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Dünger

Gemüsegarten mit Mist düngen – Tipps und Tricks

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Gemüsegarten mit Mist düngen - Tipps und Tricks

Im wilden Garten der Natur sind Düngung und Zufuhr von Nährstoffen nicht vonnöten. Die Wildnis ist robust und ernährt sich selbst. Kulturpflanzen und Züchtungen des Menschen dagegen sind empfindliche und anspruchsvolle Gewächse. Sie wurden zu besonderen Zwecken gezüchtet und benötigen spezielle Pflege und Ernährung. Die organische Düngung mit pflanzlichen und tierischen Düngemitteln wie Mist bietet eine gute, biologische Alternative zu chemischen Düngern. Was Sie bei der Düngung mit Mist in Ihrem Garten beachten müssen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Der Unterschied zwischen chemischer und organischer Düngung

Chemische Düngemittel setzen sich aus aufbereiteten Kalisalzen zusammen. Als Granulat, Pulver oder Flüssigdünger werden sie einfach und schnell im Garten ausgebracht. Sie sind leicht löslich und werden von den Pflanzenwurzeln rasch aufgenommen. Die ausschließliche Düngung mit Düngesalzen bieten den Pflanzen allerdings eine sehr einseitige und oft zu reichhaltige Kost. Eine Überdüngung ist leicht möglich. Der Wassergehalt in den Gewächsen steigt und die Widerstandsfähigkeit leidet. Das Ergebnis Ihres Gärtnerns schmeckt oft genug wässrig! Außerdem verarmt der Gartenboden, denn die Salze schwinden schnell und die Bodenorganismen ziehen sich zurück.

Die organische Düngung mit Mist und Kompost arbeitet hingegen mit Ihrem Gartenboden zusammen. Die unterschiedlichen Nährstoffe werden langsam im Boden gelöst und den Pflanzen als breites Nährstoffangebot aufgetischt. Dadurch entsteht eine gesunde Mischkost für eine gleichmäßige Ernährung und widerstandsfähige Gartengewächse. Die Pflanzen suchen sich die Nahrung aus, die sie benötigen. Überschüssige Nährstoffe werden von Mikroorganismen im Boden gebunden. Organischer Dünger verbessert auch die allgemeine Bodenfruchtbarkeit, denn er ernährt die wichtigen Kleinlebewesen in Ihrer Gartenerde und regt sie zur Arbeit an.

Frischer Rindermist

Frischer Rindermist


Seit jeher gehört frischer Rindermist mit Stroh zu den wichtigsten Naturdüngern. Er enthält so gut wie alle Nährstoffe für den Garten in einer ausgeglichenen und milden Zusammensetzung. Rindermist eignet sich für starkzehrende Gartenpflanzen wie Kartoffeln, Gurken, Lauch, Zucchini, Kürbisse sowie alle Kohlarten. Leider fällt strohiger Rindermist in der modernen Tierhaltung kaum noch an. Fragen Sie bei einem Biobauern an, ob Sie diesen Mist erhalten können.

Getrockneter Rindermist

Getrockneter Rindermist
Auch tierischer Dünger enthält Kalisalze, allerdings natürlichen Ursprungs. Getrockneter Rindermist ist besonders reich an Kali und eignet sich ideal zur Düngung von Rosen, Möhren und Sellerie. Achten Sie beim Kauf von getrocknetem Rinderdung auf eine Herkunft aus gesunder Tierhaltung.

Pferdemist

Pferdemist
Pferdemist ist ein hitziger Dünger. Er eignet sich ideal als Packung unter der Erde im Frühbeet, um es aufzuheizen. Er sollte jedoch niemals pur an Pflanzen gegeben werden. Lassen Sie ihn wie alle tierischen Dünger im Komposthaufen reifen und arbeiten Sie ihn mit dem Kompost in die Gartenerde ein.

Schweinemist

Im Gegensatz zu Pferdemist handelt es sich bei Schweinemist um kalten Mist. Er enthält wenig Kalk und nur etwas Stickstoff, ist dafür jedoch reich an Kali. Verwenden Sie ihn für Jauchen und als Dünger für Sellerie, Lauch und Himbeeren.

Schaf-, Ziegen- und Kaninchenmist

Diese Mistsorten zählen ebenfalls zu den hitzigen Düngern mit hohem Stickstoffgehalt. Verwenden Sie den Mist nur sparsam. Zu viel davon kann Geilwuchs bei Ihren Gartengewächsen bewirken. Am besten bringen Sie ihn über den Kompost ein. Düngen Sie starkzehrendes Gemüse damit.

Geflügeldünger

Anders als die meisten anderen Mistarten verfügt Geflügelmist von Hühnern, Enten und Tauben über einen hohen Kali- und Stickstoffgehalt. Geflügelmist ist hitzig und verursacht bei Überdüngung Verbrennungen an den Pflanzen. Rühren Sie Jauchen damit an oder geben Sie ihn, mit Erde vermischt, auf den Kompost.

Expertentipp

Frischen Mist dürfen Sie im Herbst oberflächlich und dünn über die Gartenbeete streuen, damit er im Winter verrottet. Besser ist es, tierischen Dünger unterzugraben oder über den Kompost in den Garten zu bringen.

Häufig gestellte Fragen

Darf Kalk über den Mist gestreut werden?

Bitte nicht! Alle tierischen Dünger werden ohne Kalk kompostiert. Kalk entbindet den wertvollen Stickstoff und lässt ihn als nutzloses Ammoniakgas entweichen. Besser ist es, kalkfreies Steinmehl über den Mist zu streuen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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