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Bäume

Ist der Judasbaum winterhart?

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Ist der Judasbaum winterhart

Der Judasbaum blüht zwischen März und Mai, zählt botanisch zur Gattung Cercis und die Pflanzen tragen überwiegend herzförmige Laubblätter. Das sommergrüne Gehölz wächst in Lagen unter 400 Meter auf kalkhaltiger, durchlässiger Erde und steinigem Boden. Er bevorzugt trockene und warme Standorte, die geschützt liegen und sonnig sind.

Die Arten der Zierpflanze

Die Arten der Zierpflanze


In Mitteleuropa spielen vier Hauptarten eine Rolle:

Gewöhnlicher Judasbaum (Cercis siliquastrum)

Er wächst ursprünglich in lichten Laubwäldern im Mittelmeergebiet und dem Vorderen Orient wächst und kann bis zu 12 Meter Höhe erreichen.

Kanadischer Judasbaum (Cercis canadensis)

Er stammt aus den Südstaaten der USA und fasziniert zusätzlich mit eindrucksvoller Herbstfärbung. Er erreicht eine Höhe bis zu fünf Meter.

Chinesischer Judasbaum (Cercis chinensis)

Er bleibt mit bis zu drei Meter Höhe und zwei Meter Breite eher klein und ist frostempfindlich.

Art Aufrechter Judasbaum (Cercis glabra)

Die Art Aufrechter Judasbaum (Cercis glabra) wird ebenfalls verwendet. Er wächst strauchartig und kann eine Höhe bis zu vier Meter erreichen.

Eine Fülle an Zuchtformen erweitert die Palette.

Faszination Blüten

Faszination Blüten
Die meistens hellrosa bis dunkelrosa gefärbten Schmetterlingsblüten bieten überwiegend Hummeln Nahrung. Überraschend ist jedoch die Stelle, an der die Blüten erscheinen: Sie entstehen am alten Holz, vorwiegend an mehrjährigen Ästen und sogar am Stamm. Nachtfröste gefährden häufig die Blüten.

Die Winterhärte im Garten

Die Winterhärte im Garten
Trotz unterschiedlicher Herkunft sind Minusgrade ein grundsätzliches Problem. Abhängig von der Sorte gibt es jedoch Unterschiede. Die größere Anzahl übersteht den mitteleuropäischen Winter im Freien nicht. Wenige Sorten eignen sich für einen dauerhaften Freilandaufenthalt.

Gute Ergebnisse zeigen ‚Rubra‘ und ‚Bodnant‘ aus der Gruppe Gewöhnlicher Judasbaum oder ‚Lavender Twist‘ aus der Gruppe Kanadischer Judasbaum. Geeignete klimatische Bedingungen bieten die Weinbauregionen im Südwesten Deutschlands oder in Franken. Auch in den trockenen, warmen Zonen der Städte hat die Pflanze Chancen. Der Kanadische Judasbaum ‚Hearts of Gold‘ zeigt sich sehr stadtverträglich und entwickelt sogar seine dekorativen, bananenförmigen Samenschoten.

Ein Schutz für den ausgepflanzten Judasbaum

Auch die „Winterharten“ benötigen einen geschützten Platz und sind für Windschutz durch Büsche oder Bäume dankbar. In der Jugend oder frisch gepflanzt ist ein rundum guter Winterschutz wichtig. Dafür bekommt die Pflanze über dem Wurzelbereich eine dicke Schicht trockenes Laub, Krone und Stamm werden in Reisig verpackt und zusätzlich mit Vlies oder Jutegewebe umhüllt. Ab fünf Jahren wächst die Widerstandskraft der Gehölze und sie überstehen Minusgrade im einstelligen Bereich. Die Sorte ‚Royal White‘ (Cercis canadensis) soll im Alter Minustemperaturen mit mehr als zehn Grad ertragen.

Die Zierpflanze in weniger günstigen Regionen

Mehrere Sorten eignen sich gut für kleine Flächen zwischen Gebäuden, die häufig auch vor Spätfrösten geschützt sind. Der Kanadische Judasbaum ‚Merlot‘ mit dunkelrotem Blattaustrieb fühlt sich in Hausnähe wohl. Sind zweistellige Minusgrade angesagt, ist jedoch dicker Winterschutz wichtig.

Die Kübelpflanze

Einige Sorten wachsen bis zu zwei Meter in Höhe und Breite und eignen sich für Pflanzkübel. ‚Rising Sun‘ oder ‚Little Woody‘ (beide Cercis canadensis) entwickeln Blüten und Fruchtschmuck im Kübel. Obwohl sie als robust ausgezeichnet sind, sollten sie vom Wurzelballen bis zur Spitze einen guten Winterschutz erhalten. Am sichersten überwintern sie in einem kühlen, hellen Raum.

Expertentipp

‚Cascading Hearts‘ (Cercis canadensis) bildet kaskadenartige, überhängende Zweige und wächst im Kübel.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Sträucher von Cercis für eine Blütenhecke verwenden?

Bisher sind keine Sorten bekannt, die sich in Mitteleuropa sicher für diese Verwendung eignen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/MykolaIvashchenko

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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