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Gemüsepflanzen

Sellerie lagern

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Sellerie lagern

Echter Sellerie oder auch Knollensellerie genannt, ist ein echtes Super-Gemüse. Es enthält verschiedene Vitamine der B-Gruppe und Vitamin E. Doch auch an Spurenelementen und Mineralstoffen mangelt es der Sellerie nicht. Kalium, Eisen und Kalzium sorgen dafür, dass auch die kalten Wintermonate gesund überstanden werden können. Ob als Püree oder als Suppeneinlage – Hobbygärtner lieben die aromatische Knollensellerie.

Knollensellerie: So gelingt der Anbau

Knollensellerie So gelingt der Anbau
Herkunft und Botanik

Sellerie kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Die Blüten und Blätter dienten den alten Ägyptern als Heilpflanze und auch als Grabbeigabe. Doch auch bei den Griechen sowie den Römern war der Echte Sellerie besonders beliebt. In Europa wurde er erst im frühen Mittelalter bekannt und lange als Arzneipflanze genutzt. Sellerie wurde bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ausschließlich in Kloster- und Hofgärten angebaut.

Besonders Menschen die an Rheuma, Gicht, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen oder Depressionen leiden, sollten viel Knollensellerie essen. Gegen Bluthochdruck wird die Sellerie bis heute noch in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. In der Ayurvedischen Medizin wird er als Heilpflanze gegen Demenz eingesetzt. Das Gemüse enthält Antioxidantien und weitere entzündungshemmende Inhaltsstoffe, welche einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf- und Immunsystem haben. Das im Sellerie enthaltene Apigin kann Krebs sogar vorbeugen. Bei Nieren- und Blasenbeschwerden hilft unter anderem der hohe Kaliumgehalt der Pflanze, da diese eine entgiftende Wirkung haben kann.

Der Knollensellerie (lat. Apium graveolens var. rapaceum) gehört als Rübe der Familie der Doldenblütler an. Meist zeichnet sich dieses Wurzelgemüse durch seinen rundlichen und bis zu 20 Zentimeter breiten Körper aus. Knollensellerie kann bis zu einem Kilogramm schwer werden. Das Fruchtfleisch ist weiß, bis cremefarben und weist eine feste bis schwammige Konsistenz auf. Die Schale des Echten Sellerie kann grau-braun, aber auch gelblich-weiß sein.

Anzucht

Im Normalfall wird Knollensellerie vorgezogen und dann gepflanzt. Die Anzucht der Jungpflanzen kann im März beginnen, diese dauert circa 6 bis 8 Wochen. Hierfür eignet sich ein Gewächshaus oder eine Fensterbank, wo ab Februar bei 16 bis 20 Grad Celsius ausgesät werden kann. Die Keimlinge können dann bei etwa 15 Grad Celsius kühl gestellt werden. Eine Wässerung sollte hierbei nur sparsam erfolgen, pikiert wird, sobald die Sämlinge groß genug sind.

Setzen

Die Sämlinge sind nun in Kisten oder Töpfen zu setzen. Haben sich kräftige und gut bewurzelte Jungpflanzen entwickelt, können die Sellerie-Zöglinge in ein sonniges bis halbschattiges Beet gesetzt werden. Die Knollensellerie ist ein Starkzehrer und wächst am besten auf fruchtbaren, gut gelockerten und feuchten Böden. Ein humusreicher und sandiger Lehmboden eignet sich für dieses Gemüse besonders gut. Die Setzlinge sind möglichst hoch in die Erde zu setzen, damit sich die Knollen gut ausbilden können. Bei zu tiefer Pflanzung kommt es zu Verformungen der Wurzeln, was die Qualität der Knollen beeinträchtigt.

Pflege

Regelmäßiges hacken und lockern ist unerlässlich, da die Knollensellerie verdichtete Böden nicht gut verträgt. Die Selleriepflanzen sind ausreichend zu wässern und Trockenheit zu verhindern. Der größte Wasserbedarf besteht hierbei von Mitte August bis Anfang Oktober – zu dieser Zeit sollte nach Möglichkeit 2 Mal täglich gewässert werden.

Hornspäne eignen sich als organischer Dünger, da diese die Sellerieknolle nicht hohl werden lässt. Unter Hobbygärtnern hat es sich zudem bewährt, die Pflanzen ab und zu mit salzhaltigem Kochwasser zu gießen. Gedüngt werden sollte jeweils im Sommer und im Herbst unter anderem mit Steinmehl oder geringen Mengen Kalk.

Die richtige Lagerung

Die richtige Lagerung
Knollensellerie kann im Gemüsefach des Kühlschranks noch bis zu 2 Wochen haltbar sein. Hierfür wird er am besten in ein feuchtes Tuch eingewickelt. Wird das rohe Gemüse in Stücken luftdicht eingefroren, so kann dies die Haltbarkeit auf bis zu 6 Monate verlängern. Wurde der Sellerie zuvor gekocht und dann eingefroren, kann dieser bis zu 3 Monate im Gefrierschrank gelagert werden, ohne wesentlich an Geschmack zu verlieren. Vorheriges Blanchieren ist nicht notwendig.

Frischer Knollensellerie ist trocken und fest. Gibt dieser auf Druck nach, ist dies ein Anzeichen für dessen Verfall. Dunkelbraune Stellen weisen ebenfalls darauf hin, dass das Gemüse nicht mehr genießbar sein könnte. Eine Lagerung neben Äpfeln sollte aufgrund deren ausgesonderter Reifegase vermieden werden.

Vielseitige Zubereitungsmöglichkeiten

Vielseitige Zubereitungsmöglichkeiten
Die Knolle wird für die Zubereitung von den Blättern befreit und großzügig geschält. Verwendet man nicht die ganze Knolle, so verkürzt sich die Garzeit erheblich. Hierfür wird diese einfach in gleichmäßig große Scheiben oder Würfel geschnitten. Das Wintergemüse sollte zwar gar sein, aber nicht zerfallen. Für ein optimales Garen wird ein Topf mit der Knollensellerie und kaltem Wasser befüllt. Das Wasser wird dann langsam zum Köcheln gebracht, was eine schonendes Garen ermöglicht. Um noch mehr Nährstoffe zu erhalten, kann das Knollengemüse auch gedämpft werden. In Kombination mit Lauch oder Möhren ist Sellerie eine schmackhafte Gemüsebeilage. Er ist ebenfalls geeignet für Rohkostsalate, Püree, Suppen und Gratins.

Rezeptempfehlung:

Zutaten für leckere Sellerieschnitzel:

  • 1 Knollensellerie
  • 1 verschlagenes Ei
  • Ausreichend Paniermehl
  • Salz und Pfeffer
  • Mehl
  • Butter und Öl zum Anbraten

Zubereitung:

Zunächst wird der Knollensellerie geputzt, geschält und in circa 1,5 Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Anschließend werden diese für ungefähr 10 Minuten bissfest gegart. Sobald die gekochten Selleriescheiben abgekühlt sind, können sie mit Mehl, dem verschlagenen Ei und Paniermehl paniert werden. Nun wird jeweils 1 Esslöffel Butter und Öl in die Pfanne gegeben und erhitzt. Die Sellerieschnitzel sind nun für circa 5 Minuten auf jeder Seite goldbraun anzubraten. Gewürzt werden sollten sie dann vor dem Servieren.

Zu diesen vegetarischen Schnitzeln passen besonders gut Kartoffelpüree und Bratkartoffeln.

Expertentipp

Da Knollensellerie frostempfindlich ist, muss dieser vor den ersten Nachtfrösten im Oktober geerntet werden. Hierfür ist der Sellerie vorsichtig aus dem Boden zu heben und mit der Hand von der rückständigen Erde zu befreien. Um ihn möglichst gut zu lagern, sollte die Knolle nach der Ernte nicht abgewaschen werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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