Kaum jemand kennt sie nicht – die Gerbera. Wie Margeriten oder Sonnenblumen verkörpert die zu den Korbblütlern (Asteraceae) gehörende Pflanze mit ihren großen Blüten so etwas die „Blume schlechthin“. Kein Wunder also, dass sie zu den beliebtesten Schnittblumen weltweit zählt. Ursprünglich hat die Gerbera ihre Heimat in den tropischen Teilen Afrikas, Asiens und Amerikas sowie im Süden Australiens und auf Tasmanien. Heute findet man weltweit circa 40 verschiedene Arten, die zum Teil auch außerhalb ihrer ursprünglichen Verbreitungsgebiete wild wachsen. Die am häufigsten anzutreffende Art ist die Gerbera jamesonii, benannt nach dem Engländer William Jameson, der sie vor etwa 100 Jahren aus Südafrika in Europa einführte. Was viele aber nicht wissen ist, dass die Gerbera auch im Topf oder im Freiland eine wahre Zierde ist und dabei nur wenig Pflege benötigt.
Ist die Gerbera winterhart?
In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet haben Gerberas eine mindestens zwei- meist mehrjährige Lebensdauer. Da sie jedoch nicht frosthart ist, wird sie bei uns zumeist nur als einjährige Pflanze verkauft, obwohl es möglich ist, sie durch eine Überwinterung im Haus über mehrere Jahre hinweg zu kultivieren. Das trifft auf Zimmerpflanzen gleichermaßen zu wie auf Freilandpflanzen, die im Herbst aus dem Beet genommen und ins Winterquartier verbracht werden. Eine Ausnahme gibt es allerdings – die Gerbera Garvinea. Diese ist bedingt winterfest und kann mit Temperaturen bis zu -5 °C gut umgehen, wenn sie windgeschützt steht. D.h. sie kann in klimatisch milden Gebieten mit einem entsprechenden Schutz aus Vlies oder Stroh den Winter über im Beet verbleiben.
Gerbera im Haus überwintern

Alle Gerbera-Sorten außer der Garvinea müssen jedoch zwingend ins Winterquartier, wenn man auch im folgenden Jahr Freude an ihnen haben möchte. Hier benötigt sie einen hellen Standort mit Temperaturen, die am besten um die 8-12 °C liegen, denn das ermöglicht es der Pflanze eine Winterpause einzulegen, die ihr genügend Kraft gibt, um in der nächsten Saison eine schöne, kräftige Blütenbildung zu entwickeln. Kann man der Gerbera ein solches Winterquartier bieten, muss man sich so gut wie gar nicht um sie kümmern. Dann reicht es, sie etwa alle zwei Wochen zu gießen. Düngen ist dagegen überhaupt nicht nötig. Hat man keinen solchen Raum zur Verfügung, stellt man die Pflanzen in den kühlsten Raum des Hauses, wo es der Pflanze auch bis 18 °C gelingt, eine Winterruhe einzulegen. Allerdings muss sie hier etwas häufiger gewässert, aber ebenfalls nicht gedüngt werden.
Expertentipp
Gerberas können auch ganzjährig bei gleichbleibenden Temperaturen in der Wohnung bleiben und werden unter diesen Umständen auch gleichbleibend gegossen, während des Winters jedoch weniger gedüngt. Allerdings legt sie unter diesen Bedingungen keine richtige Winterpause ein, sodass sie wahrscheinlich weniger Kraft für die Blütenbildung und später auch für das Wachstum allgemein haben wird.
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