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Dünger

Hornspäne als Dünger nutzen

Lars Reibemann

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Man muss kein Biogärtner sein, um auf Hornspäne als Dünger zu setzen. Denn der organische Dünger, welcher abgewandelt auch als Hornmehl bekannt ist, bietet eine effektive Nährstoffquelle für den Garten und eignet sich hervorragend, wenn Sie auf knackiges Gemüse und schöne Blüte hoffen wollen. Dass der Dünger darüber hinaus umweltfreundlicher als andere Produkte ist, bekräftigt die Wahl nur noch. Was es sonst noch zu Hornspänen als Dünger zu wissen gibt, erfahren Sie hier.

Was sind Hornspäne: von Herkunft und Umweltfreundlichkeit

Bei Hornspänen handelt es sich um geschrotete Hörner von Huftieren, wobei meistens solche vom Rind zum Einsatz kommen. Während es sich hierbei eigentlich um ein traditionelles Verfahren aus der Landwirtschaft handelt, wobei Stallmist, sowie Hörner und Hufen von Schlachttieren einfach zur Düngung verwendet werden, treten hinsichtlich Beschaffung hierzulande ein paar Probleme auf. Denn der Großteil der Huftiere beziehungsweise Rinder in Deutschland wird innerhalb weniger Wochen nach der Geburt enthörnt. Das hat zur Folge, dass die meisten Hornspäne aus Südamerika stammen. Dort werden die Tiere auf weiten Weiden gehalten, weswegen die Hörner behalten werden. Wer also lediglich auf die umwelttechnischen Faktoren vertraut, wird sich bei den gängigsten Produkten im Bereich der Hornspäne eine Alternative überlegen müssen. Nichtsdestotrotz antwortet der Markt auf die Nachfrage und so wurden in den letzten Jahren auch regionale Produktionen für Hornspäne geschaffen.

Hornspäne vs. Hornmehl und Hornschrot: Unterschiede

Neben Hornspänen finden auch Bezeichnungen, wie Hornmehl und -schrot Anwendung.

  • Hornmehl: Ist die fein zermahlte Variante der Hornspäne. Die Korngröße beträgt hier nur rund einen Millimeter. Der Vorteil liegt auch genau in dieser Feinheit, denn das Mehl kann somit effektiver vom Boden aufgenommen werden.
  • Hornschrot: Hierbei handelt es sich im Grunde um eine andere Bezeichnung für Hornspäne. Die Hörner werden einfach zu einer ungefähren Korngröße von fünf Millimetern zerhackt. Während der Boden die Inhaltsstoffe in dieser Form zwar nicht so schnell aufnimmt wie beim Hornmehl, hält die Wirkung der Späne beziehungsweise des Schrotes dafür länger an. In diesem Sinne rentieren sie sich gegenüber der feineren Version.

Nährstoffe von Hornspänen

Hornspäne werden also nicht nur aufgrund ihrer organischen Beschaffenheit, sondern in erster Linie auch aufgrund Ihrer Nährstoffe als Dünger gewählt. Denn bei ihnen handelt es sich um beinahe reine Stickstoffdünger. Sie bestehen in erster Linie aus tierischem Protein, während die Anteile von Schwefel, Phosphat und Kalium nicht nennenswert sind. Dies kommt in den heimischen Gärten gerade recht, denn immer wieder wird festgestellt, dass die Böden hierzulande meist versorgt oder gar überdüngt mit jenen Nährstoffen sind. Der Vorteil: Das macht die Hornspäne quasi zu einem Universaldünger in jedem Garten.

Vorteile von Hornspänen als Dünger

Mit Hornspänen werden gleich mehrere Vorteile beim Düngen erzielt. Da es sich hierbei um eine Stickstoffquelle handelt, kommen sie in jedem Garten und auf jedem Boden gerade recht. Denn der Grund ist nicht dazu in der Lage, Stickstoff zu bilden. Stattdessen wird dieser erst durch die Zersetzung von Resten tierischen und pflanzlichen Ursprunges geschaffen. Alle Pflanzen, egal ob Gemüse, Obst oder Blumen, benötigen jedoch ausreichend Stickstoff für ein gesundes Wachstums. Somit ergeben sich konkrete mehrere Vorteile.

  • Mit Hornspänen macht man nichts falsch: Da es sich um keinen Mehrnährstoffdünger handelt, ist eine Überdosierung quasi unmöglich. Die Stickstoffquelle wird stattdessen stets genutzt und eignet sich für alle Beete.
  • Der Dünger ist organisch: Organische Dünger zeichnen sich dadurch aus, dass kein zusätzlicher Stickstoff produziert wird. Es handelt es sich daher um eine umweltfreundlichere Variante.
  • Hornspäne halten lange: Die Langzeitwirkung der Hornspäne macht das Düngen besonders einfach. So wirken Sie zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten.

Düngen mit Hornspänen: so geht’s

Mit Hornspänen wird der Boden nach der Ernte wieder mit Nährstoffen aufgefüllt. Dafür werden sie einfach auf dem Beet ausgestreut, flach mit einer Schaufel verteilt und in den Boden eingearbeitet. Nun zersetzen die vorhandenen Mikroorganismen im Boden die Späne und der Grund wird mit Stickstoff angereichert.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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