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Einen Quellstein selber bauen

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Einen Quellstein selber bauen

Das Geräusch von sprudelndem Wasser ist entspannend und hilft uns, nach einem hektischen Arbeitstag Ruhe und Erholung zu finden. An heißen Sommertagen geht von dem Wasser zusätzlich erfrischende Kühle aus. Zudem bietet ein Quellstein im Garten eine Wasserquelle für Haus- und Wildtiere und lockt Tiere an, die man sonst nur selten beobachten kann. Für alle jene, die gerne basteln, hat ein Quellstein aber noch einen weiteren Vorteil: Man kann ihn ohne allzu große Schwierigkeiten selbst herstellen.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Wahl des Quellsteines

Der erste Schritt zum eigenen Quellstein ist die Wahl des Steines. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, einen bereits vorbereiteten Stein im Fachhandel zu erwerben. Dabei hat man eine große Auswahl an unterschiedlichen Formen und Materialien. Die meisten Quellsteine im Handel bestehen aus Marmor, Granit oder Sandstein und sind als Kugeln, Quader oder auch Schalen behauen. Sie bieten ein wunderschönes Kunstobjekt für den Garten.

Wer bereits über etwas handwerkliche Erfahrung und Geschick verfügt, kann aber auch einen in der Natur gefundenen Stein oder eine bereits im Garten vorhandene Skulptur zu einem Quellstein umfunktionieren. Vor allem, wenn das Ergebnis möglichst natürlich aussehen soll, ist ein unregelmäßig geformter Stein aus der Natur ideal. Er fügt sich problemlos in eine eher naturnahe Gartenlandschaft ein und erweckt den Eindruck einer natürlichen Quelle.

Die Auswahl des richtigen Steines

Die Auswahl des richtigen Steines


Wichtig ist, dass sich der Quellstein gut in die Gartengestaltung einfügt und zum Gesamtausdruck des Gartens passt. Dabei ist nicht nur die Form, sondern auch die Farbe und Größe des Steines relevant. Insbesondere Sandstein bietet eine große Auswahl an unterschiedlichen Farbvarianten, die sich gut mit der Blütenfarbe der umgebenden Pflanzen koordinieren lassen. Ein Quellstein aus Granit oder Schiefer ist dagegen farbneutral und passt in jeden Garten, auch wenn sich das Farbschema und die Gestaltung von Jahr zu Jahr ändern könnten.

Wer genügend Platz an dem gewählten Standort hat, bereits ein natürliches Gefälle an der Stelle hat, oder ein eher längliches Objekt sucht, kann sich auch für eine Kaskade mit mehreren Steinen entscheiden und einen kleinen Wasserfall schaffen.

Der Standort kann überall im Garten sein, solange ein Stromanschluss in der Nähe vorhanden ist. Es empfiehlt sich aber, eine von der Terrasse oder einer anderen Sitzgelegenheit aus gut sichtbare Stelle auszuwählen. So kann man den Quellstein später am besten genießen und die von ihm angelockten Tiere beobachten.

Das Loch bohren

Das Loch bohren
Der erste handwerkliche Arbeitsschritt ist die Herstellung des Lochs für den Wasserschlauch der Pumpe. Hierfür ist ein Steinbohrer erforderlich. Wer keinen besitzt oder ausborgen kann oder sich den Umgang mit ihm nicht zutraut, kann diesen Schritt auch von einem professionellen Steinmetz durchführen lassen. Bei im Handel erworbenen Quellsteinen ist meist gar nicht erst notwendig, da sie bereits über vorgebohrte Löcher verfügen.

Wichtig ist, dass das Bohrloch einen Durchmesser von 3 cm haben muss. Vor allem bei unregelmäßig geformten Steinen ist auch die richtige Position des Loches zu bedenken.

Das Wasserbecken anlegen

Ist noch kein Wasserbecken oder Gartenteich für den Brunnen vorhanden, muss dieses nun angelegt werden. Dabei ist es wichtig, dass das Becken eine gerade, sichere und stabile Auflage für den Quellstein bietet. Bei großen und schweren Steinen ist dafür oft ein eigenes Fundament erforderlich, das zum Beispiel durch einen Metallrost oder Mauerziegel geschaffen werden kann.

Die Pumpe installieren

Bei der Wahl der Pumpe für den Quellstein sollte man sich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen. Sie muss genau die richtige Stärke für die Höhe des Quellsteines haben. Ist sie zu schwach, tritt kein Wasser oder nur ein armseliges Rinnsal aus dem Quellstein aus. Ist sie dagegen zu stark, spritzt das Wasser zu hoch und nimmt nicht den vorgesehenen Verlauf.

Nun wird der Schlauch durch das Bohrloch geführt und am anderen Ende mit der Pumpe verbunden. Ist der Schlauch dünner als das Loch erfordert, kann man ihn mit Isolierband umwickeln, bis er genau hineinpasst. Das verhindert, dass später Wasser durch das Loch zurück läuft, statt wie geplant nach außen in das Becken zu sprudeln.

Die Pumpe wird, eventuell über ein Erdkabel, mit dem Stromanschluss verbunden. Dann sollte ein Funktionstest des Brunnens durchgeführt werden. Sprudelt das Wasser wie geplant, kann das Wasserbecken abgedeckt und verkleidet werden.

Das Becken und die Umgebung des Quellsteines gestalten

Nun kann die Umgebung des Quellsteines ganz nach Geschmack und im Einklang mit dem Gesamteindruck des restlichen Gartens gestaltet werden. Hierzu werden neben den passenden Pflanzen auch gerne kleinere Steine in derselben Farbe wie der Quellstein oder auch Kiesel eingesetzt. Ein künstlerisch geformter Quellstein kann aber auch alleine und etwas von seiner Umgebung abgesetzt stehen, um besser zur Geltung zu kommen.

Wasser nachfüllen nicht vergessen!

Auch wenn der Brunnen als Kreislauf installiert ist kommt es durch Verdunstung, Trinken von Tieren oder auch badende Vögel immer zu einem leichten Wasserverlust. Daher ist es wichtig den Wasserspiegel immer wieder zu kontrollieren und rechtzeitig Wasser nachzufüllen. Sinkt er zu tief läuft die Pumpe leer und wird beschädigt, was umfangreiche Reparaturarbeiten zur Folge hat.

Expertentipp

Einen Quellstein installiert man am besten bei der Erstanlage des Gartens. Soll er erst später hinzugefügt werden, ist zu bedenken, dass die Arbeiten den ihn umgebenden Bereich stark verwüsten werden. Daher empfiehlt es sich, einen Zeitpunkt vor der Pflanzsaison zu wählen. Auf diese Weise werden weniger Pflanzen zerstört und die Verwüstungen lassen sich rasch durch neue Bepflanzung beheben.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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