Bei Hobbygärtnern geht der Trend immer mehr zu Hochbeeten, da diese rückenschonend sind und die Gartenarbeit erleichtern. Zudem verlängern sie nicht nur die Zeit zum Anbauen und Ernten, sondern erhöhen beispielsweise den Ertrag und schützen die Pflanzen vor diversen Schädlingen. Wer sich ein neues, erhöhtes Beet anschaffen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Materialien, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Um sich darüber zu informieren, finden Sie hier eine Übersicht.
Hochbeete aus Metall
Je nach Ausführung gibt es hier gravierende Abweichungen in der Qualität, die von minderwertig bis hochwertig reichen. Hochklassige Stahl-Hochbeete sind äußerst hochpreisig. Eine erlesene Wertigkeit erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
- die Wandstärke beträgt mehrere Millimeter
- die Kanten sind gratfrei geschnitten
- Konstruktionen aus Cortenstahl rosten nicht durch, sondern rosten nur an
Von Hochbeeten, die aus Aluminium-Verbundplatten bestehen und mit einer Dämmung ausgestattet sind, ist abzuraten, da dieser Wärmeschutz sinnlos scheint. Nach den Wintermonaten gelangt die Wärme aufgrund der Isolierung nicht ins Beet, welches zu diesem Zeitpunkt noch kalt ist. Sind die Sommermonate vorbei, ist der Wärmeerhalt unnötig, da die verbliebenen Pflanzen durch den ersten Frost unwiderruflich geschädigt werden.
Die Vorteile eines Hochbeets aus Metall sind:
- äußerst langlebig
- aufgrund der Patina ästhetische Bereicherung des Gartens und des gesamten Außenbereichs
- viel Nutzfläche aufgrund der dünnen Wandstärke
- vielfältige Formgestaltungen realisierbar
Nachteilig sind hingegen unter anderem:
- extrem hohe Anschaffungskosten
- je nach Konstruktion ist der Aufwand beim Versetzen einfach bis ausgeschlossen
Hochbeete aus Holz

Kein anderes Material bietet so viel Natürlichkeit wie dieser Rohstoff. Die Preisspanne für entsprechende Fertigbausätze liegt weit auseinander, da unterschiedliche Holzarten in verschiedenen Qualitäten genutzt werden. Leider eignet sich auch nicht jedes Holz für eine lange Nutzungsdauer. Zu empfehlen sind beispielsweise Douglasie und Lärche. Von Birke, Buche, Esche, Fichte, Linde, Tanne und Ulme ist dagegen abzuraten.
Zu den Vorteilen eines Holz-Hochbeets zählen unter anderem:
- Naturprodukt
- ideal für naturnahe Gärten
- robust und dennoch leicht zu bearbeiten
Der Nachteil dieses Rohstoffs ist, dass je nach Bauweise der Aufwand beim Versetzen und beim Abbau etwas höher ist als bei anderen Materialien.
Hochbeete aus Stein

Hier steht Ihnen eine große Auswahl an verschiedenen Steinarten zur Verfügung. Angefangen bei Natursteinen über Ziegelsteine bis hin zu Gehwegplatten lassen sich Beete aus übrig gebliebenen Steinen realisieren, die beim Umbau oder der Umgestaltung des Hauses und des Gartens angefallen sind.
Die Vorteile eines Stein-Hochbeets sind:
- Naturprodukt
- breite Auswahl an diversen Steinmaterialien und -größen
- robust
- sehr langlebig
Folgende Nachteile hat diese Bauweise:
- nachträgliches Versetzen nur mit erheblichem Aufwand oder gar nicht möglich
- hohes Eigengewicht
- nicht für jeden Untergrund geeignet
- gegenüber anderen Materialien sehr hochpreisig
Hochbeete aus Kunststoff

Je nach Hersteller gibt es hier erhebliche Qualitätsunterschiede. Daher ist es ratsam, dass Sie sich vor dem Kauf intensiv über die jeweiligen Modelle informieren. Neben dem gewöhnlichen Plastik werden mittlerweile Recycling-Hochbeete angeboten, welche ressourcenschonend sind und mit einer exzellenten Qualität überzeugen.
Vorteilhaft bei Kunststoff-Hochbeeten ist:
- einfacher Aufbau
- breite Auswahl an diversen Formen und Größen
- viele Gestaltungsmöglichkeiten
- geringes Gewicht
- lassen sich mit wenig Aufwand abbauen, versetzen und verstauen
- preisgünstig
Demgegenüber hat dieses Material folgende Nachteile:
- künstliches Aussehen bleibt trotz diverser Imitate und verschiedener Oberflächen bestehen
- Statikprobleme bei günstigen Ausführungen
- UV-Licht macht Kunststoff porös
- kann nur über den Sperrmüll entsorgt werden
Expertentipp
Um in Ihrem Garten die Natürlichkeit zu bewahren, ist ein Hochbeet aus Holz ideal. Damit es den Witterungseinflüssen weniger stark ausgesetzt ist, empfiehlt sich ein jährlicher Anstrich, beispielsweise mit einer umweltfreundlichen Holzschutzlasur. Statt gekaufter Fertigkonstruktionen lassen sich selbstgebaute Modelle sowohl in der Größe als auch der Höhe den persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare