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Heckenpflanzen

Holunderbeeren ernten und trocknen

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Holunderbeeren ernten und trocknen

Anspruchslos gegenüber seinem Standort wächst ein Holunderstrauch fast überall. Selbst im Schatten anderer Bäume kann er Wurzeln schlagen, sofern ihm genug Wasser zur Verfügung steht. Bald erfreut er dann durch einen kräftigen Wuchs und herrlich weiße Blüten, die einen zarten und süßlichen Duft verströmen. Kurz darauf folgt die Reifung der vielseitig verwendbaren Holunderbeeren.

Worauf muss bei der Ernte von Holunderbeeren geachtet werden?

Nach der Blüte von Mai bis ungefähr Juli reifen die Holunderbeeren im Spätsommer. Zumeist sind sie Ende August oder im September bereit für die Ernte. Wichtig ist, dass die Beeren einer ehemaligen Blütendolde alle reif sind. Das ist je nach Holunderart an ihrer blauschwarzen oder dunkelroten Farbe zu erkennen. Unreife oder verfaulte Beeren gehören aussortiert. Die reifen Dolden werden komplett abgeschnitten.

Sind Holunderbeeren giftig oder gesund?

Sind Holunderbeeren giftig oder gesund


Die Antwort lautet: sie sind beides! Das erklärt sich dadurch, dass die rohen Beeren für den Menschen giftig sind. Enthaltene Glykoside können Vergiftungen bewirken, die sich durch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall äußern. Allerdings lassen sich die giftigen Inhaltsstoffe leicht durch Erhitzen auf über 80°C für mindesten 20 Minuten unschädlich machen. Bei roten Holunderbeeren ist jedoch wichtig zu beachten, dass durch das Erhitzen das Gift der Samen nicht abgebaut wird. Um eine Vergiftung zu verhindern, müssen die Samen daher bei roten Beeren zusätzlich vor dem Verzehr entfernt werden.

Nach dem Entschärfen der Giftstoffe bleiben die gesunden Inhaltsstoffe der Holunderbeeren zurück. Sie sind reich an Vitamin C und ätherischen Ölen. Antioxidantien der Beeren helfen schädliche freie Radikale abzubauen, die im menschlichen Körper bei Stress als Abbauprodukte des Stoffwechsels entstehen. Sie lassen Zellen altern und auch absterben. Ebenfalls in Holunderbeeren finden sich Gerbstoffe, die sich positiv auf die Verdauung auswirken.

Wie lassen sich Holunderbeeren trocknen?

Wie lassen sich Holunderbeeren trocknen
Um Holunderbeeren länger haltbar zu machen und gleichzeitig ihre gesunden Inhaltsstoffe zu erhalten, bietet sich das Trocknen als Verfahren an. Am einfachsten ist die Methode der Lufttrocknung. An einem dunklen, gut belüfteten und vor Nässe geschützten Ort können die Dolden mit ihren Beeren aufgehängt werden. Vorher sollten die Dolden aber von schlechten Beeren und Blättern sorgfältig befreit werden, um die Entstehung von Schimmel zu verhindern. Nach fünf bis spätestens zehn Tagen – je nach gewähltem Standort – sollten die Beeren getrocknet sein und können eingelagert werden.

Wer nicht über ausreichend Platz oder die Zeit für die schonende Lufttrocknung verfügt, kann durch eine Trocknung im Backofen dennoch Holunderbeeren auf diese Art haltbar machen. Die Beeren sollten hierfür von der Dolde gelöst werden. Es empfiehlt sich zudem der Einsatz eines Backgitters, um eine gleichmäßige Trocknung zu erreichen. Temperaturen um die 50°C sind ausreichend. Bei einem Backofen mit Umluftfunktion sollten zehn Stunden zum Trocknen genügen, ansonsten verlängert sich die benötigte Zeit.

Besonders effizient ist die Trocknung im Dörrautomaten. Hier können zugehörige Siebeinsätze mit Holunderbeeren befüllt werden – es empfiehlt sich die Siebe nicht randvoll zu machen, da sonst der Trocknungsprozess erschwert wird. Nach ca. 5 Stunden bei 50°C sind die Beeren fertig getrocknet. Die Herstellerangaben sollten in jedem Fall bei der Verwendung berücksichtigt werden.

Expertentipp

Um reife Holunderbeeren möglichst schonend und ohne Austreten des stark färbenden Saftes von ihren Dolden zu lösen, empfiehlt sich der Einsatz einer Gabel. Ganz vorsichtig lassen sich so die Beeren abstreifen und in einer Schale auffangen. Anschließend kann der enthaltene Saft weiterverarbeitet werden und hinterlässt keine Flecken auf Tischtuch oder Anziehsachen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/jaye19

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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