Hochstrebende Gewächse nutzen die Vertikale und verwandeln aufgrund ihrer Leidenschaft fürs Klettern selbst kleine Gärten oder Höfe in blühende Paradiese. Manche von ihnen klammern sich an Mauern und Hauswänden fest, andere sind auf Rankhilfen angewiesen. Je nach Art bevorzugen sie sonnige, halbschattige oder schattige Lagen.
Kletterpflanzen für Schattenbereiche
Diverse Ranker sind an ihren ursprünglichen Gefilden in Wäldern zuhause. Das dichte Blätterdach lässt nur wenig Lichteinfall zu. Indem sich nach oben treibende Spezies an Bäumen und Sträuchern festkrallen und an ihnen emporklimmen, versuchen sie etwas mehr Helligkeit zu erhaschen.
Schatten bereitet diesen Kletterpflanzen keine Probleme:
- Efeu
- Immergrünes Geißblatt
- Kletterspindel
- Kletterhortensie
- Pfeifenwinde
Rankgewächse für sonnige Lagen

Die Sonnenanbeter unter den Kletterpflanzen kommen mit Licht- und Sonnenmangel nicht zurecht. Fehlende Helligkeit reduziert ihre Wuchs- und Blühfreude enorm. Diese Exemplare werden zudem an lichtarmen Plätzen häufig von Schadinsekten heimgesucht. Es sind vor allem Blattläuse, die sich am Pflanzensaft laben und eventuell Pilzkrankheiten verbreiten.
Folgende Rankgewächse gedeihen an sonnigen Standorten am besten:
- Kletterrose
- Blauregen
- Trompetenblume
Klimmer für den Halbschatten

Einer weiteren Kategorie ist sowohl pralle Mittagshitze als auch dauerhafter Schatten zuwider. Fließende Übergänge erfüllen die Bedürfnisse von Halbschattenpflanzen, wobei die sonnenliebenden Gewächse meist auch mit leicht gedämpftem Licht vorlieb nehmen, eventuell mit etwas weniger Blüten. Selbst den Schatten favorisierende Vertreter kommen mit ein wenig Sonne klar.
Zu den Kletterpflanzen, die bezüglich Sonne und Schatten keine Extreme mögen, gehören:
- Waldreben (Clematis)
- Blauregen
- Goldgeißblatt
- Wilder Wein
- Schlingknöterich
- Winterjasmin
- Hopfen
- Baumwürger
Kletterndes Obst
An Spalieren kultivierte Apfel-, Birn-, Kirsch- und Pfirsichbäume werden in diese Wuchsform gezogen. Im Gegensatz dazu gehören Kiwi und Weintrauben zu den Lianenartigen, deren Äste an senkrechten Gebilden emporsteigen und im Laufe der Zeit verholzen. Obst verlangt nach sonnigen Standorten, damit die Ernte süß und aromatisch schmeckt.
Einjährige Kletterpflanzen
Bei den bisher aufgeführten Gattungen handelt es sich um ausdauernde Sträucher oder Stauden mit rankenden Eigenschaften. Hinzu gesellen sich einjährige Kletterer, die sich lediglich eine einzige Vegetationsperiode entfalten und danach absterben. Zu ihnen gehören diverse Gemüsesorten, die neben Blüten auch köstliche Früchte liefern:
- Sonne: Schwarzäugige Susanne, Prunkwinden, Stangenbohnen, Gurken, Kürbisse
- Halbschatten: Kapuzinerkresse, Glockenrebe
- Schatten: Jiaogulan
Expertentipp
„Fuß im Schatten und Kopf in der Sonne“ lautet die Empfehlung der Gartenspezialisten bei Clematis. Während die Gewöhnliche Waldrebe, die in Mitteleuropa zuhause ist, relativ wenig Anforderungen an den Standort stellt, geben sich durch Kreuzungen gezüchtete Hybriden wählerischer. Damit sie einen reichen Blütenflor hervorbringen, benötigen sie eine schattige Basis. Entweder halten mittelgroße Stauden, Steine oder halbierte Pflanzentöpfe die Sonne vom Wurzelbereich fern.
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