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Zierpflanzen

Goldmelissen – korrekter Beschnitt

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Goldmelissen - korrekter Beschnitt

Goldmelissen (Monarda didyma) sind aufgrund ihrer kräftig roten Blüten beliebte Zierpflanzen in Staudenbeeten. Als Heilpflanzen passen sie jedoch auch gut in Kräutergärten. Ein angenehm nach Zitrone duftender Tee aus Blättern der Goldmelisse kann sowohl innerlich als auch äußerlich gegen zahlreiche Leiden, von Erkältungen bis zu Wunden und Wechseljahrsbeschwerden, eingesetzt werden. Die Pflanzen gelten als pflegeleicht und frostfest, benötigen jedoch Schnittmaßnahmen, um gut gedeihen zu können.

Jährliche Rückschnitte

Da Goldmelissen nach der Blütezeit vollständig vertrocknen, sollte man sie einmal pro Jahr vollständig auf eine Handbreit über dem Boden zurückschneiden. Auf diese Weise werden unschöne, trockene Pflanzenteile entfernt und Platz für den neuen Austrieb geschaffen.

Die meisten Hobbygärtner empfehlen den Herbst als idealen Schnittzeitpunkt, sobald die Pflanzen ganz vertrocknet sind. Allerdings dienen die abgestorbenen oberirdischen Pflanzenteile den Wurzeln im Winter als Schutz vor der Kälte. Wer im Herbst schneidet, muss die Pflanzen mit Laub und Reisig abdecken. Deshalb entscheiden sich viele Gartenbesitzer für den Beschnitt im zeitigen Frühjahr. Schneiden Sie zu spät, verzögert sich der Austrieb.

Korrektes Vorgehen

Korrektes Vorgehen


Verwenden Sie für Schnittmaßnahme ausschließlich scharfe, saubere Werkzeuge. Ideal geeignet sind Gartenscheren, die Nutzung eines Messers ist jedoch ebenfalls möglich. Setzen Sie die Klinge im unteren Bereich an einer Seite an und schneiden nach oben. Wiederholen Sie den Vorgang auf der anderen Seite, bis sich die Triebe leicht lösen. Träufeln Sie etwas Zitronensaft auf die Wunden, um sie zu desinfizieren.

Weitere Schnittmaßnahmen

Weitere Schnittmaßnahmen
Außer dem jährlichen Rückschnitt sind bei gesunden Goldmelissen keine weiteren Schnittmaßnahmen erforderlich. Abgestorbene Pflanzenteile und verblühte Blüten können jedoch das ganze Jahr über entfernt werden, wenn das Aussehen der Heilpflanzen beeinträchtigt wird.

Wählen Sie einen Tag mit trockenem Wetter, reinigen Sie das Schnittwerkzeug vor den Arbeiten gründlich und halten Sie Schnittwunden möglichst klein, gerade und glatt, um das Risiko eines Pilzbefalles über die Verletzungen zu verringern.

Beschnitt bei Mehltaubefall

Goldmelissen sind anfällig für Echten Mehltau. Bei Mehltau handelt es sich um einen Pilz, der insbesondere zu dicht wachsende Pflanzen befällt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzerkrankungen tritt er vor allem bei trockenem Wetter auf.

Einen Befall können Sie an dem weißen, mehlähnlichen Belag auf den Oberflächen der Blätter erkennen. Er lässt sich leicht abwischen, kehrt jedoch zurück und breitet sich im weiteren Verlauf auch auf Triebe und Blüten aus. Diese Krankheit ist sehr ansteckend und kann zudem weitere Pflanzenarten befallen.

Entfernen Sie befallene Pflanzenteile so schnell wie möglich. Wählen Sie Schnittstellen, die deutlich unterhalb des Belages liegen und halten Sie die Schnittwunden klein und sauber. Waschen und desinfizieren Sie das Schnittwerkzeug anschließend und verbrennen Sie das Schnittgut, falls es erlaubt ist. Ist das Verbrennen in Ihrer Region verboten, müssen Sie es in luftdicht verschlossenen Tüten über den Hausmüll entsorgen. Kompostieren Sie befallenes Schnittgut in keinem Fall. Dadurch würden Sie die Pilzsporen mit dem Kompost im Garten verteilen.

Expertentipp

Ein Beschnitt von Goldmelissen zur Entnahme von Stecklingen ist möglich, jedoch selten sinnvoll. Die wuchsfreudigen Pflanzen breiten sich von selbst aus und sollten regelmäßig geteilt werden. Auf diese Weise erhalten Sie kräftige Tochterpflanzen rascher und mit einem geringeren Verlustrisiko als durch Anwurzeln von Stecklingen. Graben Sie zu groß gewordene Exemplare im Frühjahr aus, zerkleinern Sie die Wurzelballen mit einem Spaten oder einem scharfen Messer in mehrere Teile und pflanzen Sie die schönsten Exemplare an die gewünschten Standorte.

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