Der Kakibaum bringt köstliche, süße Früchte hervor und lässt sich teilweise auch in Deutschland anbauen oder zumindest im Kübel kultivieren. Er kann über Samen oder Stecklinge vermehrt werden. Wie das funktioniert, zeigen wir hier.
Wie funktioniert die Vermehrung über Samen?
Kaki aus Samen zu ziehen ist an sich einfach, erfordert jedoch etwas Geduld und die richtige Vorbereitung. Samen sind im Handel für exotische Pflanzen erhältlich. In den Früchten aus dem Supermarkt finden sie sich hingegen ausgesprochen selten. Sie benötigen zunächst eine sogenannte Stratifizierung. Das bedeutet, dass sie für etwa zwei Monate im Kühlschrank gelagert werden. Dazu werden sie auf ein leicht feuchtes Tuch in ein dicht schließendes Behältnis gegeben. Die Kälte im Kühlschrank stellt den Winter nach und aktiviert die Saat zur Keimung.
Danach wird wie folgt verfahren:
Aussaat
In Keimungsgefäßen mit Anzuchterde werden die Samen leicht mit dem Substrat bedeckt. Eine dünne Schicht reicht aus, da die Saat viel Licht benötigt.
Befeuchten
Mit einem Wassersprüher wird die Erde leicht befeuchtet. Sie sollte nicht nass sein, da Staunässe schnell problematisch wird.
Abdecken
Mit Folie, einer Scheibe Plexiglas oder direkt in einem Zimmergewächshaus wird eine Abdeckung erzeugt. Hierdurch bleibt das Substrat länger feucht und Temperaturschwankungen erfolgen allmählich. Ein tägliches Lüften verhindert, dass sich Schimmel oder Fäulnis bilden.
Richtigen Standort wählen
Für die Keimung braucht die Kaki eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius und viel Licht. Ideal ist daher beispielsweise eine Fensterbank Richtung Süden.
Keimung
Bereits nach zwei bis vier Wochen zeigen sich die ersten Sprossen. In dieser Zeit sollte das Substrat stets leicht feucht gehalten werden.
Pikieren
Wenn die Jungpflanzen etwa fünf Zentimeter hoch sind, werden sie vereinzelt und in größere Pflanzgefäße gesetzt. Sie benötigen zu diesem Zeitpunkt kein Gewächshaus und keine Abdeckung mehr. Regelmäßiges Wässern ist aber dennoch erforderlich.
Das Problem bei der Vermehrung der Kaki durch Samen ist, dass die Eigenschaften der jeweiligen Mutterpflanze bei den Jungpflanzen nicht garantiert sind.
Kaki durch Stecklinge vermehren

Kakibäume sind oftmals veredelt, damit verschiedene Eigenschaften miteinander kombiniert werden können. Dadurch sind die Pflanzen beispielsweise widerstandsfähiger. Dennoch finden sich kaum Informationen über diese Art der Vermehrung.
Ein mögliches Vorgehen gestaltet sich wie folgt:
Stecklinge gewinnen
Wenn im Frühjahr neue Triebe sprießen, können 15 bis 20 Zentimeter lange sogenannte Kopfstecklinge gewonnen werden.
Untere Blätter entfernen
Am unteren Ende des Triebs werden alle Blätter abgeschnitten. Das schont die Kräfte und gibt einen Abschnitt für die Bildung von Wurzeln frei.
In Substrat einbringen
Die Stecklinge werden schlicht in das Substrat gesteckt und an einen hellen, warmen Standort verbracht.
Feucht halten
Die Erde sollte feucht gehalten werden, damit sich Wurzeln bilden können. Ein Anzeichen für den Erfolg der Vermehrung ist es, wenn neue Blätter wachsen.
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