Die Glückskastanie ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze mit einer sehr attraktiven Krone. In ihrer Heimat in Mittelamerika wird sie über zwanzig Meter hoch. Da sie gut schnittverträglich ist, eignet sie sich auch für die Kultivierung als Bonsai.
Der Beschnitt
Der wichtigste Schnitt eines Glückskastanien-Bonsais findet im Frühjahr statt. Schneiden Sie die Pflanze von März bis Mai stark zurück, um das Dickenwachstum des Stammes zu fördern und um sie in der gewünschten Form zu halten. Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur mindestens 20°C beträgt und verwenden Sie eine saubere und scharfe Gartenschere.
Schneiden Sie gerade, sodass die Schnittwunden möglichst klein bleiben, um das Risiko des Eindringens von Keimen über die Schnittstellen zu verringern. Weitere Beschnitte werden erforderlich, wenn der Bonsai zu stark wächst, seine gewünschte Form verliert oder Anzeichen einer Krankheit, wie zum Beispiel vertrocknete Blätter, zeigt.
Die Gestaltung
Im Handel erhält man Glückskastanien-Bonsais meist mit dekorativ geflochtenem Stamm. Gefällt Ihnen ein geflochtener Stamm, können Sie das beibehalten und das Stämmchen auch beim weiteren Wuchs flechten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Stränge nicht zu dicht beieinander liegen, da es sonst zu Druckverletzungen kommen kann. Denn sie stellen Schwachstellen dar, über die Keime und Pilzsporen in die Pflanze eindringen können. Zur Verlängerung der Lebensdauer einer Glückskastanie ist es oft ratsam, sie zu entflechten und mit einem geraden Stamm zu gestalten.
Der Standort

Der Platz einer Mini-Glückskastanie sollte hell, aber keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Vermeiden Sie Stellplätze auf Fensterbrettern. Trotz ihres Wärmebedarfs sollte eine Glückskastanie nicht in die Nähe von Heizkörpern gestellt werden, da die Luft in der Heizsaison dort schnell zu trocken wird. Zudem sollte sie gerade im Winter etwas kühler stehen, wobei die Temperaturen niemals unter 12°C fallen dürfen.
Der Wasserbedarf
Gießen Sie Ihren Bonsai erst, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist, dann aber in großen Mengen. Glückskastanien speichern Wasser in ihrem Stamm und benötigen kein ständig feuchtes Substrat. Bei zu trockener Luft vertrocknen die Blätter, weshalb man einen Bonsai vorzugsweise täglich mit Wasser besprühen sollte.
Expertentipp
Meist wird empfohlen eine Glückskastanie jedes Jahr bis alle zwei Jahre umzutopfen. Halten Sie beim Bonsai Intervalle von drei Jahren ein, sorgt das für ein langsameres Wachstum. Auf diese Weise halten Sie den Miniaturbaum besser in Form und müssen ihn weniger stark zurückschneiden. Schneiden Sie beim Umtopfen auch seine Wurzeln zurück. Achten Sie jedoch darauf, niemals mehr als ein Viertel des Wurzelballens zu entfernen.
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