Wer seinem Garten etwas mehr Form geben möchte, kommt an Bäumen mit kugelförmiger Krone kaum vorbei. Im folgenden Artikel finden Sie eine kleine Auswahl aus dem inzwischen riesigen Angebot.
Bäume, die von Natur aus einen kugeligen Kronenwuchs haben
In Baumschulen gibt es mittlerweile viele Baumarten, die von Natur aus eine kugelförmige Krone bilden und somit recht pflegeleicht sind.
Kugeltrompetenbaum – Catalpa bignonioides
Der Kugeltrompetenbaum ist ein mittelgroßer Baum, max. 4 bis 6 Meter hoch und ebenso breit, der relativ schnellwüchsig ist. Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der allerdings windgeschützt sein sollte, da die großen Blätter viel Angriffsfläche bieten. An die Bodenbeschaffenheit stellt er keine großen Ansprüche und er kommt auch gut mit Trockenheit zurecht. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig.
Kugelplatane – Platanus Hispanica
Dieser mittelgroße Baum, der 3 bis 6,5 Meter hoch und 3 bis 5 Meter breit werden kann, verliert wie die „große“ Version seine Rinde in Platten. Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und ist winterhart. Seine Ansprüche an den Boden sind nicht groß und er kommt über einen gewissen Zeitraum gut mit Trockenheit klar. Dauernässe toleriert er jedoch nicht. Falls die Krone außer Form gerät, kann man diese großzügig zurückschneiden. Achtung: Die jungen Blätter haben wollige Haare, die Hautreizungen und Husten verursachen können. Daher sollten Sie beim Rückschnitt besser eine Maske und Handschuhe tragen.
Kugel-Ahorn – Acer platanoides
Ebenfalls ein mittelgroßer Baum, der max. 6 Meter hoch und ebenso breit wird und einen sonnigen bis halbschattigen Standort liebt. Außerdem ist er winterhart. Der Boden sollte aus durchlässigem Sand oder Lehm bestehen, muss jedoch nicht besonders nährstoffreich sein. Im Herbst zeigen sich die Blätter in einer wunderschönen rostroten Färbung. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht nötig.
Kugel-Robinie – Robinia pseudoacacia
Dieser eher kleine Baum, der 1,20 bis 4 Meter hoch und bis zu 2 Meter breit werden kann, liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und ist winterhart. Er steht gern auf durchlässigem Boden, toleriert Trockenheit und benötigt wenig Nährstoffe. Er entwickelt mit den Jahren einen dichten Kronenwuchs und ist äußerst schnittverträglich. Sogar den Rückschnitt bis auf den Stock überlebt ein älteres Exemplar ohne Probleme. Wenn die Kugelform erhalten werden soll, muss einmal im Jahr, spätestens im Februar, die Schere angesetzt werden.
Bäume, die in eine runde Wuchsform erzogen werden können

Hat man im Gehölzschnitt bereits Erfahrung gesammelt, kann man einen normal wachsenden Baum auch selbst in die Kugelform erziehen. Wichtig ist hier, dass die ausgewählte Sorte schnitttolerant ist.
Fächerahorn – Acer palmatum
Er kann bis zu 7 Meter hoch und auch ebenso breit werden, wächst allerdings relativ langsam. Als junger Baum ist er noch etwas frostempfindlich. Er bevorzugt einen sonnigen Standort auf sandig, humosen Lehmböden. Staunässe verzeiht der Fächerahorn nicht und bei längerer Trockenheit sollte mit dem Gießen nicht zu lange gewartet werden, da die Blätter sonst schnell einen Trockenschäden zeigen.
Scheinzypressen – Chamaecyparis
Mittlerweile gibt es mehrere hundert Sorten. Die Höhe der schnellwüchsigen Bäume variiert je nach Sorte stark. Die Scheinzypresse liebt volle Sonne. Im Boden sollte sich keine Staunässe bilden können und sie bevorzugt saure Böden. Scheinzypressen lassen sich mit der nötigen Erfahrung in viele Formen erziehen, vertragen allerdings keinen Rückschnitt ins alte Holz. Daher sollte öfter aber weniger zurückgeschnitten werden!
Kopfweiden
Kopfweiden werden meist aus Silberweiden, Salix alba oder Korbweiden, Salix viminalis gestaltet und lieben helle Standorte. An den Boden stellen sie kaum Ansprüche. Sie sind äußerst robust und schnitttolerant. Neue Triebe sollten regelmäßig am Ansatz abgeschnitten werden. Dieser Rückschnitt veranlasst die Weide, weitere Triebe zu bilden. Auf diese Weise wird die Krone über die Jahre immer dichter.
Expertentipp
Die beste Pflanzzeit für Gehölze ist der Herbst. Bei frostempfindlichen Bäumen ist jedoch das Frühjahr vorzuziehen. Wichtig ist, dass der Boden aufgetaut und nicht zu nass ist. Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt, variiert von Baumart zu Baumart. Fragen Sie einfach den Fachmann in der Baumschule.
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