Farne sind faszinierende Pflanzen. Im Gegensatz zu den Samen- bzw. Blütenpflanzen vermehren sie sich durch Sporen. Ihre immergrünen gezackten Blätter machen Farne zu beliebten Zierpflanzen, sowohl im Haus als auch im Garten. Ein entscheidender Vorteil besteht darin, dass man Farne im eigenen Garten ausgerechnet an die Stellen pflanzen kann, die Blütenpflanzen nicht so gerne mögen. Die als Gartenfarne verwendeten Arten sollten an schattige und feuchte Plätze gepflanzt werden, wohin nur wenig Sonnenlicht dringt. Daher sind sie gut geeignet für die Begrünung des Bodens unter Bäumen, Sträuchern und Gehölzen. Auch Frost kann ihnen nichts anhaben; die langlebigen Farne sorgen selbst im Winter für einen angenehm zu betrachtenden grünen Bodenteppich.
Wann sollten Farne gepflanzt werden?
Die idealen Pflanzzeiten für Farne sind im Frühling und im Herbst. Für das Gedeihen der Farne ist es von Vorteil, wenn es nach dem Pflanzen häufig regnet. Die trockene Sommerzeit sollte daher gemieden werden. Außerdem kann das Herbstlaub für die Farne von Vorteil sein. Denn Farne sind auf naturbelassene und humusreiche Böden angewiesen, ähnlich denen, die in ihrem natürlichen Lebensraum – dem Wald – auftreten. Bäume und Sträucher helfen also nicht nur dabei, den Farn vor praller Sonneneinstrahlung zu schützen, sondern tragen darüber hinaus auch mit den in ihrem Laub enthaltenen Nährstoffen zu dessen Gesundheit bei. Gärtner, denen ihre Farne besonders am Herzen liegen, können das Herbstlaub einfach bis zum Frühjahr liegen lassen.
Was sollte beim Pflanzen von Farnen beachtet werden?

Die Pflanzlöcher sollten dem Wurzelballen ausreichend Platz bieten. Die Wurzeln können vor dem Einsetzen in Wasser getränkt werden. Bei der Wahl des Abstandes zwischen den einzelnen Pflanzen sollte bedacht werden, dass manche Arten – wie etwa Streifen- oder Rippenfarne – Ausläufer bilden und sich somit stärker ausbreiten können als zunächst ersichtlich. Aus ästhetischen Gründen sollte darauf geachtet werden, dass Arten wie der Königsfarn ihre Wedelblätter ausbreiten können. Eine Düngung ist nicht erforderlich, es kann jedoch etwas Kompost in den Boden gemischt werden.
Benötigen Farne besondere Pflege?

Farne sind pflegeleicht. Im Sommer sollte durch entsprechendes Gießen darauf geachtet werden, dass der Boden feucht genug ist. Braun gewordene Blätter sollten nicht vor dem Frühling zurückgeschnitten werden, da sie im Winter Schutz für die intakten Pflanzenteile bieten.
Expertentipp
Weltweit gibt es tausende Farnarten und hunderte davon können als Zierpflanzen eingesetzt werden. Neben den imposanten Arten wie dem Königsfarn mit seinen großen Wedelblättern gibt es auch deutlich kleinere Varianten wie z. B. den Braunstieligen Streifenfarn. Diese kleinen Arten wachsen gerne in Steinfugen und können daher zur Begrünung von Mauern und Gesteinsformationen verwendet werden. Sofern in den Zwischenräumen genügend Erde vorhanden ist, können die Wurzeln direkt eingesetzt werden und breiten sich dann über die Steine aus.
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