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Zimmerpflanzen

Die Agave als Zimmerpflanze erziehen

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Die Agave als Zimmerpflanze erziehen

Manche Agaven sind als ungewöhnliche Gartenpflanzen auch hierzulande sehr beliebt. Die meisten Arten sind allerdings nicht winterfest. Wer für sie kein Glashaus besitzt und auch keine Lust hat, sie jedes Jahr hinein und hinaus zu tragen, kann sie aber auch einfach gänzlich als Zimmerpflanzen halten. Allerdings gibt es dabei einige Dinge zu bedenken und zu beachten.

Der richtige Standort für die Agave

Der richtige Standort für die Agave


Als Wüstenpflanze benötigt eine Agave vor allem viel Licht. Mindestens fünf Stunden am Tag sollte sie direkte Sonneneinstrahlung haben, kommt aber auch mit mehr praller Sonne gut zurecht. Daher empfiehlt sich für sie ein Platz auf einem südseitigen Fensterbrett. Doch Achtung: Wenn die Pflanze zuvor weniger Sonne hatte, darf der Übergang nicht zu abrupt erfolgen. Gewöhnen Sie sie langsam an ihren neuen Standort. Hitze und geringe Luftfeuchtigkeit können der Agave wenig anhaben, weshalb sie sich auch für einen Platz in einem überheizten Raum oder über einem Heizkörper eignet. Auch ein kühlerer Standort, wie ein Treppenhaus ist jedoch geeignet. Temperaturen bis mindestens 15 °C sind auch für die kälteempfindlicheren Arten verträglich. Zugluft sollte die Agave allerdings nicht abbekommen. Wer wenige sonnige Plätze für seine Pflanzen zuhause hat, sollte sich übrigens vor dem Kauf vor allem über die Wuchshöhe der Art informieren. Einige Agaven werden rasch zu groß für das Fensterbrett und brauchen dann einen entsprechend großen Stellplatz in Fensternähe.

Die Erde für die Agave

Die Erde für die Agave
Das Pflanzgefäß für die Agave füllt man am besten mit einem Spezialsubstrat für Sukkulenten oder Kakteen. Alternativ eignet sich auch eine Mischung von Blumenerde mit Sand. In beiden Fällen empfiehlt es sich, unter der Erdschicht eine Drainageschicht aus reinem Sand, Kies oder Tonkügelchen einzuziehen. Zusätzlich sollte der Topf auch über eine Abflussmöglichkeit für Wasser verfügen, denn die an große Trockenheit angepasste Pflanze ist sehr anfällig für Wurzelfäule.

Der Wasserbedarf der Agave

Der Wasserbedarf der Agave
Längere Trockenperioden hält die Agave in Innenräumen jedoch nicht aus. Sie ist darauf eingestellt, viel Flüssigkeit aus morgendlichem Tau aufzunehmen und in ihren Blättern für den Tag zu speichern. Da es im Zimmer nicht zu Taubildung kommt, muss sie bei der Haltung in Haus oder Wohnung daher ein- bis zweimal pro Woche in kleinen Mengen gegossen werden. Die genaue Häufigkeit und benötigte Wassermenge hängt von der Luftfeuchtigkeit, der Raumtemperatur und der Größe der Pflanze ab. Sie werden daher vermutlich etwas experimentieren müssen. Achten Sie darauf, dass das Substrat nach jedem Gießen wieder vollständig austrocknet, die Blätter der Agave aber nicht anfangen, schlapp zu werden.

Ist Dünger erforderlich?

Agaven brauchen nur wenige Nährstoffe und sollten daher nur sehr sparsam mit Dünger versorgt werden. Unterlassen Sie das Düngen im Herbst und Winter gänzlich und verwenden Sie im Frühjahr und Sommer ausschließlich speziellen flüssigen Sukkulenten- oder Kakteendünger. Bei der Menge halten Sie sich am besten an die jeweils auf der Packung angegebenen Dosiervorschriften oder geben eher weniger. Auf keinen Fall sollten Sie die empfohlene Menge überschreiten.

Expertentipp

Der Saft der Agave ist giftig und sollte nicht mit der menschlichen Haut oder den Augen in Kontakt kommen. Zudem haben viele Unterarten lange, schmerzhaft stechende Stacheln. Seien Sie daher beim Umtopfen vorsichtig und tragen Sie dicke Handschuhe. Einen Beschnitt sollte man außer bei vollständig vertrockneten Pflanzenteilen ohnehin nicht durchführen, da er nur zum Absterben weiterer Pflanzenteile führen würde. Gelegentlich ist aber das Entfernen eines Kindels notwendig, damit es die Mutterpflanze nicht durch sein Wachstum schädigt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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