Edelweiß zählt zur Ordnung der Asternartigen und zur Familie der Korbblütler. Insgesamt gibt es rund 50 Arten in den Gebirgen Asiens und Europas. Neben dem Enzian zählt das Edelweiß zu den bekanntesten und symbolträchtigsten Blumen der Alpen. Das ausdauernde, robuste Alpen-Edelweiß wird mit seinen wolligen Blüten und Blättern maximal 30 Zentimeter hoch.
Seinen wissenschaftlichen Namen ‘Leontopodium nivale’ verdankt das Edelweiß, das auch Wollblume genannt wird, seiner Behaarung, denn übersetzt bedeutet er Löwenfüßchen, der Namensteil nivale bedeutet schneeig.
Das Edelweiß – eine schützenswerte Alpenblume
Seine Schönheit und Symbolträchtigkeit wurde dem Alpen-Edelweiß fast zum Verhängnis. Schuld daran war das gewerbsmäßige Pflücken der kleinen Blume über Jahrzehnte hinweg. Über lange Zeit wurden die weißen Blumen in Trockensträuße gebunden und zu Schmuckstücken verarbeitet. Die Ausbeutung der Bestände geschah auch durch das Herstellen billiger Souvenirs für Touristen. Auf diese Weise wurde das Edelweiß zu einem der bekanntesten Symbole von Bayern, Tirol und der Schweiz, wo das Edelweiß bis heute das Fünffrankenstück schmückt.
Glücklicherweise wurde das Problem verhältnismäßig früh erkannt. In Österreich stellte man das Alpen-Edelweiß schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter Naturschutz. In Deutschland begann man in den 1930er Jahren die Bestände zu überwachen. Inzwischen hat sich die Population in vielen alpinen Regionen Mitteleuropas erholt, der strenge Schutz besteht jedoch fort.
Edelweiß, insbesondere das Alpen-Edelweiß ‘Leontopodium nivale’, darf in der freien Natur nicht gepflückt werden. Das gilt auch bei unseren Nachbarn in Österreich, Italien und der Schweiz. Das Pflücken wird in Österreich mit einer Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro belegt. In Deutschland kostet das Pflücken der Blume mit bis zu 15.000 Euro etwas weniger, aber auch in Italien und in der Schweiz sind die Strafen sehr hoch.
Das Edelweiß – ein Symbol der Alpen

Zur Popularität des Edelweißes seit Mitte des 19. Jahrhunderts trug nicht zuletzt der österreichische Kaiser Franz Joseph I. bei. Auf einer Wanderung zum Großglockner pflückte er für seine Gemahlin Elisabeth, genannt Sisi, einen Strauß Edelweiß. Diese Geschichte wurde immer wieder kolportiert und Sisi wurde mit einem Kranz aus Edelweißsternen auf einem berühmten Gemälde von Franz Xaver Winterhalter verewigt.
Expertentipp
Edelweiße werden inzwischen erfolgreich gezüchtet und man kann sie in Töpfen oder in Gärten kultivieren. Heimische Steingärten sind alpinen Regionen ohnehin nachempfunden. In ihnen fühlen sich Edelweiße besonders wohl, wenn man die idealen Bedingungen schafft.
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