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Ideen & Inspirationen

Bewässerung selber bauen – DIY-Ideen und Anleitung

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Bewässerung selber bauen - DIY-Ideen und Anleitung

Wenn der Sommer kommt, blüht es auf dem Balkon und im Garten. Allerdings kann es recht aufwendig sein alle Gewächse täglich bzw. mehrfach am Tag zu bewässern. Eine gute Alternative bieten hier Bewässerungssysteme, die meist individuell eingestellt und zeitgesteuert programmiert werden können. Aber es muss nicht immer Hightech sein, denn mit wenigen, günstigen Teilen lässt sich eine Bewässerung prima selber bauen. DIY-Ideen und Anleitungen gibt es in diesem Beitrag.

Vorbereitende Arbeiten

Zunächst sollte die Anzahl aller Töpfe, Kübel und Pflanzbereiche notiert werden, die Sie bewässern möchten. Denn in aller Regel sammeln sich im Laufe der Zeit einige an und es ist hilfreich einen Überblick zu erhalten. Auf dieser Liste sollten sich außerdem die folgenden Punkte wiederfinden:

  • Unterscheidung zwischen Topf, Kübel oder Freifläche
  • genaue Größe und grobe Literangabe der Gefäße
  • Art der Pflanzen
  • benötigte Wassermenge in Bezug auf Zeitraum und Rhythmus

Die wichtigste Kategorie ist der Wasserbedarf, denn beide Zustände – zu viel oder zu wenig Wasser, führen früher oder später dazu, dass die Pflanzen eingehen.

Bewässerung für einen großen Wasserbedarf

Sollten Ihre Pflanzen viel Wasser benötigen, unterscheiden sich die Systeme deutlich und vor allem kann man diese ganz einfach selbst herstellen. Wenn es beispielsweise um Hortensien oder Rittersporn geht, kann man im Prinzip nicht zu viel gießen, vorausgesetzt Staunässe wird vermieden.

Bewässerung von Gartenpflanzen

Bewässerung von Gartenpflanzen


Wenn die zu bewässernden Pflanzen bereits im Garten eingepflanzt sind, eignen sich Schläuche mit Löchern für die automatisierte Bewässerung am besten. Hierfür wird zunächst ein handelsüblicher Gartenschlauch in der passenden Länge benötigt. Es empfiehlt sich diesen einen Meter länger zu kaufen, um auszuprobieren wie groß die Löcher tatsächlich sein sollten.

Der Schlauch sollte, wie gewünscht, im Garten verlegt werden, um die genauen Punkte der Öffnungen zu ermitteln. Liegt der Schlauch bereit, markiert man die späteren Löcher, beispielsweise mit einem wasserfesten Marker. Danach werden diese vorzugsweise mit einem Bohrer in den Schlauch eingebracht. Natürlich kann dafür auch ein Messer verwendet werden, allerdings kann die Größe dann nicht genau eingehalten werden. Sind alle Löcher gebohrt, wird der Schlauch passend verlegt und angeschlossen.

Bei der Größe der Bohrlöcher kann man keinen pauschalen Hinweis geben. Denn je nach Material, Festigkeit, Länge und auch Wasserdruck verändert sich die Menge des Wassers, die aus dem Schlauch austritt. Als gute Faustregel gilt, dass 0,3 bis 0,5 mm einen Perlschlauch simulieren, hierbei wird also nur wenig Wasser abgegeben. Bei 0,5 bis 1,3 mm rinnt das Wasser aus dem Schlauch, eine dauerhafte Wasserabgabe ist die Folge.

Bewässerung auf dem Balkon

Bewässerung auf dem Balkon
Wenn die Pflanzen im Topf verpflanzt sind oder die Menge der zu bewässernden Pflanzen sehr gering ist, kann der Schnur Trick zum Einsatz kommen.

Dafür benötigt man ein Gefäß, eine Schnur und eine Büroklammer oder einen Stein zur Befestigung. Die Schnur wird in das Gefäß gelegt, sodass sie den Boden berührt. Danach muss diese fixiert werden, beispielsweise mit einer Büroklammer am Rand oder mit einem Stein auf dem Boden. Es muss sichergestellt werden, dass das Gefäß höher als der Topf steht. Das andere Ende der Schnur wird in den zu gießenden Topf gesteckt. Dann wird Wasser in das Gefäß gefüllt. Die Schnur saugt sich nun mit Wasser voll und versorgt die Pflanze. Je dicker die Schnur, desto mehr Wasser erreicht das Gewächs.

Punktuelle Bewässerung mit Flaschen

Punktuelle Bewässerung mit Flaschen
Wenn es um Pflanzen geht, die eher weniger Wasser benötigen, wie z.B. kleine Bäume auf dem Balkon, fallen die oben genannten Systeme meist weg. Hier empfiehlt sich die sehr beliebte Methode der Flaschenbewässerung. Sie ist sehr effektiv und kostet in der Regel keinen Cent, sofern PET-Flaschen im Haus vorhanden sind.

Säubern Sie eine PET-Flasche und schrauben Sie den Deckel ab. Es sollten mindestens drei Löcher in den Deckel gebohrt werden. Die Löcher sollten einen Durchmesser zwischen 0,3 und 0,5 mm besitzen. Danach wird der Deckel wieder festgeschraubt. Den Boden der Flasche schneiden Sie ab oder ein, sodass er zum einfachen Nachfüllen von Wasser genutzt werden kann. Die Flasche stecken Sie dann kopfüber in die Erde der zu bewässernden Pflanze und befüllen sie durch die Öffnung im Flaschenboden mit Wasser. Die Pflanze kann sich das Wasser nun selbst aus der Flasche ziehen. Dieser DIY-Trick funktioniert mit allen handelsüblichen PET-Flaschen.

Expertentipp

Nicht nur die richtige Menge, sondern auch die Qualität des Wassers sorgt für gesunde Pflanzen. Daher sollte der Härtegrad des Wassers unbedingt festgestellt werden, denn wenn Wasser zu hart und somit viele Inhaltsstoffe wie beispielsweise Kalk vorhanden sind, können Pflanzen eingehen. Ab 14°dH sollte Gießwasser vorab entkalkt werden. Der Härtegrad wird für jede Region ermittelt und kann online oder beim Wasserversorger erfragt werden. Es gibt auch kostengünstige Teststreifen, die den Härtegrad ermitteln.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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