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Schädlinge

Katzen aus dem Garten vertreiben

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Katzen aus dem Garten vertreiben

Aufgewühlte Beete, zerstörte Keimlinge oder unappetitliche Hinterlassenschaften auf dem Rasen – die majestätisch anmutenden Samtpfoten sind zwar liebenswürdige Hausgenossen, doch verzichten Gärtner in der Regel dankend auf ihre Anwesenheit. Glücklicherweise gibt es neben dem Anbau intensiv duftender Pflanzen und dem Ausbringen abschreckender Düfte zahlreiche weitere Haus- und Hilfsmittel, um Katzen aus dem Garten zu vertreiben.

Ausbringen von Katzengranulat

Ausbringen von Katzengranulat


Katzen besitzen einen besonders ausgeprägten und empfindlichen Geruchssinn. Gerüche nehmen für Katzen einen anderen Stellenwert als für uns Menschen ein. So bestimmen sie maßgeblich das Gebaren und Revierverhalten der Vierbeiner. Spezielle Düfte und Gerüche wirken auf ihren hochentwickelten Geruchssinn abstoßend. Zu diesen intensiv riechenden Stoffen gehören unter anderem:

  • Knoblauch
  • Zitrone
  • Pfeffer
  • Kaffee
  • Essig

Neben den typischen Hausmitteln bietet sich auch die Anwendung spezieller im Handel käuflicher Katzensprays an. Erhältlich sind diese Produkte alternativ in Form von Katzengranulat. Das nachhaltige Produkt bietet je nach Witterung einen Schutz über vier bis fünf Wochen. Für Menschen verströmt das Granulat einen angenehmen Geruch. Für eine Gartenfläche von etwa 50 Quadratmetern bedarf es 200 Gramm des Materials.

Rasensprenger oder Wasserpistole

Rasensprenger oder Wasserpistole
Wasser ist für Hauskatzen ebenso wie für jedes andere Lebewesen lebensnotwendig, doch vermeiden sie jeden anderen Kontakt mit dem kühlen Nass tunlichst. Diese Aversion gegen Wasser lässt sich auf die Angst vor dem Verlust des Körpergeruchs zurückführen. Für uns lässt sich diese Eigenschaft prima zur Abschreckung von Katzen missbrauchen. Neben der aktiven Nutzung einer Wasserpistole oder eines herkömmlichen Gartenschlauchs bietet sich ein vollautomatischer Rasensprenger zur permanenten Überwachung des Gartens an. Mit einem elektronischen Bewegungssensor ausgestattet versprüht der Sprenger nach Signalmeldung einen Wasserstrahl über eine Reichweite von bis zu zehn Metern in die jeweilige Richtung.

Katzenabwehr via Ultraschall

Katzenabwehr via Ultraschall
Ein weiteres technisches Hilfsmittel steht Gartenbesitzern mit einem auf Ultraschall basierenden Katzenschreck zur Verfügung. Die mit Infrarot-Sensorik ausgestatteten Geräte erkennen eindringende Katzen und lassen im Zuge dessen ein Alarmgeräusch vertönen. Für Menschen oder Singvögel ist das Geräusch dank seiner hohen Frequenz nicht vernehmbar. Für das hochsensible Gehör eines Stubentigers hingegen wird der Alarm als störend oder gar beißend vernommen. Der Betrieb des Ultraschall-Geräts erfolgt entweder vollautomatisch via Solarmodul oder Batterien. Doch nicht nur Katzen, auch andere Tiere sind in der Lage, die Alarmtöne zu registrieren. Nützlinge wie Igel könnten den Garten mitunter dauerhaft meiden.

Beete vor Schäden schützen

Überwiegend frisch angelegte Beete lenken die Aufmerksamkeit auf sich, da sich die gelockerte Erde wunderbar als Katzentoilette zweckentfremden lässt. Engagiert und voller Fleiß buddeln Katzen eine Mulde und zerstören oder verrücken dabei zuvor ausgesetzte Keimlinge und Saatgut. Bevorzugt ist überwiegend trockenes und aufgelockertes Erdreich. Um Katzen die Freude an Beeten zu nehmen und Schäden durch Graben vorzubeugen, eignen sich folgende Maßnahmen:

  • Erdreich mulchen
  • Strauchschnitt zwischen den Beeten verteilen
  • Gartenvlies auslegen
  • Beete mit Drahtrost schützen
  • Erde stets feucht halten

Haben Keimlinge und Pflanzen eine gewisse Größe erreicht und das Erdreich durchwurzelt, ist die Gefahr gebannt. Da Freiflächen und feines Substrat favorisiert werden, eignen sich Rindenmulch oder grobe Borkenrinde zur Abdeckung zwischen Zierpflanzen.

Anschaffung einer eigenen Katze

Zwar ist die Haltung einer eigenen Katze aus diversen Gründen nicht für jeden betroffenen Gartenbesitzer geeignet, doch erweist sich diese Methode als besonders effektiv und energieschonend. Katzen jedes Geschlechts halten ihr eigenes Revier nicht nur sauber, sondern dulden dank ihres ausgeprägten territorialen Verhaltens keine Nebenbuhler im persönlichen Revier.

Expertentipp – Pfefferminze, Zitronengras und Lavendel

Am besten gelingt die Vertreibung nach wie vor über die altbewährte olfaktorische Kriegsführung. Katzengranulat, Kaffee oder Pfeffer sorgen zwar kurzzeitig für Abhilfe, verursachen aber laufenden Aufwand und Kosten. Zielführender ist das Ansiedeln verschiedener Duftpflanzen, deren ätherische Öle auf den sensiblen Geruchssinn der Vierbeiner schlagen. Neben ihrer Funktion als natürlicher Katzenschreck ergänzen besagte Pflanzen jeden Kräutergarten optimal. Als potenzielle Kandidaten kommen in Frage:

  • Lavendel
  • Pfefferminze
  • Currykraut
  • Zitronengras
  • Storchschnabel
  • Weinraute

Da der Pflanzenduft sich abhängig von Witterung und Windrichtung nur auf ein lokal begrenztes Gebiet beschränkt, ist eine großflächige Ausbringung der Gewächse im gesamten Garten sinnvoll. Da einige Pflanzen Katzen nahezu magisch anziehen, ist die gleichzeitige Entfernung dieser ratsam. Zu diesen gehören beispielsweise Katzenminze, Amur-Strahlengriffel oder Baldriangewächse.

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© www.istockphoto.com/Nils Jacobi
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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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