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Zimmerpflanzen

Grünlilie Pflege

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Grünlilie Pflege

Die Grünlilie, Chlorophytum comosum, ist eine robuste Zimmerpflanze, deren Pflege sich relativ einfach gestaltet. Ursprünglich in den tropischen Gebieten Südafrika als Bodendecker wachsend, fühlt sie sich im Haus sehr wohl. Mit ihren in Bögen herabhängenden grasartigen Blättern, die grün, grün-gelb oder grün-weiß gestreift sein können, sieht sie sehr dekorativ aus und lässt sich auch als Hängepflanze in der Ampel verwenden. Das Liliengewächs bildet lange Triebe mit Kindeln heraus, die sich zur Vermehrung nutzen lassen.

Standort

Die Grünlilie braucht ein helles Plätzchen ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die grünblättrige Sorte kommt auch mit einem schattigen Standort zurecht. Eine buntblättrige Pflanze vergrünt, wenn sie nicht genügend Licht hat. Zimmertemperaturen um die 20 Grad bekommen der Zimmerpflanze am besten. Im Winter darf es ein etwas kühlerer Standort sein. Bei unter 10 Grad stellt sie jedoch möglicherweise das Wachstum ein.

Die Sommermonate über darf die Grünlilie gern auf dem Balkon oder der Terrasse an einem geschützten Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen. Vor allem vor der Mittagssonne ist sie zu schützen.

Substrat

Substrat
Für ein gutes Wachstum benötigt die Grünlilie ein nährstoff- und humusreiches Pflanzsubstrat. Im Handel erhältliche Zimmerpflanzenerde mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7 ist bestens geeignet.

Gießen

Gießen
Die Hauptwachstumsphase der Grünlilie reicht vom Frühling bis zum Spätsommer. In dieser Zeit benötigt sie etwa alle zwei bis drei Tage eine Wassergabe. Die Erdoberfläche darf ruhig zwischenzeitlich abtrocknen.

Staunässe kann jedoch zu Wurzelfäule führen. Das Pflanzgefäß sollte deshalb einen Ablauf aus mehreren Löchern im Boden haben.

In den Wintermonaten benötigt die Pflanze weniger Wasser. Es reicht dann aus, einmal wöchentlich zu gießen.

Die Zimmerpflanze bildet einen sehr festen Ballen mit fleischigen Wurzeln heraus. Dadurch ist sie in der Lage, Wasser zu speichern und längere Trockenperioden zu überstehen. Sie verzeiht es also, wenn das Gießen vergessen wird. Ist sie sehr ausgetrocknet, empfiehlt sich ein Tauchbad von 10 Minuten in einer Schüssel. Sobald nicht aufgenommenes Wasser abgetropft ist, darf die Pflanze zurück in den Übertopf.

Düngen

Düngen
Von März bis August wird alle zwei Wochen gedüngt. Insgesamt ist der Nährstoffbedarf der Pflanze eher gering. Etwas Flüssigdünger im Gießwasser ist völlig ausreichend. Eine frisch umgetopfte Pflanze hat eine nährstoffreiche Erde und benötigt für einige Wochen keine Düngergabe. Auch im Winter ist es nicht nötig, zu düngen.

Umtopfen

Die Grünlilie muss regelmäßig umgetopft werden. Der richtige Zeitpunkt ist leicht festzustellen. Es ist so weit, wenn die Pflanze das Substrat verdrängt hat und die Wurzeln an der Oberfläche sichtbar sind. Es sollte nicht gewartet werden, bis die Pflanze sich aus dem Pflanzgefäß hebt oder ihn beschädigt. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen liegt ohnehin im Frühling. Der neue Topf sollte etwa fünf Zentimeter größer sein. Als Substrat dient Zimmerpflanzenerde.

