Optisch ist die Verwandtschaft zwischen Lichtnelke und Nelke nicht zu übersehen. Blüten- und Laubform sind sehr ähnlich. Doch Lichtnelken haben ein paar Besonderheiten, die bei der Pflege berücksichtigt werden müssen.
Die Familie der Lichtnelken ist sehr artenreich. Obwohl die Pflanzen allgemein sehr anspruchslos und pflegeleicht sind, können die Anforderungen an Standort, Boden und die Pflege daher nicht verallgemeinert werden.
Standort und Bewässerung
Die genauen Standortbedingungen hängen von der jeweiligen Art ab. Die meisten Lichtnelkenarten fühlen sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz wohl.
Auch beim Wasserbedarf gibt es je nach Art Unterschiede. Die meisten Lichtnelkenarten bevorzugen einen recht feuchten Standort und haben einen entsprechend hohen Wasserbedarf.
Grundsätzlich muss bei der Bewässerung Staunässe vermieden werden. Als allgemeine Richtlinie sollten Lichtnelken immer erst dann gegossen werden, wenn die obere Bodenschicht trocken ist.
Feuchtigkeitsbedarf einiger bekannter Arten

Die Kronenlichtnelke gehört zu den bekanntesten und den am häufigsten kultivierten Lichtnelkenarten. Ihre weißen, rosa oder rot gefärbten Blüten erscheinen in großer Zahl von Juni bis August und mit Wuchshöhe von bis zu 90 cm ist diese Lichtnelkenart ein dekorativer Hingucker im Garten.
Kronenlichtnelken bevorzugen entgegen den Bedürfnissen der meisten Lichtnelkenarten einen trockenen Boden. Sie sollten daher nur in längeren Trockenperioden gegossen werden.
Auch die Kuckuckslichtnelke ist mit ihren zartrosafarbenen Blüten ein Blickfang im Garten. Anders als die Kronenlichtnelke benötigt diese Lichtnelkenart recht viel Feuchtigkeit. Kuckuckslichtnelken sollten daher immer, wenn die Bodenoberfläche trocken erscheint, gegossen werden.
Die Alpenlichtnelke ist eine der kleinsten, dafür aber eine der schönsten Lichtnelkenarten. Ihre kompakte Wuchsform macht sie zur idealen Steingartenbepflanzung. Dort sorgt sie mit ihren purpurroten Blüten für Farbe. Alpenlichtnelken benötigen stets einen feuchten Boden und sollten daher regelmäßig gewässert werden. Sie vertragen jedoch kein kalkhaltiges Wasser, sodass zum Gießen Regenwasser genommen werden sollte.
Lichtnelken düngen

In Bezug auf den Nährstoffbedarf sind Lichtnelken recht anspruchslos. Einige Sorten bevorzugen sogar einen mageren und kargen Boden. Diese Arten sollten grundsätzlich keine zusätzlichen Düngergaben erhalten.
Bei den meisten Arten reicht es vollkommen, wenn der Boden vor der Pflanzung entsprechend mit einem organischen Dünger wie etwa Kompost oder Hornspänen angereichert wird. Nach der Pflanzung in vorbereitetem Boden ist eine weitere Düngung in aller Regel nicht notwendig.
Viele Arten eignen sich hervorragend zur Kübelpflanzung. Kübelpflanzen sollten während der Wachstumsperiode im Sommer regelmäßig mit einem Flüssigdünger versorgt werden. Durch das begrenzte Substratvolumen im Kübel können Nährstoffe nicht so lange im Boden gespeichert werden, wie im Freiland. Daher ist auch der Nährstoffbedarf der anspruchslosen Lichtnelke im Kübel ein wenig höher.
Lichtnelken schneiden
Vor dem Winter können alle Lichtnelkenarten auf Bodenhöhe zurückgeschnitten werde. Einige Arten wie etwa die Kronenlichtnelke sind jedoch wintergrün. Ein Rückschnitt schadet den Pflanzen zwar nicht, doch im winterlichen Garten ist das grüne Laub eine Zierde. Auf einen Rückschnitt kann bei diesen Arten daher bedenkenlos verzichtet werden.
Verwelkte Blüten und Blätter sollten während der Blütezeit regelmäßig entfernt werden. So bleibt die attraktive Optik der Lichtnelken erhalten.
Werden nach der Blütezeit die verwelkten Blütenstängel zurückgeschnitten, kann die Pflanze so häufig zu einer zweiten Blüte im September angeregt werden.
Expertentipp
Lichtnelken können sich selbst aussäen und vermehren. Um die Aussaat zu fördern, sollten die verwelkten Blütenstände nicht zu früh, sondern erst nach der Aussaat entfernt werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare