Connect with us

Bäume

Fliederwurzeln – alles Wissenswerte rund um die Wurzel des Flieders

Veröffentlicht

auf

Fliederwurzeln - alles Wissenswerte rund um die Wurzel des Flieders

Ein Fliederstrauch sieht mit seinen wunderschönen Blüten herrlich aus und verbreitet einen angenehmen Duft. Zudem lockt er Insekten in den Garten und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Artenvielfalt. Doch er kann auch zu einem Ärgernis für den Gärtner werden und das liegt zumeist an seinen Wurzeln. Was hat es mit den Wurzeln des Flieders auf sich und wie kann man ihnen Einhalt gebieten, ohne ganz auf Flieder im Garten verzichten zu müssen?

Besonderheiten der Fliederwurzeln

Üblicherweise unterteilt man Pflanzen in Tiefwurzler, deren Wurzeln vor allem in die Tiefe wachsen, und Flachwurzler, die sich knapp unter der Erdoberfläche in die Breite erstrecken. Flieder passt nicht ganz in dieses Schema. Er breitet sich zwar wie ein Flachwurzler weit zur Seite hin aus, bildet aber auch einige tief reichende Wurzeln, die es schwer machen ihn vollständig auszugraben.

Ausbreitung über Wurzeln

Ausbreitung über Wurzeln


Zu einem Problem für den Gärtner werden die Wurzeln zumeist, weil sich aus ihnen immer wieder neue Fliedertriebe ausbilden. Das macht den Strauch dichter, führt aber auch zu einer starken Ausbreitung. Wer wuchernden Flieder dann oberirdisch zurückschneidet, regt ihn zur Ausbildung von noch mehr Trieben aus dem weit verzweigten Wurzelsystem an und findet immer häufiger Fliederpflänzchen im Rasen oder in Beeten vor. Es kann sogar vorkommen, dass die Wurzeln Gartenmauern unterwandern und unerwünscht beim Nachbarn austreiben.

Gleichzeitig bildet Flieder sehr viele feine Wurzelverzweigungen aus. Sie verflechten sich mit der Zeit zu sehr dichten, harten Ballen, die die Erde verhärten und andere Pflanzen ersticken oder das Anpflanzen erschweren können.

Bauschäden durch Flieder

Bauschäden durch Flieder
Bei flachen Fundamenten und alten Gebäuden kann es sogar zu Schäden kommen, wenn Flieder zu nahe gepflanzt wurde. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie einen Pflanzabstand von eineinhalb Mal der Größe des Fliederbusches einhalten und die Pflanze nicht wuchern lassen.

Deutlich häufiger kommen Schäden an durch den Garten verlaufenden Wasserleitungen vor. Sie treten auf, wenn die Wurzeln in bereits lecke Rohre eindringen und die Löcher durch ihr Wachstum vergrößern. Prüfen Sie vor dem Pflanzen von Flieder immer, wo sich die Leitungen in Ihrem Garten befinden und halten Sie genügend Abstand von diesen.

Fliedertriebe richtig entfernen

Fliedertriebe richtig entfernen
Wenn Sie einen Fliedertrieb dauerhaft entfernen möchten, reicht es nicht aus ihn oberflächlich abzuschneiden. Auch wiederholtes Abmähen hilft nicht, solange die Wurzeln mit dem Wurzelsystem der Mutterpflanze verbunden sind und über dieses ernährt werden. Stechen Sie daher mit dem Spaten einen großzügigen Kreis rund um den Trieb in den Boden und heben Sie den unerwünschten Fliedertrieb samt seinem Wurzelballen aus. Entsorgen Sie alle entfernten Wurzelteile anschließend im Biomüll. Wenn Sie diese kompostieren, besteht das Risiko, dass sie auf dem Komposthaufen neu austreiben.

Vorbeugungsmaßnahme

Damit es gar nicht erst zu Trieben und harten Wurzelgeflechten an unerwünschten Stellen kommt, empfiehlt es sich, Flieder beim Pflanzen mit einer Wurzelsperre zu sichern. Diese können Sie im Fachhandel erwerben. Nehmen Sie keine Behelfsmittel wie Pappe oder Teichfolie, da diese den Wurzeln nicht dauerhaft standhalten.

Legen Sie die Sperre ringförmig in einem Umkreis von etwa eineinhalb Metern um den gewünschten Standort des Hauptstammes des Flieders an, damit die Pflanze genügend Platz hat, um einen Wurzelballen auszubilden, der diese ernähren kann. Eine Tiefe von mindestens 60 Zentimetern ist erforderlich, um eine Unterwanderung durch die Fliederwurzeln zu verhindern.

Expertentipp

Wenn beim Ausgraben von Flieder Wurzelstücke im Boden vergessen werden, treiben diese später besonders stark aus. Sind Sie nicht ganz sicher, ob Sie den Wurzelballen vollständig entfernt haben, können Sie ein erneutes Austreiben verhindern, indem Sie den Bereich großzügig mit Unkrautfolie abdecken. Dann erhalten die Triebe kein Sonnenlicht für die Photosynthese und die nicht mehr mit der Mutterpflanze verbundenen Wurzelteile verhungern.

5/5 - (1 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär