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Eine Katze an den Garten gewöhnen

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Katze an den Garten gewöhnen

Katzen genießen es, im Freien die Umgebung zu erschnuppern, zu beobachten und ausgelassen zu spielen. Einer Katze sollte man regelmäßig den nötigen Freiraum bieten, um sich ausgiebig austoben zu können. Insbesondere der heimische Garten ist ein geeigneter Ort dafür, um seine Katze an den Freigang zu gewöhnen.

Bevor die Katze jedoch allein im Freien auf Entdeckungstour gehen kann, gibt es verschiedene Dinge zu beachten. War die Katze zuvor lediglich in der Wohnung unterwegs, so kann es sich als etwas kompliziert gestalten, das Tier an den Garten und die ungewohnten Geräusche zu gewöhnen. Um die Katze schrittweise auf Spaziergänge an der frischen Luft vorzubereiten, benötigt man vor allem Geduld und ein wenig Übung.

Grundvoraussetzungen für den Freigang der Katze

Grundvoraussetzungen für den Freigang der Katze


Bevor man die Erziehung der Katze zum Freigänger beginnt, sollte sichergestellt sein, dass der Garten sich hierfür eignet. Sollte sich eine belebte Straße oder auch ein aggressiver Nachbarshund in der näheren Umgebung befinden, so kann dies dafür sprechen, dass die Katze besser in der Wohnung bleibt oder maximal ein gesicherter Freigang eine Möglichkeit darstellt.

Ist man gerade erst umgezogen, so sollte die Katze genügend Zeit haben, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Fühlt die Katze sich bisher nicht zu Hause, so besteht bei einem verfrühten Freigang das Risiko, dass die Katze nicht zurückkehrt. Generell gilt eine Eingewöhnungszeit von vier bis sechs Wochen als empfehlenswert, um die Katze zum ersten Mal in den Garten zu lassen.

Ein weiterer Punkt, welche vor dem ersten Freigang der Katze beachtet werden sollte, ist das Vorhandensein eines Mikrochips. Verfügt die Katze über einen solchen Chip, so kann sie dem Besitzer zugeordnet werden, sollte sie doch einmal verloren gehen.

Aus gesundheitlichen Gründen sollte die Katze ausreichend geimpft sein bevor man sie nach draußen lässt. Ein Tierarzt kann Auskunft darüber geben, welche Impfungen in diesem Fall sinnvoll sind. Zusätzlich sollte das Tier gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten geschützt sein. Freigänger-Katzen sollte man zudem häufiger einer Wurmkur unterziehen als es bei Haus-Katzen notwendig ist.

Sind diese Grundvoraussetzungen erfüllt, so kann man mit der schrittweisen Eingewöhnung der Katze an den Freigang im Garten beginnen.

Freigang im Garten mit Katzengeschirr

Freigang im Garten mit Katzengeschirr
Da der Garten für die Katze unter Umständen etwas vollkommen Unbekanntes darstellt, sollte ihr zunächst Sicherheit in Form eines Katzengeschirrs geboten werden, mit dem man sie durch den Garten führt. Viele Katzen fühlen sich auf diese Weise geschützter und können außerdem nicht wegrennen für den Fall, dass sie doch panisch reagieren.

Es ist empfehlenswert, die Katze mit dem Geschirr etwa zwei Wochen lang durch den Garten zu begleiten und ihr dabei die Möglichkeit zu geben, die neue Umgebung ausgiebig und völlig stressfrei zu erkunden. Zusätzlich ist es sinnvoll, dabei mit entspannter, leiser Stimme zu dem Tier zu sprechen, da dies das Gefühl von Geborgenheit und Schutz unterstützt. Es ist wichtig, dass währenddessen die Tür zum Haus grundsätzlich offen steht. So kann die Katze selbst entscheiden, ob sie wieder reingehen möchte. Optimal ist die Anbringung einer Katzenklappe.

Für den Fall, dass die Katze das Katzengeschirr vehement ablehnt, sollte man sie nicht dazu zwingen, es zu tragen. In diesem Fall sollte man die Katze jedoch zunächst in den Garten begleiten und sie nicht aus den Augen lassen.

Entfernen des Katzengeschirrs

Nach zwei Wochen begleiteter Freigänge mit dem Katzengeschirr kann dies entfernt werden. In der Regel fühlt sich die Katze zu diesem Zeitpunkt sicher genug, sollte aber dennoch nur in Begleitung in den Garten gelassen werden. Nach wie vor sollte die Tür zum Haus geöffnet bleiben, damit stets die Möglichkeit zum Rückzug gegeben ist. Damit man der Katze beibringen kann, im Zweifelsfall den Weg nach Hause zu finden, sollte man sie regelmäßig vom Haus aus bei ihrem Namen rufen und ihr so die Richtung weisen.

Freigang auf eigene Faust

Sobald man das Gefühl hat, dass sich die Katze an die neue Umgebung gewöhnt hat und auch ohne nach ihr rufen zu müssen den Weg zurück nach Hause findet, kann sie den Garten auf eigene Faust betreten. Damit sich das Tier besser einprägen kann, wo ihr Zuhause ist, ist es sinnvoll, an der Haus- oder Terrassentür eine Schale mit Futter aufzustellen. Zusätzlich dient dies zu ihrer Stärkung zwischendurch.

Expertentipp

Sowohl Kater als auch Katzen sollten vor ihrem ersten Freigang kastriert werden, damit es nicht zu unerwünschtem Nachwuchs kommt, wenn das Tier auf andere Artgenossen trifft. Ein weiterer Vorteil einer Kastration ist, dass die Katze sich ruhiger zeigt und nicht so weit vom Haus entfernt. Grund dafür ist, dass das Tier keine weiten Strecken zurücklegen muss, um sich das passende Männchen oder Weibchen zur Fortpflanzung auszusuchen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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