eingenommen werden.

Ein Teelöffel mit getrocknetem Beifuß kann mit 250 ml Wasser übergossen werden und zwei bis drei Minuten ziehen. Man sollte maximal drei Tassen Beifußtee am Tag trinken und nach einer täglichen Einnahme von sechs Wochen mindestens eine Pause von vier Wochen machen, eher man ihn erneut trinkt.

Expertentipp

Eine Tinktur aus Beifuß kann zum Einreiben müder Füße und Beine und gegen Muskelkater verwendet werden. Eine solche Tinktur kann man aus frischen Wurzeln herstellen, die man mit sechzigprozentigem Alkohol in ein Schraubglas gibt, sodass die Wurzeln komplett bedeckt sind. Unter gelegentlichem Schütteln sollte die Tinktur nach drei Wochen so weit sein und abgegossen und in einem dunklen Gefäß aufbewahrt werden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/aga7ta

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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