Berberitzenhecken werden bevorzugt als einbruchhemmende Hecken gepflanzt, da sie trotz ihrer geringen Höhe über spitze Dornen verfügen, die ungebetene Gäste fernhalten. Dies gilt sowohl für immergrüne Exemplare als auch für Berberitzen, die ihr Laub abwerfen. Zudem sind Berberitzen sehr pflegeleicht und gedeihen an fast jedem Standort.
Der optimale Pflanzzeitpunkt
Berberitzen können beinahe das ganze Jahr über gepflanzt werden. Besonders empfehlenswert ist jedoch der Herbst oder das Frühjahr. Bei Frost wird von einer Pflanzung abgeraten, da der harte Boden zu dieser Zeit nur schwer zu bearbeiten ist und die Wurzeln der Pflanze zudem Probleme bekommen würden.
Pflanzung
Zunächst sollte man den Standort der Berberitzenhecke bestimmen und das Areal von sämtlichen Unkräutern befreien. Der Boden sollte gut durchlässig sein, von einem schattigen Standort wird abgeraten. Nun hebt man einen Graben für die einzelnen Pflanzen aus. Um diesen möglichst gerade zu gestalten, sollte eine gespannte Schnur zur Hilfe genommen werden.
Bei einer Breite von etwa fünfunddreißig Zentimetern sollte der Graben mindestens fünfzig Zentimeter tief sein. Die Erde am Boden des Grabens sollte aufgelockert und bei Bedarf mit einem Bodenverbesserer versorgt werden. Die Wurzeln der einzelnen Berberitzen sollten sorgfältig befeuchtet werden. Die Pflanzen müssen gerade stehen. Der geeignete Pflanzabstand beträgt circa fünfundzwanzig Zentimeter. Sobald die Berberitzen in der Grube stehen, wird diese mit dem Aushub aufgefüllt. Danach drückt man die Erde vorsichtig mit dem Fuß an, jedoch ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen. Im letzten Schritt errichtet man einen fünfzehn bis zwanzig Zentimeter hohen Erdwall rund um die Hecke und füllt diesen mit ausreichend Wasser. Als Richtwert gelten, je nach Größe der Pflanzen, ein bis fünf Liter.
Pflege

Als besonders pflegeleichte Gewächse benötigen Berberitzen weder Nährstoff- noch Wassergaben, sobald sie sich an ihrem neuen Standort etabliert haben. Es ist empfehlenswert, den Bereich rund um die Wurzeln mit Rindenmulch abzudecken. Auf diese Weise wird die Feuchtigkeit im Boden gehalten und störendem Unkraut wird vorgebeugt.
Rückschnitt

Sind die Pflanzen beim Kauf noch klein, ist es ratsam, die Triebe bereits bei der Pflanzung bis zur Hälfte einzukürzen, um eine dichte Verzweigung zu fördern. Dank dieses sogenannten Pflanzschnittes kann für gewöhnlich auf weitere Schnittmaßnahmen verzichtet werden.
Berberitzen gelten als sehr gut schnittverträglich und können nach Bedarf zurückgeschnitten werden, beispielsweise um einen Neuaufbau der Kronen hervorzurufen. Auch bei alten Ästen kann davon ausgegangen werden, dass diese zuverlässig neu austreiben. Für Berberitzenhecken gilt, dass diese ein bis zweimal pro Jahr auf die gewünschte Breite und Höhe zurückgeschnitten werden können.
Krankheiten und Schädlinge
Berberitzen gelten als sehr robust und haben kaum Probleme mit Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen. Insbesondere immergrüne Pflanzen werden nur in seltenen Fällen von Krankheiten befallen. Jedoch kann bei ihnen Dickmaulrüssler-Fraß beobachtet werden. Sommergrüne Berberitzen hingegen neigen zum Befall durch den Echtem Mehltau.
Expertentipp
Beim Pflanzen und Pflegen von Berberitzen sollte man grundsätzlich ausreichende Schutzkleidung tragen. Durch die scharfen und sehr spitzen Dornen droht Verletzungsgefahr, weshalb ein Paar hochwertige Gartenhandschuhe und Kleidung mit langen, dicken Ärmeln unerlässlich sind.
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