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Kirschbaum selbstbefruchtend

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Kirschbaum selbstbefruchtend

Wer einen Kirschbaum im Garten pflanzt, tut dies nicht nur wegen der hübschen Blüte und der Optik des Baums. Ein guter Ertrag im Spätsommer ist für die meisten Hobbygärtner mindestens genauso wichtig. Damit die Befruchtung sichergestellt und eine reiche Ernte zu erwarten ist, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Selbstbefruchtende Kirschbaumsorten sichern jedoch den Ertrag, auch wenn keine weiteren Bäume für eine Fremdbestäubung in der Nähe wachsen.

Der Befruchtungsvorgang

Grundsätzlich bilden sich nur Früchte, wenn die Samenanlagen der Blüten befruchtet werden. Nur wenn der männliche Blütenstaub auf die Narbe in einer weiblichen Blüte gelangt, kommt es zur Befruchtung. Die Übertragung des Blütenstaubs übernehmen bei allen Obstbäumen verschiedene Insekten.

Der Unterschied zwischen Fremdbefruchtung und Selbstbefruchtung

Bei einigen Obstbäumen, so auch bei den Kirschbäumen, gibt es Sorten, die nur durch Fremdbefruchtung Früchte tragen und solche, die selbstbefruchtend sind.

Für eine Fremdbefruchtung muss der Blütenstaub eines anderen Baums gleicher Sorte auf die Narbe gelangen, damit der Baum Früchte entwickelt.

Bei Sorten, die durch Selbstbefruchtung Früchte tragen, funktioniert die Befruchtung auch, wenn der Blütenstaub aus derselben Blüte oder vom selben Baum stammt. Es müssen also keine weiteren Bäume gleicher Art in der Nähe wachsen. Die Eigenschaft der Selbstbefruchtung schließt jedoch eine Fremdbefruchtung nicht aus.

Selbstbefruchtende Kirschbaumsorten

Selbstbefruchtende Kirschbaumsorten


Apfel- und Birnbäumen tragen grundsätzlich nur Früchte durch eine Fremdbefruchtung. Bei Kirschbäumen gibt es fremd- und selbstbefruchtende Sorten. So sind die meisten Sauerkirschensorten selbstbefruchtend.

Bei den Süßkirschen gibt es indes nur einige wenige Sorten, die durch Selbstbefruchtung Früchte tragen. Die bekanntesten Sorten sind:

  • Sorte Erika
  • Sorte Paulus
  • Sorte Swing
  • Sorte Van

Die Befruchtung sichern

Die Befruchtung sichern
Auch bei den selbstbefruchtenden Sorten erfolgt die Bestäubung durch Insekten. Insbesondere Bienen, Hummeln und Schwebfliegen sind für die Befruchtung zwingend notwendig, denn sie übertragen den Blütenstaub auf die Narbe, während sie vom Nektar der Blüte naschen.

Es ist daher wichtig, den so notwendigen Insekten ein passendes Umfeld zu bieten. Werden in der Nähe des Kirschbaums insektenfreundliche Pflanzen kultiviert, können Bienen, Hummeln und andere Insekten sehr einfach angelockt werden.

Als insektenfreundliche Bepflanzung eignen sich alle Frühjahrsblüher sowie alle heimischen Blütensträucher bestens. Auch wenn viele exotische Pflanzen im Garten sehr attraktiv sind, eignen sie sich zum Anlocken der heimischen Insekten meist nicht so optimal wie die heimischen Blühpflanzen.

Auch gute Unterschlupfmöglichkeiten für Insekten sind ideal, um die für die Befruchtung so nützlichen Helfer dauerhaft im Garten anzusiedeln. Insektenhotels, aber auch Naturmauern, altes Holz oder Laubhaufen werden gern von den Insekten als Unterschlupf angenommen und locken diese dauerhaft in den Garten.

Zusätzliche Pollenspender ganz in der Nähe des Kirschbaums erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Blüten von vielen Insekten angeflogen werden. Meist reichen als zusätzliche Pollenspender ein paar blühende Zweige in einem Wassereimer bereits aus.

Expertentipp

Auch bei selbstbefruchtenden Kirschbaumsorten ist eine Fremdbestäubung von Vorteil, denn dies erhöht den Ertrag. Es ist daher sinnvoll mindestens 2 Bäume gleicher Sorte zu pflanzen, wenn die Ernte garantiert gut ausfallen soll.

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Bildquellen:

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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