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Pflanzenvermehrung

Bergpalmen – richtige Vermehrung

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Bergpalmen - richtige Vermehrung

Bergpalmen (Chamaedorea elegans), auch als Mexikanische Bergpalmen oder Stubenpalmen bekannt, gelten hierzulande als besonders beliebte Zimmergewächse. Die ursprüngliche Heimat der Pflanzen ist Mittelamerika. Dort wachsen sie als schattenliebende Untergewächse.

Bergpalmen sind für ihre Robustheit und Pflegeanspruchslosigkeit bekannt. Eine Vermehrung der Pflanzen mit Hilfe von Samen oder Schösslingen ist jedoch eine Herausforderung. In diesem Beitrag wird erläutert, wie die Vermehrung gelingt und welche Besonderheiten beachtet werden sollten.

Vermehrung durch Schösslinge

Vermehrung durch Schösslinge


Eine Vermehrung durch Schösslinge ist der einfachere Weg, vorausgesetzt man besitzt bereits eine eigene Bergpalme. Handelt es sich dabei um ein älteres Exemplar, ist das vorteilhaft, da sie regelmäßig Seitentriebe in Bodennähe bildet. Die sogenannten Schösslinge lassen sich leicht mit einem scharfen, desinfizierten Messer abschneiden, ohne Schaden an den Pflanzen zu verursachen.

Lassen Sie den Schössling leicht antrocknen und führen Sie die Bewurzelung in einem mit Anzuchterde gefüllten Pflanzgefäß durch. Stülpen Sie eine Plastikhaube über den Steckling, um den Prozess zu beschleunigen. Bei Bedarf kann zusätzlich Bewurzelungspulver zum Einsatz kommen. Sobald sich erste Triebe gebildet haben, können Sie die Plastikhaube entfernen und die junge Bergpalme kann eigenständig wachsen.

Vermehrung durch Samen

Vermehrung durch Samen
Samen von Bergpalmen können Sie im Fachhandel erwerben oder von eigenen Palmen ernten. Dazu benötigen Sie jedoch mehrere Exemplare, da Bergpalmen entweder männlich oder weiblich sind. Blühen Ihre Pflanzen, müssen Sie einen Pinsel für die Befruchtung mehrfach über die Blütenstände streifen. Die Samen bilden sich nach dem Vertrocknen der Blüten. Sie sind erntereif, sobald sie sich schwarz färben oder abfallen.

Rauen Sie die Schale der Samen für eine bessere Keimung vorsichtig mit Sandpapier auf und lassen Sie sie vor der Aussaat für etwa 48 Stunden in warmem Wasser vorquellen. Bereiten Sie Töpfe mit Anzuchterde vor und streuen Sie die Samen darauf aus. Anschließend bedecken Sie sie mit etwas Substrat.

Für die Keimung benötigen die Samen einen hellen und gleichmäßig warmen Standort. Die ideale Temperatur liegt zwischen 24 und 26°C. Die Anzuchttöpfe sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Die Anzuchterde muss feucht gehalten, darf jedoch nicht vollständig durchnässt werden. Düngen Sie junge Pflanzen in den ersten Monaten nach der Keimung nicht. Haben die Keimlinge eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreicht, können Sie Ihre jungen Bergpalmen in ein möglichst tiefes Pflanzgefäß umsetzen.

Expertentipp

Eine Mischung aus Kompost und Lauberde oder Torf ist ein optimales Substrat für Bergpalmen. Das Gemisch weist eine ausreichende Wasserspeicherfähigkeit auf und deckt den benötigten Nährstoffbedarf der Gewächse. Bergpalmen sollten nach erfolgreicher Aussaat in den ersten sechs Monaten nicht gedüngt werden.

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