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Pflanzenvermehrung

Feigenkaktus vermehren

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Feigenkaktus vermehren

Feigenkakteen sind eine bekannte und beliebte Kaktusart. Ihre Früchte sind die süßen, und auch für Menschen genießbaren Kaktusfeigen. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko, ist heute aber auch in Südamerika, Australien, im Mittelmeerraum und auf den makaronesischen Inseln vor Westafrika zu finden. Sie ist also eher tropisches bis subtropisches Klima gewohnt. Wer aber denkt, in Deutschland sei es nicht möglich Kaktusfeigen im eigenen Garten zu ernten, liegt falsch. Tatsächlich können Sie mit relativ wenig Aufwand die süßen Früchte selbst ziehen.

Wenn Sie schon einen Feigenkaktus haben, werden Sie ihn sicher zu schätzen wissen. Deshalb lohnt es sich auch, die interessant Pflanze selbst zu vermehren. Das können Sie auf unterschiedliche Arten angehen. Entweder lassen Sie die Samen neu keimen, oder Sie pflanzen Stecklinge direkt ein.

Den Feigenkaktus über Stecklinge vermehren

Den Feigenkaktus über Stecklinge vermehren


Das Vermehren eines Feigenkaktus über Stecklinge ist nicht schwer, und Sie erhalten schnellere Ergebnisse. Am sichersten werden Sie Erfolg haben, wenn Sie dies im Frühjahr, zwischen April und Mai erledigen. Suchen Sie sich zuallererst ein gesundes und nicht zu großes Kaktusohr aus. Das sind die platten Segmente der Pflanze. Schneiden oder brechen Sie das Segment an einer möglichst dünnen Stelle, also am Übergang zum nächsten Ohr ab. Die Bruch- beziehungsweise Schnittstelle sollte relativ glatt sein. Lassen Sie die offene Stelle erst einmal gut antrocknen, das kann je nach Temperatur zwei bis drei Tage dauern. Ist die Stelle gut getrocknet, stecken Sie das Ohr einen Fingerbreit in die Erde. Es sollte nicht umkippen – darf aber auch nicht zu tief in der Erde stecken, da der untere Teil sonst schnell zu faulen und schimmeln beginnt. Jetzt braucht der Steckling nur noch einen warmen und hellen Platz, am besten gedeiht er bei 20 Grad Celsius und ohne zu viel direkte Sonneneinstrahlung. Lassen Sie dem jungen Feigenkaktus jetzt ruhig einige Wochen Zeit, bis er richtig anwächst und stabil im Topf steht.

Feigenkaktus mit Samen vermehren

Feigenkaktus mit Samen vermehren
Wenn Sie schon längere Zeit einen Feigenkaktus haben, und sogar schon eigene Kaktusfeigen ernten konnten, können Sie jetzt auch damit die Pflanze vermehren. Allerdings dauert dieser Prozess länger, und die Samen sind empfindlicher als Stecklinge. Dafür kann man inzwischen in vielen Supermärkten Kaktusfeigen kaufen, und auch aus deren Kernen neue Pflanzen ziehen. Dafür müssen Sie allerdings erst einmal eine Kaktusfeige schälen, was eine kleine Wissenschaft für sich ist – tragen Sie auf jeden Fall stabile Handschuhe! Natürlich können Sie aber auch einfach Samen aus dem Internet bestellen. Benutzen Sie Samen direkt aus der Frucht, spülen Sie diese zuerst gründlich ab, bis kein Fruchtfleisch mehr daran klebt. Legen Sie sie dann in Anzuchterde oder Kakteenerde. Auch die Samen benötigen einen hellen und angenehm warmen Standort, und mögen Temperaturen über 20 Grad Celsius am liebsten. Für das perfekte Klima sorgen Sie, indem Sie eine Klarsichtfolie über den Topf ziehen, oder eine Glasscheibe darauflegen. Vergessen Sie auf keinen Fall, einmal täglich zu lüften, da sich sonst schnell Schimmelsporen bilden.

Die richtige Pflege für junge Feigenkakteen

Die richtige Pflege für junge Feigenkakteen
Feigenkakteen ziehen ein warmes und leicht feuchteres Klima vor. Deshalb sollte Sie gerade bei jungen Pflanzen konstante Temperaturen von 20 Grad einhalten, und eine Klarsichtfolie über den Topf stülpen. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie auf jeden Fall Staunässe. Sukkulenten und Kakteen sind im Allgemeinen pflegeleicht, nur Staunässe verzeihen Sie einem selten. Um dies zu vermeiden benutzen Sie Kakteenerde, oder mischen Sie normaler Blumenerde Sand oder Bimskies hinzu. Dies macht sie wasserdurchlässiger. Ebenfalls hilfreich ist es, den Boden der Töpfe mit gröberem Kies zu bedecken. Ältere Feigenkakteen können durchaus das ganze Jahr im Garten stehen, Sie sollten aber Temperaturen unter -5 Grad Celsius auf jeden Fall vermeiden. Deshalb lohnt es sich, die Pflanzen in großen Töpfen zu halten und im Winter ins Haus zu stellen.

Expertentipp

Wenn die kleinen Stecklinge nicht aufrecht stehen bleiben, können Sie diese auch mit Holzspießen oder Zahnstocher stützen. Bohren Sie diese aber auf keinen Fall in die Pflanze, sondern lehnen sie sie lediglich daran.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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