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Beetpflanzen

Chia selbst anbauen

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Chia selbst anbauen

Immer wieder gibt es Superfoods, die für einige Zeit die Speisepläne einiger Menschen bevölkern. Schon etwas länger hält der Trend der Chiasamen an. Verantwortungs- und gesundheitsbewusste Personen werden besonders daran interessiert sein, die alte Kulturpflanze selbst anzubauen. Immerhin können sie dann selber bestimmen, wie die Pflanze gepflegt und behandelt wird.

Was ist Chia und warum ist die Pflanze so gesund?

Chia ist eine Art der Salbeipflanze. In der Fachsprache wird sie auch als Salvia Hispanica bezeichnet, obwohl sie nicht aus Spanien stammt, sondern aus dem südamerikanischen Raum. Die Pflanze kann eine Höhe von 1,5 bis 2 Metern erreichen und wächst weit verzweigt. Im Sommer bekommt sie kleine, blau bis violett gefärbte Blüten. Kurz darauf können die beliebten Chiasamen geerntet werden.

Chiasamen waren bereits den Maya bekannt und dienten dort als Grundnahrungsmittel, denn sie sind äußerst gesund. Sie enthalten deutlich mehr Protein als andere Samen und herkömmliches Getreide, zudem ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralien sehr hoch. Zu diesen wichtigen Mineralstoffen zählen unter anderem Calcium, Eisen und Antioxidantien.

In der Ernährung sind Chiasamen vielseitig einsetzbar und helfen sogar beim Abnehmen. Das liegt daran, dass sie durch ihr Aufquellen besonders lang sättigen. Einige Quellen behaupten, schon ein Teelöffel Chiasamen könne einen Menschen den ganzen Tag über ernähren. Zudem stärkt Chia das Immunsystem und begünstigt reine Haut.

Chia-Sprossen ziehen: Die ersten Schritte

Chia-Sprossen ziehen Die ersten Schritte
Chia wird ähnlich herangezogen wie die Sprösslinge anderer Pflanzen auch. Geben Sie etwa einen Teelöffel der Samen in ein Gefäß und gießen sie die vier- bis fünffache Menge an Wasser darüber. Als Keimgefäß eignen sich Keramik- oder Glasschüsseln, aber auch Unterteller. Wichtig: Chiasamen sind Lichtkeimer und sollten deshalb in der Sonne stehen, zum Beispiel auf einem hellen Fensterbrett.

Nach einigen Stunden sind die Chiasamen aufgequollen und gelieren. Falls Wasser übrig geblieben ist, können Sie dieses nun abgießen. Dann heißt es warten. Spülen Sie die Samen ein bis zweimal pro Tag mit frischem Wasser ab. Vermeiden Sie jedoch Restwasser, denn in diesem Fall besteht die Gefahr, dass die Samen faulen.

Nun sollte es nicht lang dauern, bis sich die ersten Triebe bilden. Im Sommer entstehen die Chia-Sprossen innerhalb von fünf bis sieben Tagen. Im Winter braucht die Pflanze mit acht bis zehn Tagen etwas länger. Licht und konstante Feuchtigkeit, aber keine Nässe, unterstützen die Samen beim Keimen.

Wenig Erde, ausreichend Wasser: Die Keimlinge

Wenig Erde, ausreichend Wasser Die Keimlinge
Nach ungefähr einer Woche können Sie Ihre Chip-Keimlinge einzeln in kleine Blumentöpfe pflanzen. Streuen Sie höchstens fünf Millimeter Erde darüber und halten Sie diese weiterhin feucht, während die Keimlinge heranwachsen. Der beste Standort für die Blumentöpfe ist ein heller, warmer Ort, zum Beispiel auf dem Fensterbrett.

Ungefähr fünf Zentimeter große Keimlinge können Sie ohne Probleme in ein Gartenbeet verpflanzen oder in einem Kübel auf dem Balkon heranziehen. Erneut gilt: Der Standort bleibt sonnig bis halbschattig. Die Chia-Pflanze verträgt übrigens auch nährstoffarme Böden sehr gut, sodass die Ansprüche an den Untergrund gering bleiben.

Wenn Sie möchten, kann die Aussaat natürlich auch direkt im Garten durchgeführt werden, sodass Sie auf den Zwischenschritt in der Wohnung verzichten. Werfen Sie die Samen dazu breit aus, denn sie werden später viel Platz benötigen. Der beste Zeitpunkt kommt erst nach den Eisheiligen, wenn die Zeit des Nachtfrostes vorüber ist und der Frühling sich in voller Blüte zeigt.

Was die Chia-Pflanze mag und was nicht

Das Wichtigste für junge Chia-Pflanzen ist ausreichend Platz. Sie werden bis zu zwei Meter hoch und verzweigen sich stark. Jeder Zweig bildet Blüten und schließlich auch neue Samen aus und benötigt genug Raum, um sich zu entwickeln. Manchmal ist eine Rankhilfe eine gute Idee, denn sie kann der Pflanze eine robuste Stütze bieten.

Chia gedeiht am besten an einem hellen Standort. Vor Wind und Frost sollte die Pflanze geschützt werden, denn darauf reagiert sie empfindlich. Der Windschutz lässt sich schon durch eine Hauswand einfach gewährleisten. Auch Staunässe sollte unbedingt verhindert werden. Einen besonderen Dünger benötigt Chia nicht, denn sie kann auch mit nährstoffarmer Erde gut umgehen.

Zwar können Chiapflanzen auch längere Trockenphasen überstehen, ohne große Schäden davonzutragen, dennoch sollten Sie sie regelmäßig gießen. Das gilt vor allem, wenn die Pflanze sich noch im Wachstum befindet oder in besonders heißen Sommern. Stellen Sie dabei jedoch einen guten Wasserablauf sicher, wenn Sie die Pflanze in einem Kübel oder Balkonkasten ziehen. Ansonsten kann sie faulen.

Verblühte Chia-Pflanzen sind bereit zur Ernte

Im Juli beginnt die Chia-Pflanze, ihre Blüten zu tragen. Dann können Sie in Ihrem Garten nicht nur Bienen, sondern auch zahlreiche andere Insekten erwarten: Die fliegen die Pflanzen an, um sie zu bestäuben und Nahrung zu finden. Im August oder im September wird die Blüte voraussichtlich enden. Je nach Wetter kann dieser Zeitpunkt früher oder später eintreten.

Sind die Blüten erst einmal verblüht, verfärben sich auch die Samenkapseln hellbraun. Zwischen September und November sind sie dann gereift. Jetzt ist es Zeit für die Ernte, die Sie mit der Hand erledigen sollten, bevor die Samen auf den Boden fallen. Wichtig: So gut Ihnen die Samen auch schmecken, Sie sollten immer einen Teil davon aufbewahren. Nur so können Sie im nächsten Jahr wieder neue Chia anbauen – denn es handelt sich um einjährige Pflanzen.

Expertentipp

Chia-Samen haben ein recht neutrales Aroma und können deshalb in vielen Gerichten eingesetzt werden, ohne dass sich ihr Geschmack verändert. Beliebt sind zum Beispiel der Chia-Pudding, aber auch ein Salat mit den Sprossen. Chiasamen können ins Müsli gestreut oder als Brot gebacken werden. Sogar als Topping für Eiscreme oder gequollen als Ei-Ersatz sind sie geeignet.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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