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Unkraut, Moos & Schimmel

Wie wirkt Schwefel gegen Mehltau?

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Wie wirkt Schwefel gegen Mehltau

Bei schwerem Befall mit Mehltau ist manchmal mit natürlichen Mitteln einfach nichts mehr zu machen. Dann kann man nur noch mit der chemischen Keule eingreifen. Das erste Mittel, das viele Gärtner dann empfehlen, ist Schwefel. Doch wie wirkt er und wann ist sein Einsatz sinnvoll?

Wann hilft Schwefel gegen Mehltau?

Wann hilft Schwefel gegen Mehltau


Schwefel, oder genau genommen Netzschwefel, ist vor allem gegen den echten Mehltau effektiv. Diesen erkennen Sie daran, dass er sich vor allem an der Oberseite der Blätter zeigt und leicht abwischen lässt. Tritt der Belag dagegen an der Unterseite der Blätter auf und ist nicht oder nur sehr schwer abwischbar, handelt es sich höchstwahrscheinlich um den falschen Mehltau. Gegen ihn ist Schwefel kaum wirksam und es ist daher besser, wenn Sie ein anderes chemisches Präparat wählen. Auch bei Befall mit echtem Mehltau sollten Sie jedoch nicht sofort zu Schwefel greifen. Vor allem, wenn es sich um Nutzpflanzen handelt, deren nicht befallene Teile Sie noch essen wollen, sollten Sie es zuerst mit weniger giftigen Alternativen versuchen.

Wie wendet man Schwefel an?

Wie wendet man Schwefel an
Mischen Sie etwa 20 bis 40 Gramm Schwefel mit 10 Litern Wasser und sprühen Sie die Mischung auf die befallenen Pflanzen. Wählen Sie dazu einen warmen Tag und einen Zeitpunkt, zu dem die Sonne nicht prall auf die zu behandelnden Stellen scheint. Am besten wirkt Schwefel bei Temperaturen zwischen 16 und 28 °C. Darüber sollte er nicht angewandt werden und unter 10 °C ist die Verwendung nicht mehr sinnvoll, da die Wirkung zu schwach ist. Wiederholen Sie die Behandlung in Abständen von etwa vier Wochen, vorzugsweise in der Zeit von März bis Juni.

Wie wirkt Schwefel?

Wie wirkt Schwefel
Die Schwefelpartikel lagern sich auf den Blattoberflächen ab und reagieren unter Einfluss von Wasser und Sonnenlicht mit dem Sauerstoff in der Luft. Es entsteht Schwefeldioxid, das auch schon in kleinen Mengen giftig für den echten Mehltau ist. Auch Schorf und manche Schadinsekten lassen sich damit bekämpfen.

Was spricht gegen den Einsatz von Schwefel?

Mit Schwefel besprühte Pflanzen sollten lieber nicht mehr gegessen werden. Zudem ist das Mittel auch für viele nützliche Insekten, wie zum Beispiel Marienkäfer, giftig. Eine wichtige Ausnahme sind allerdings Bienen. Schwefel ist auch für viele Wasserlebewesen giftig und sollte daher auf keinen Fall in Gewässer gelangen. Nicht umsonst wird er auch zur Desinfektion von Schwimmbecken verwendet. Vor allem die kleineren Wasserbewohner, von denen sich Fische ernähren, sind gefährdet. Wenden Sie das Mittel daher nicht in der Nähe eines Gartenteiches oder bei sehr regnerischem Wetter an und achten Sie auf korrekte Entsorgung der Packung und Restbestände.

Expertentipp

Auch Schwefel kann keine Wunder wirken. Entfernen Sie daher vor der Behandlung alle sichtbar befallenen Pflanzenteile und verbrennen Sie sie. Ist das nicht sofort möglich, lagern Sie sie in einem geschlossenen Behälter oder Sack, damit keine Sporen an die Luft gelangen und vertragen werden können. Reinigen Sie bei der Entfernung verwendete Gegenstände, wie Gartenschere und Handschuhe gründlich, bevor Sie sie wieder benutzen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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