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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Den Garten begradigen – Ideen und Tipps

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Den Garten begradigen - Ideen und Tipps

Einen absolut geraden Boden für seinen Garten besitzt so gut wie niemand. In den meisten Fällen ist die Fläche für unbeschwertes Arbeiten zu uneben. Um gegen Höhenunterschiede vorzugehen, begradigen Gärtner ihre Böden. In diesem Beitrag erklären wir, wie Sie beim Begradigen Ihres Gartens richtig vorgehen.

Vorbereitungsarbeiten

Vorbereitungsarbeiten


Bevor Sie Ihre Werkzeuge in die Hand nehmen, ist es ratsam sich eine Orientierungshilfe aufzubauen. Dazu versehen Sie vorzugsweise jeden Eckpunkt Ihres Gartens mit einem Metallstab. Sie können aber auch Holzpflöcke als Orientierung verwenden. Bei recht kleinen Rasenflächen ist dieses Vorgehen nicht zwingend nötig. Bei einem großen Garten ist der Vorgang jedoch wichtig, da Sie den Überblick sonst schnell verlieren können.

Befinden sich auf der Fläche noch zahlreiche Hindernisse, wie Steine, Pflanzenteile, Sperrmüll oder nicht notwendige Gartenutensilien, sollten Sie diese jetzt entfernen. So ist es später leichter die Erdoberfläche Stück für Stück abzutragen. Nach dem Abräumen spannen Sie Schnüre von Eckpunkt zu Eckpunkt. Währenddessen ist es wichtig eine Wasserwaage zu nutzen. Die höchstgelegene Stelle Ihres Gartens dient hierbei zur Ermittlung der richtigen Höhe.

Bedenken Sie, dass die Ebene Ihres neuen Gartens ein Gefälle benötigt, das ungefähr drei Zentimeter pro laufendem Meter beträgt. Diese Schräge sollte vom Wohnhaus weg zeigen, wodurch die Drainage des Bodens bei starken Regenfällen entlastet wird. Dieser Vorgang verhindert außerdem ungewollte Staunässe an bestimmten Stellen der Gartenfläche. Je nach Bedarf ermitteln Sie mit der Formel „Länge x Breite x Höhe“ das Volumen des Bodens. Der korrekte Mittelwert befindet sich auf der Hälfte der Strecke zwischen dem größten Maximum und dem größten Minimum Ihres Gartens.

Aufschütten der Gartenfläche

Aufschütten der Gartenfläche
Nach der Vorbereitung geht es an das eigentliche Begradigen des Bodens. Zunächst entfernen Sie eine eventuell vorhandene Grasnarbe mit einem Flachspaten. Um eine zu große Abtragung zu verhindern, empfiehlt es sich den Boden nur Stück für Stück abzutragen. Sollte die Arbeit zu lange dauern, weil Ihr Garten zu groß ist, bietet es sich an eine Rasenschälmaschine zu mieten. Bei zu dichtem Wurzelwuchs kann eine Bodenfräse ungewolltes Durchkommen verhindern. Für überdurchschnittlich große Gartenflächen ist es empfehlenswert einen Bagger auszuleihen, um ein effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. Für herkömmliche und kleinere Grundstücke reichen Schubkarre und Harke völlig aus.

Verteilen Sie mit diesen beiden Werkzeugen den neuen Boden auf der Fläche, die Sie begradigen und orientieren Sie sich dabei an den Schnüren. Geeignete Materialien für den Boden sind Erde, Kies und Sand. Alle Sedimente lassen sich problemlos miteinander vermischen. Sand und Kies verbessern die Durchlässigkeit des Bodens, sodass die Pflanzen in Zukunft davon profitieren.

Bei der Wahl der Erde sollten Sie von vornherein auf Gartenerde setzen. Diese stammt vorzugsweise aus der gleichen Umgebung. Dadurch haben es die Pflanzen leichter, da sich die neue Erde perfekt mit dem bereits bestehenden Biotop des Gartens verbindet. Die Fläche verdichten Sie abschließend mit einer Rüttelplatte oder einer Gartenwalze. Bei kleinen Unebenheiten können Sie auch Trittbretter verwenden. Vergessen Sie nicht, dass Sie durch das Verdichten der Fläche rund 15% mehr Material benötigen, um die Höhenunterschiede auszugleichen. Planen Sie also etwas mehr Muttererde ein, als Sie vorher errechnet haben.

Nötige Nacharbeiten

Ist das Begradigen abgeschlossen, müssen Sie dem Boden zwei Wochen Ruhe gönnen. In dieser Zeit setzen sich die Sedimente um wenige Zentimeter. Vor der nächsten Aussaat sollten Sie die letzten Unebenheiten mit nährstoffreichem Material auffüllen. Hierfür eignet sich Mutterboden vermischt mit Kompost am besten. Danach kann ein letztes Abwalzen der Fläche erfolgen. Einige Tage später ist Ihr neuer Gartenboden bereit für die Aussaat.

Expertentipp

Der beste Zeitpunkt für das Begradigen eines Gartens ist im Frühling zwischen April und Mai. Dadurch haben die Pflanzen genügend Zeit, um während der hellen Jahreszeit anzuwachsen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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