Bei Fuchsien (Fuchsia) handelt es sich um buschige Sträucher mit attraktiven Blüten, die sich aus einem sternartigen Rock und einer darunterliegenden Glocke zusammensetzen. Fuchsien gehören zur Familie der Nachtkerzengewächse und stammen ursprünglich aus den Bergwäldern Süd- und Mittelamerikas sowie aus Neuseeland und Tahiti. In Europa erfreuen sie sich als Ampel- oder Topfpflanzen großer Beliebtheit und lassen sich mit etwas Geschick zu einem Bonsai erziehen. Dabei handelt es sich um begehrte Seltenheiten, denn Fuchsien-Bonsais stellen hohe Ansprüche an ihre Pflege, das Substrat und den Standort.
Geeignete Fuchsien-Sorten
Am besten gelingt die Erziehung zu einem Bonsai mit aufrecht wachsenden Fuchsien. Sorten, die halb hängen, eignen sich ebenfalls. Halbhängende Arten lassen sich zu Kaskaden erziehen. Die Grundlage bildet ein Steckling oder eine bereits kultivierte Pflanze. Fuchsien sind insbesondere im Frühjahr in vielen Gartengeschäften in einer großen Auswahl erhältlich.
Rück- und Erziehungsschnitte zur Gestaltung

Während man die meisten Bonsais mit Drähten in Form bringt, sind bei Fuchsien lediglich erziehende Rückschnitte erlaubt. Die Triebe besitzen eine poröse Struktur, die das Verdrahten nahezu unmöglich macht. Die Gefahr, dass die Zweige brechen, ist zu hoch.
Regelmäßige Erziehungs- und Rückschnitte fördern die Entwicklung einer dichten Krone mit vielen frischen Trieben. Die Blattmasse sollte bei einer niedrigen Höhe möglichst groß gehalten werden. Auf diese Weise entwickeln Fuchsien einen dicken Stamm.
Ideale Standorte

Im Sommer bevorzugen Fuchsien halbschattige Standorte, da sie direkte Sonneneinstrahlung nicht vertragen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit fördert die Bildung der Blüten. Während der kalten Jahreszeit benötigen sie frostfreie und möglichst helle Plätze.
Passendes Substrat
Die Kultur von Fuchsien als Bonsai findet traditionell in flachen Pflanzschalen statt. Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass das Substrat schnell austrocknet. Da es sich bei Fuchsien um feuchtigkeitsliebende Pflanzen handelt, sind die Folgen fatal. Aus diesem Grund ist es wichtig, Substrat mit guten Wasserspeicherfähigkeiten zu verwenden. Gleichzeitig darf sich keine Staunässe bilden.
Ideal geeignet ist ein Gemisch aus Blumenerde, Sand, Tongranulat und Torferde in gleichen Teilen. Möglich ist zudem die Verwendung von Weißtorf, Sand und Akadama-Bonsaierde ebenfalls in gleichen Teilen.
Bewässerung
Fuchsien-Bonsais benötigen viel Wasser. Im Sommer kann es nötig werden, sie zweimal pro Tag zu gießen. Im Winter genügt ein konstantes Feuchthalten des Substrats. Ein vollständiges Austrocknen der Wurzelballen, aber auch das Anstauen von Nässe ist stets zu vermeiden. An heißen Tagen kann man sie nach der Blütezeit mit etwas Wasser übersprühen.
Düngergaben
Während der Wachstumsphasen bietet die Versorgung mit organischen Düngemitteln einige Vorteile. Ab September genügen reduzierte Düngergaben. Man versorgt Fuchsien im zweiwöchigen Abstand mit einem sogenannten PK-Dünger.
Expertentipp
Um die Wurzeln der Bonsais möglichst dicht und nah am Stamm zu halten, kann die Methode der Einfütterung angewendet werden. Dabei wird ein bewurzelter Steckling in einen kleinen Tontopf gesetzt und dieser wiederum in einen größeren Topf platziert. Der Zwischenraum zwischen den Töpfen wird mit Substrat aufgefüllt. Etwa alle drei Monate wird der kleine Topf herausgenommen und erneut eingesetzt. Dadurch werden die Wurzeln, die durch das Bodenloch wachsen, abgerissen und die Pflanzen bilden neue Wurzeln in der Nähe des Stammes.
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