Jeder kennt das buschige Kraut mit den meist gelben Blüten und mehrgliedrigem Blattwerk, das hauptsächlich in alpinen Gegenden der Nordhalbkugel anzutreffen ist. Seinen Namen verdankt das Fingerkraut dem Blattwerk, das meist fünfgliedrig gefingert ist.
Häufig wird Fingerkraut als Zierpflanze in Gärten oder Blumenbeeten kultiviert, in denen die Pflanze für einige Farbtupfer sorgen soll. Tatsächlich kann das robuste Kraut jedoch auch lästig werden, da es sich relativ rasch verbreitet und sich gegenüber anderen Stauden schnell durchsetzt. Ob Fingerkraut tatsächlich ein Unkraut oder gar giftig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Fingerkraut – Heil- statt Giftpflanze
Das winterharte Kraut verwächst ziemlich schnell zu polsterähnlichen Geflechten und kann Überhand nehmen, aber giftig ist es deshalb nicht. Ganz im Gegenteil – der Vertreter der Familie der Rosengewächse besitzt sogar heilende Kräfte in den Blättern, Blüten und den Wurzeln.
Fingerkraut gilt weithin als blutreinigend, fiebersenkend und soll auch bei Magen-Darm-Krankheiten sowie Hautproblemen helfen. Für den Verzehr eignet sich die Kombination der säuerlich schmeckenden Blätter mit Salaten und Suppen. Das Kraut kann aber auch als Tee aufgebrüht werden.
Besonders beliebt ist Goldenes Fingerkraut, das gegen Durchfall, entzündetes Zahnfleisch oder Halsschmerzen und abgekocht in Badewasser sogar gegen schlecht heilende Wunden eingesetzt wird. Aber auch für Tiere ist die Pflanze absolut bedenkenlos.
Kultivierung von Fingerkraut

Die als Bodendecker einsetzbaren Pflanzen sollten demnach nicht als Unkraut, sondern als gern gesehener Gartenbewohner betrachtet werden. Pflegeleicht wie sie sind, können sie jederzeit gepflanzt werden, am liebsten an sonnigen Standorten, aber auch leicht schattige Plätze kommen in Frage. Bis auf ein gelegentliches Herausschneiden der verblühten Pflanzenteile, um die generelle Blütezeit zu verlängern, ist keine Pflege notwendig.
Expertentipp
Besonders gut machen sich die leuchtenden Blüten des Fingerkrautes neben etwas ruhigeren Farbträgern wie Frauenmantel, Schleierkraut oder Margeriten.
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