Vor dem Kauf einer Heckenschere wird oft viel Zeit investiert, um ausreichende Informationen einzuholen und das optimale Modell zu finden. Doch nicht nur die Anschaffung einer geeigneten Heckenschere erfordert ein wenig Zeit, denn so wie alle Gartengeräte benötigt auch eine Heckenschere eine regelmäßige Wartung und Pflege, wenn sie über Jahre ihre volle Leistung erbringen soll.
Regelmäßig pflegen und warten
Eine Heckenschere kommt bei jedem Einsatz mit Ästen und Zweigen, aber auch mit Staub, Harz und kleinen Holzspänen in Berührung. Die damit verbundene Feuchtigkeit kann ohne regelmäßige Pflege zu Rostentwicklung an den Schneideblätter führen, Harz und Staub können die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Eine regelmäßige Wartung und Pflege der Heckenschere sind daher wichtig. Dazu gehören:
- regelmäßige Reinigung
- regelmäßiges Schärfen der Schneideblätter
- regelmäßiges Ölen
Nicht ohne Sicherheitsvorkehrungen ölen

Die Schneideblätter einer gut gepflegten Heckenschere sind sehr scharf und bergen daher ein extrem hohes Verletzungspotential. Alle Pflegemaßnahmen an der Heckenschere sollten daher grundsätzlich nur mit Gartenhandschuhen ausgeführt werden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Heckenschere nicht aus Versehen angehen kann.
Bei Akkuheckenscheren wird dazu der Akku entfernt. Elektrische Heckenscheren sind bei der Wartung sicher, sofern der Stecker gezogen ist. Bei benzinbetriebenen Modellen gibt es keine derartigen Sicherheitsoptionen, allerdings lassen sich bei vielen Modellen zumindest die Klingen arretieren.
Warum ölen?

Das Ölen der Schneideblätter ist ein essenzieller Bestandteil aller notwendigen Wartungs- und Pflegearbeiten rund um die Heckenschere und ist aus zweierlei Gründen wichtig:
- Rostbildung wird verhindert
- Funktionsweise bleibt erhalten
Eine Ölschicht auf den Schneidmessern hält Wasser für lange Zeit zuverlässig ab, sodass weder Wasser aus der Luft, noch die Feuchtigkeit von Ästen und Zweigen bis zu den Schneidmessern vordringen kann und diese zu rosten beginnen.
Vor dem Ölen sorgfältig reinigen
Bevor die Schneidemesser eine schützende Ölschicht erhalten, ist eine sorgfältige Reinigung notwendig, wenn das Gerät über Jahre funktionstüchtig bleiben soll.
Eine Reinigung ist nicht nach jedem Gebrauch notwendig, sollte aber nach jedem zweiten oder dritten Gebrauch erfolgen. Einmal im Jahr ist eine sorgfältige Grundreinigung sinnvoll. Dann ist auch der richtige Zeitpunkt, um die Schneidemesser zu ölen.
Das richtige Öl
Für Heckenscheren von Markenherstellern gibt es meist ein markeneignes spezielles Pflegeöl. Diese Spezialöle sind auf die Bauart und Funktionsweise der Geräte abgestimmt. Allerdings sind die Markenöle oft nicht ganz billig.
Eine preiswerte Alternative ist Kettensägenöl. Diese verfügt über eine ähnliche Konsistenz wie die Markenprodukte und sorgt ebenso für eine gute Geschmeidigkeit und Rostunanfälligkeit.
Nicht geeignet sind indes WD40 und andere Kriechöle. Diese verhindern zwar ebenso zuverlässig Rost, doch sie können auch Gummi und Plastik beschädigen. Dazu besteht bei Kriechölen die Gefahr, dass sie aus den Lagern der Schneidemesser das Fett verdrängen. Langfristig kann die Heckenschere dadurch unbrauchbar werden.
Öl oder Fett?
Öle und Fette ähneln sich zwar in ihrer Zusammensetzung sehr und verhindern gleichermaßen die Rostbildung, doch sind sie in ihrer Konsistenz unterschiedlich. Während Öle bei Raumtemperatur flüssig sind, haben Fette eine feste Konsistenz.
Fette eignen sich deshalb nicht sehr gut zur Pflege von Heckenscheren. Bei kühlen Temperaturen könnte es bei der Verwendung zu Problemen kommen, wenn die Schneidemesser zuvor mit Fetten behandelt wurden.
Expertentipp
Um die Heckenschere zu ölen, werden die Schneidemesser normalerweise in einem Ölbad gelagert.
Einfacher ist das Ölen jedoch, wenn das Pflegeöl in Sprayform verwendet wird. Es wird einfach auf die Schneidemesser aufgesprüht. Wird die Heckenschere zwischendurch kurz in Betrieb genommen, verteilt sich das Öl gleichmäßig auf die gesamte Messerlänge.
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