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Tiere und Insekten

Diese Mittel helfen gegen Zecken im Garten

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Diese Mittel helfen gegen Zecken im Garten

Zecken im Garten sind nicht nur lästig, sondern für Haustiere und Menschen zugleich eine potenzielle Bedrohung. Sie können Krankheiten wie FSME, Borreliose oder Babesiose übertragen. Damit Sie diese Gefahr senken können, nennen wir in diesem Beitrag geeignete Mittel und Maßnahmen gegen die Parasiten.

Rasenpflege gegen Zecken

Zecken fühlen sich in schattigen, feuchten Bereichen wohl. Lange Grashalme auf der Wiese bieten beide Kriterien, denn sie halten Feuchtigkeit länger und spenden Schatten. Regelmäßiges Mähen beugt dem vor und lässt den Rasen für Zecken zu einem ungünstigen Lebensraum werden.

Lebensbereiche

Lebensbereiche


Typische Lebensorte und Brutstätten von Zecken sind:

  • in Laubhaufen
  • unter oder auf Bodendeckern
  • in der Nähe von Steinmauern
  • in Gebüschen und Sträuchern
  • in der Nähe von Vogeltränken
  • an Holzstapeln

Überall da, wo sich vermehrt Mäuse, Vögel, Igel und andere Wildtiere aufhalten und verstecken, finden sich auch die Parasiten recht häufig, denn sie ernähren sich von deren Blut. Futterhäuschen, Vogeltränken und Versteckmöglichkeiten wie Igelhäuser oder Laubhaufen sollten sich daher möglichst weit entfernt vom Haus und von stark frequentieren Bereichen befinden.

Abgrenzungen und Abdeckungen einbauen

Abgrenzungen und Abdeckungen einbauen
Zwischen den möglichen Brutstätten lassen sich durch verschiedene Mittel und Maßnahmen Abgrenzungen einbauen. Zu diesen gehören:

  • breitere Wege
  • Kiesstreifen zwischen Beeten, Gebüschen, Bäumen und Wegen
  • Abdeckung der Bereiche um Pflanzen mit gehäckseltem Holz oder Mulch

Durch diese Abstandshalter haben es Zecken schwerer in häufig genutzte Bereiche vorzudringen.

Pflanzenrückschnitt

Pflanzenrückschnitt
Der regelmäßige Verschnitt von Bäumen und Büschen ermöglicht es, dass mehr Sonnenlicht auf den Boden fallen kann. Hierdurch wird er schneller trocken und warm, was Brutstätten wiederum verhindert und die Ausbreitung von Zecken reduziert. Das Auslichten und Kürzen von Trieben verringert zudem deren Versteckmöglichkeiten.

Zeckenrollen einsetzen

Ein effektives Mittel gegen die gefährlichen Parasiten sind Zeckenrollen. Sie enthalten Baumwolle, die mit Permethrin getränkt ist. Natürliche Baumwolle wird von Mäusen gern zum Nestbau verwendet. Dadurch kommen sie direkt mit dem Wirkstoff in Berührung. Mäuse werden so vor einem erneuten Zeckenstich geschützt und bereits vorhandene Parasiten fallen ab und sterben. Damit wird eine weitere Verbreitung effektiv verhindert.

Vögel, Igel und Co. können dennoch weiterhin Zecken in den Garten eintragen. Daher empfiehlt sich der kombinierte Einsatz mit anderen Mitteln. Zeckenrollen auszulegen, ist dennoch eine ideale Basis für das weitere Vorgehen.

Zeckenfallen

Im Gegensatz zu Zeckenrollen werden die Parasiten von Zeckenfallen direkt angelockt. Das gilt allerdings nur bei Laufzecken wie der Auwaldzecke. Sie machen aktiv Jagd auf Wirtstiere und sollen dabei in die Fallen gelockt werden, aus denen sie nicht mehr entkommen können. Zeckenfallen sind sinnvoll, da vor allem jagende Zecken gefährlich sind und Krankheiten übertragen.

Rasenschutz gegen Zecken und Milben

Im Handel finden sich Mittel wie das Zecken- und Grasmilben Konzentrat von Neudorff, das direkt auf den Rasen oder auch andere Pflanzen aufgebracht werden kann. Das Biozid ist nicht bienengefährlich, aber giftig für Wasserorganismen. Nach dem Abtrocknen stellt die Lösung kein Risiko für Kinder oder Haustiere dar. Bei stark befallenen Rasenflächen oder einem gehäuften Auftreten von Auwaldzecken ist das Sprühen in jedem Fall ratsam, sollte jedoch unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen erfolgen.

Expertentipp

Zecken aus dem Garten zu vertreiben reicht allein leider nicht aus, um Menschen und Tiere vollständig zu schützen. Zusätzlich sollten daher Repellents und Impfungen gegen die gefährlichen Krankheitserreger genutzt werden und es sollte ein regelmäßiges und gründliches Absuchen des Körpers erfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Wirkstoff Permethrin gefährlich für andere Tiere?

Für Bienen und Katzen ist Permethrin giftig. Bienen meiden die Substanz jedoch und Katzen scheinen nur dann beeinträchtigt zu sein, wenn sie den Wirkstoff in größeren Mengen aufnehmen.

Warum ist es sinnvoll die Mittel und Maßnahmen miteinander zu kombinieren?

Da hierdurch ein größeres Spektrum an Überträgern und Risikofaktoren abgedeckt wird, ist die Anwendung von mehreren Abwehrmitteln und vorbeugenden Maßnahmen empfehlenswert.

Wann sind Zecken besonders aktiv?

Das ist von der jeweiligen Art abhängig. Es muss allerdings während der gesamten Gartensaison mit den Parasiten gerechnet werden. Ratsam ist daher, Impfungen als zusätzliche Sicherung wahrzunehmen und den Körper nach einem Aufenthalt im Freien auf die Parasiten abzusuchen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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