Rückschnitt

Einen regelmäßigen Schnitt benötigt die Pflanze nicht. Die Blütenschäfte mit den Kindeln können aber abgeschnitten werden, falls sie zu lang wachsen. Das regt das Wachstum der Mutterpflanze an, die neue Tochterpflanzen ausbilden wird.

Vermehren

Die Grünlilie lässt sich direkt im Frühling beim Umtopfen teilen, falls die Pflanze oder die Wurzeln zu viel Platz beanspruchen.

Die einfachste Methode der Vermehrung geschieht durch Ableger. Die Zimmerpflanze bildet an ihren langen Blütentrieben Kindel aus. Sobald diese vier bis fünf Blätter haben, können sie mit einem scharfen Messer abgetrennt und eingetopft werden. Meist haben Tochterpflanzen bereits einige Luftwurzeln ausgebildet. Die Anzuchterde der neu eingetopften Pflanzen ist gleichmäßig feucht zu halten.

Die Bewurzelung kann auch im Wasserglas stattfinden. Beste Voraussetzungen bietet eine Raumtemperatur um die 20 Grad. Schon nach ein paar Tagen setzt das Wurzelwachstum ein. Damit es nicht zu Fäulnis kommt, ist das Wasser regelmäßig auszutauschen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Ableger direkt am Trieb in einen nebenstehenden Blumentopf mit Erde zu lenken und erst abzutrennen, wenn sich Wurzeln ausgebildet haben und das Wachstum einsetzt.

Eine Anzucht der Grünlilie durch Samen ist ebenfalls möglich, wird aber kaum in Erwägung gezogen, da die Teilung der Pflanze oder die Vermehrung durch Tochterpflanzen einfacher ist.

Krankheiten und Schädlinge

Gelegentlich wird die Pflanze von Blattläusen heimgesucht. Die Blätter rollen sich dann ein und fühlen sich klebrig an. Dagegen hilft das Abduschen der Blätter. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Blattunterseiten zu richten. Der Vorgang muss alle paar Tage wiederholt werden, bis die Läuse vollständig beseitigt sind.

Gegen Schmierläuse kann das Abwaschen der Blätter mit einer Seifenlösung Wirkung zeigen. Meist helfen jedoch nur entsprechende Pflanzenschutzmittel für Zimmerpflanzen.

Zeigt die Pflanze vergilbte, fleckige und klebrige Blätter, ist meist die Weiße Fliege dafür verantwortlich. Hier kann eine Gelbtafel für eine Eindämmung der Schädlinge sorgen.

Spinnmilben treten meist im Winter auf. Die Blätter werden braun, bevor sie vertrocknen. Auch hier hilft eine Dusche. Anschließend wird die Pflanze für zwei Wochen vollständig in einen Folienbeutel gepackt. Die hohe Luftfeuchtigkeit führt zum Absterben der Milben.

Staunässe verursacht Wurzelfäule, tritt aber meist nur auf, wenn ein Ablauf im Topfboden fehlt. Ist die Fäulnis fortgeschritten, ist die Pflanze zu entsorgen.

Expertentipp

Manchmal entwickelt die Grünlilie unschöne braune Blattspitzen. Ursache dafür ist zu trockene Luft. Dagegen hilft das regelmäßige Besprühen der Pflanze mit zimmerwarmem Wasser. Es hält die Blätter zudem sauber und glänzend.

Häufig gestellte Fragen

Was hilft gegen helle und farblose Blätter?

Meist liegt es am Standort, wenn die Grünlilie ausbleicht. Zu viel Sonne, aber auch zu wenig Licht führen zum Verlust der satten Blattfärbung. Am besten steht die Pflanze hell und vor direktem Sonnenlicht geschützt.

Ist die Grünlilie für Katzen giftig?

Katzen mögen die Pflanze sehr und hinterlassen unschöne Bissspuren. Giftig ist die Pflanze nicht. Sie nimmt jedoch Dünger auf und reichert ihn in den Blättern an. Außerdem bilden ältere Pflanzen Samen aus, die leicht giftig sind.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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