Connect with us

Zierpflanzen

Fingerhut – Merkmale der Samen und Aussaat

Veröffentlicht

auf

Fingerhut - Merkmale der Samen und Aussaat

Fingerhüte (Digitalis), die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) zählen, sind in vielen Arten und Sorten erhältliche farbenfrohe, ein- bis zweijährige Pflanzen. Sie verschönern heimische Gärten mit ihren prachtvollen Blütenkerzen und sind nebenbei eine beliebte Nahrungsquelle für zahlreiche nützliche Insekten.

Fingerhüte sind widerstandsfähig und anspruchslos. Nach der Blütezeit im Hochsommer reifen die Samen der Gewächse heran. Möchten Sie Ihren Fingerhut gezielt in bestimmten Bereichen im Garten vermehren, sollten Sie die Samen absammeln und sich selbst um die Aussaat kümmern.

Saatgut

Saatgut


Die Samen des Fingerhuts sind winzig klein und erreichen Längen von etwa einem halben Millimeter. Aufgrund des geringen Gewichts gehen sie recht schnell verloren. Die Handhabung kann deshalb durchaus anspruchsvoll sein. In der freien Natur reift das Saatgut in grünen, behaarten, eiförmigen Kapselfrüchten heran und wird vom Wind verbreitet, sobald die Kapseln aufplatzen.

Einzelne Pflanzen produzieren mehrere Tausend Samen, die bräunlich bis schwarz gefärbt, deutlich gerippt sind und eine längliche, leicht abgeplattete Form aufweisen. Jedes Samenkorn ist einzigartig und unterscheidet sich geringfügig von den anderen.

Wissenswertes zur Aussaat

Wissenswertes zur Aussaat
Werden Fingerhüte sich selbst überlassen, verbringen die Samen den Winter im Boden und keimen im Frühjahr. Möchten Sie die Pflanzen selbst aussäen, ist die winterliche Kälteperiode nicht zwingend notwendig. Das Saatgut kann im Garten und unter kontrollierten Bedingungen im Wohnbereich in Töpfen oder Schalen ausgesät werden. Für Keimung ist jedoch ausreichend Licht notwendig. Ideale Temperaturen liegen bei 15 bis 18°C.

Die Aussaat kann theoretisch jederzeit vom späten Frühjahr bis zum Frühherbst erfolgen. Für die Aussaat im Freien ist der Zeitraum von Juni bis August ideal. Die Samen können sich auf diese Weise während der kalten Jahreszeit entwickeln, ohne dass Sie sich gezielt um sie kümmern müssen, vorausgesetzt sie erhalten genügend Wasser, egal ob durch Niederschläge oder manuelle Wassergaben.

Fingerhüte bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte. Sie benötigen ausreichend Feuchtigkeit, eine gute Drainage und nährstoffreiches Substrat, um prächtig gedeihen zu können.

Aussaat – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Achten Sie darauf, die Samen oberflächlich auszubringen und nur leicht anzudrücken. Bei allen Arten handelt es sich um sogenannte Lichtkeimer, die nicht tiefer als einige Millimeter in den Boden eingebracht werden dürfen. Da die Samen sehr klein und leicht sind, empfiehlt es sich, sie mit etwas Sand zu mischen, um die Aussaat zu vereinfachen und eine gleichmäßige Verteilung der Samen zu gewährleisten.

Werden die Samen im Freien ausgebracht, müssen Sie bei der Bewässerung sehr vorsichtig vorgehen, da die oberflächlich aufliegenden Samen rasch verspült werden. Ein Schlauch mit einer feinen Düse, ein Handsprüher und eine kleine Sprinkleranlage eignen sich hervorragend für die regelmäßige und gleichmäßige Bewässerung.

Expertentipp

Beim Umgang mit Fingerhüten ist Vorsicht geboten. Obwohl bestimmte Inhaltsstoffe der Gewächse traditionell für medizinische Zwecke genutzt werden, sind dennoch alle Pflanzenteile für Menschen und Haustiere giftig, das gilt auch für die Samen. Gehen Sie verantwortungsvoll mit dem Saatgut um und stellen Sie sicher, dass Kinder und Haustiere nicht mit ihnen in Kontakt kommen können.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär