Sind die Pflanzen im Garten mit einem weißen Belag überzogen, handelt es sich meist um Mehltau. Für Gärtner stellt sich nun zwangsläufig die Frage, ob die befallenen Pflanzen und besonders der Verzehr von Früchten befallener Pflanzen für den Menschen giftig ist. Was es im Umgang mit den betroffenen Pflanzen zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Die Entstehung von Mehltau
Bei Mehltau handelt es sich um einen Pilzbefall einer Pflanze. Es wird zwischen Echtem und Falschem Mehltau unterschieden. Der Echte Mehltau ist an der Blattoberfläche erkennbar, während sich der Falsche Mehltau an der Blattunterseite ausbreitet.
Der Echte Mehltau bildet sich bei Wärme und Trockenheit, besonders wenn im Frühjahr die Tage warm und die Nächte kühl sind. Diese Temperaturschwankungen verursachen Tau auf den Blättern, der die Ausbreitung des Pilzes begünstigt. Der Falsche Mehltau entsteht hingegen bei feuchtem Klima, weshalb beispielsweise Gewächshauspflanzen häufig von dieser Sorte des Mehltaus befallen werden.
Schädlichkeit von Mehltau für den Menschen
Prinzipiell ist Mehltau für gesunde, erwachsene Menschen ungefährlich. Somit könnten auch die Früchte befallener Pflanzen nach gründlicher Reinigung ohne Probleme verzehrt werden.
Anders sieht es bei Personen mit einem schwachen Immunsystem aus, beispielsweise Kinder, Senioren oder Allergiker. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Penicillin Allergie. Bei diesen Personengruppen kann es bei Kontakt oder Verzehr zu Symptomen wie Atemproblemen, Magenbeschwerden, Juckreiz oder Hautausschlag kommen.
Umgang mit befallenen Pflanzen

Bei der Arbeit mit befallenen Pflanzen schützen eine Atemschutzmaske und Handschuhe. Auf diese Weise werden die Pilzsporen nicht eingeatmet und auch nicht versehentlich verzehrt, wenn sie an den Fingern haften bleiben. Die Früchte befallener Pflanzen können verzehrt werden, sofern diese gut gereinigt wurden. Bei Unsicherheit hinsichtlich Empfindlichkeit oder Allergien sollte auf den Verzehr verzichtet werden.
Bei einem leichten Befall können bereits einfache Hausmittel eine große Wirkung zeigen. Hier eignen sich je nach Sorte des Mehltaus verschiedene Gemische, wie beispielsweise Wasser und Milch, zum Besprühen der Pflanzen. Bei einem fortgeschrittenen Befall werden alle betroffenen Blätter und Pflanzenteile zurückgeschnitten. Diese sollten Sie über den Hausmüll entsorgen. Ggf. können zusätzlich Fungizide eingesetzt werden.
Expertentipp
Um einem Befall durch Mehltau vorzubeugen, sollten Sie Ihre Pflanzen stets morgens bewässern, ohne dabei von oben über die Blätter zu gießen. Die Erde sollte bereits angetrocknet sein. Nur so verhindern Sie, dass zu viel Feuchtigkeit eine Pilzbildung fördert. Gewächshäuser sollten regelmäßig gut durchgelüftet werden.
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