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Obstpflanzen

Granatäpfel anbauen

Lars Reibemann

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Granatapfel enthalten viel Magnesium, Kalzium und Vitamin C – außerdem werden diese in der Kosmetikbranche eingesetzt. Die tropisch-aussehenden Früchte lassen sich auch im Garten anbauen. Doch, was sollte dabei beachtet werden, wie sind die Bäume zu pflegen und wann können die Granatapfel geerntet werden? Nachfolgend wird auf die wichtigsten Fakten zu dem Anbau von Granatapfeln eingegangen.

Welche Granatapfel-Sorten eignen sich für den Anbau?

Es lässt sich zwischen verschiedenen Sorten von Granatapfeln unterscheiden, welche für den Anbau geeignet sind. Grundsätzlich bevorzugen Granatapfel ein wärmeres Klima. Dies gilt besonders für die folgenden Sorten:

  • Nana
  • Nana Pleno
  • Flore Pleno
  • Lagrellei

Es gibt aber auch Sorten von Granatapfeln, welche sich für den Anbau in kälteren Klimazonen eignen und damit sogar überwintert werden können. In den meisten Regionen Deutschlands sollte daher auf die folgenden Sorten für den Anbau zurückgegriffen werden:

  • Usbek
  • Provence
  • Gabes
  • Tirol
  • Salavatski
  • Katake
  • Kai Acik Anor
  • Entekhabi Saveh

Welcher Standort sollte für die Granatapfel gewählt werden?

Granatapfelbäume sind auf einen warmen Standort angewiesen – daher sollte genügend Sonne vorhanden sein. Ein schattiger Standort eignet sich nicht. Außerdem kann zwischen Granatapfeln in Kübeln und Granatapfeln im Freiland unterschieden werden. Als Kübelpflanze eignen sich Granatapfel jedoch in der Regel besser für die meisten Regionen in Deutschland. Nur in Regionen, in welchen auch der Weinanbau stattfindet, können Granatapfel im Freiland angebaut werden. Es sollte außerdem auf einen lockeren Boden geachtet werden – dazu eignet sich normale Blumenerde problemlos.

Wie werden Granatapfelbäume angebaut?

Hier gibt es zum einen die Möglichkeit, Granatapfelsamen auszusähen. Die Samen können entweder gekauft – oder direkt aus einem Granatapfel entzogen werden. Anschließend werden diese in feuchte Erde gesteckt und durch das regelmäßige Gießen und eine konstante Zimmertemperatur von 20 °C zum Keimen gebracht. Schon im Januar kann mit diesem Schritt angefangen werden. Nach circa 12 Wochen werden die ersten Keime sichtbar und können nun in Töpfe verteilt werden. Zum anderen können Granatapfelbäume auch mit Stecklingen angebaut werden, welche einfach von älteren Pflanzen abgeschnitten werden. Werden die Stecklinge in warmes Wasser gestellt, so bilden sich nach kurzer Zeit neue Wurzeln und die Stecklinge können eingepflanzt werden. Die Wachstumsphase der Granatapfelbäume läuft nun von April bis August. In dieser Zeit lassen sich die kleinen Bäume je nach Klima auch in den Garten stellen.

Wann können Granatapfel geerntet werden?

Wann die Granatapfel geerntet werden können, hängt von den Pflanzen an sich ab. Jüngere Pflanzen tragen in der Regel noch keine Früchte. Grundsätzlich kommt es eher selten zu vielen Früchten an einem Granatapfelbaum, denn das deutsche Klima lässt die Früchte nicht so effektiv wachsen wie wärmere Klimazonen. Geerntet werden können die Granatapfel jedoch in der Regel von älteren Pflanzen: Im Juli und August färbt sich die Schale der Granatapfel rot und somit sind diese reif.

Was sollte zur Pflege der Granatapfel beachtet werden?

Über den gesamten Sommer hinweg haben die Granatapfelbäume im Garten einen hohen Wasserbedarf und so sollten diese regelmäßig gegossen werden. Eine Staunässe sollte vermieden werden, jedoch sollten die kleinen Bäume an ihren untersten Wurzeln stets feucht sein. Während der Wachstumsphase ist außerdem das regelmäßige Düngen alle 3 Wochen mit einem Flüssigdünger zu empfehlen. Ab Ende August wird jedoch weniger gegossen. Sobald es im Herbst kälter wird, sollte auf den Schutz der Granatapfelbäume geachtet werden: Diese sollten in der Garage oder im Keller überwintert werden. Dabei sollte eine Temperatur von unter 3 °C vermieden werden, da die kleinen Bäume sonst absterben können. Gegossen werden sollte über diese Zeit außerdem nur mäßig, um ein Austrocknen der Pflanzen zu verhindern.

Wie kann gegen Schädlinge auf Granatapfeln vorgegangen werden?

Befallen werden können Granatapfelbäume im Garten von der weißen Fliege. Während der Überwinterung besteht ein Risiko auf einen Läuse-Befall. Gegen diese Arten von Schädlingen kann grundsätzlich durch das regelmäßige Duschen der Blätter oder durch die Anwendung einer Seifen-Spiritus-Lösung vorgegangen werden.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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