Forsythien sind dekorative Ziersträucher und gehören zur Familie der Ölbaumgewächse. Sie sind Hybriden aus zwei unterschiedlichen Arten der Gattung der Forsythien. Aufgrund der leuchtend gelben Blüten wird der Strauch auch Goldregen, Goldflieder oder Goldglöckchen genannt. Beliebt ist die Pflanze, da sie sehr pflegeleicht ist und sich außerdem leicht vermehren lässt. Zur Vermehrung gibt es verschiedene Methoden, die in diesem Beitrag vorgestellt werden.
Vermehrung über Stecklinge
Die Stecklingsvermehrung ist sehr beliebt, da sie einfach ist und in den meisten Fällen sehr gut gelingt. Der beste Zeitpunkt, um Stecklinge zu schneiden, ist im Juli. Zu dieser Zeit ist der Zierstrauch schon gut gewachsen. Als Steckling wird ein 20 Zentimeter langer Zweig abgeschnitten und alle Blätter am unteren Teil entfernt. Wichtig ist, dass das Ästchen grün und im unteren Bereich verholzt ist.
Der Zweig kann nun entweder direkt ins Freiland oder in einen Topf gepflanzt werden. Entscheiden Sie sich für die Topfpflanzung, stecken sie ihn so tief in Anzuchterde, dass nur noch ungefähr ein Viertel des Zweiges aus der Erde schaut. Für die Wurzelbildung ist eine Bodentemperatur von circa 20 Grad nötig und es darf keine Staunässe auftreten. Wenn der Steckling zu wachsen beginnt, dann haben sich Wurzeln gebildet. Nach etwa einem Jahr kann der Steckling dann an seinen endgültigen Bestimmungsort gepflanzt werden.
Vermehrung mittels Steckhölzern

Diese Vermehrungsmethode ist eine Sonderform der Stecklingsvermehrung und dauert etwas länger. Für diese Methode wird im Winter ein Steckholz aus einem einjährigen, geraden Ast geschnitten. Einjährige Äste sind an ihrer olivfarbenen Rinde zu erkennen. Außerdem besitzen sie keine Verzweigungen. Das Steckholz muss 20 Zentimeter lang sein und im oberen und unteren Bereich jeweils eine Knospe besitzen. Vorzugsweise sollte der Schnitt an beiden Enden schräg erfolgen. So kann Wasser besser aufgenommen werden.
Das Steckholz wird dann in einen Topf oder an eine geschützte Stelle ins Freiland gepflanzt. Es dürfen nur etwa fünf Zentimeter aus der Erde schauen. Wichtig ist, das Holz gut anzugießen. Töpfe mit Setzlingen sollten in einen Frühbeetkasten oder in ein Gewächshaus gestellt werden. Wenn das Steckholz in den Boden gesteckt werden soll und dieser gefroren ist, kann der Zweig vorerst in einer Kiste mit feuchtem Sand gelagert werden, bis der Boden wieder aufgetaut ist. Nach etwa einem Jahr kann die Forsythie an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden.
Vermehrung über Absenker

Auch diese Art der Vermehrung ist sehr einfach. Es werden dazu meist Zweige genutzt, die bereits am Boden liegend wachsen. Falls Ihre Forsythie keinen solchen Ast besitzt, kann auch ein Zweig nach unten gebogen werden.
An der Stelle, an der dieser Ast auf dem Boden liegt, wird eine Rille gezogen. Der Ast wird dann an einigen Stellen mit einem sauberen Messer eingeritzt und in der Rille fixiert. Hierfür eignen sich Steine oder Zeltheringe besonders gut. Nun wird der Ast mit Erde bedeckt, sodass das Triebende sichtbar bleibt. Nach etwa einem Jahr haben sich an dem Absenker Wurzeln gebildet und er kann von der Mutterpflanze getrennt und an seinen Bestimmungsort gepflanzt werden.
Vermehrung über Samen
Die Vermehrung mittels Samen ist nicht üblich. Das liegt hauptsächlich daran, dass es sich bei Forsythien um Hybriden handelt. Da sie weder Nektar noch Pollen produzieren, entstehen auch keine Samen.
Expertentipp
Forsythien benötigen in Trockenzeiten ausreichend Flüssigkeit. Ohne ausreichend Wasser lässt der Zierstrauch sehr schnell die Blätter hängen oder bildet keine Blüten für das nächste Jahr. Dabei sind größere Wassergaben wesentlich besser als tägliches Gießen. Am besten wird einmal pro Woche eine Wassermenge von 10 bis 15 Litern gegeben.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare