Aufgrund ihres intensiven Duftes und der auffälligen Blüte gelten Lilien als außergewöhnliche Pflanzen. Von ihnen gibt es über hundert unterschiedliche Arten, welche sich wiederum in zahllose Züchtungen unterteilen. Kombiniert man verschiedene Sorten miteinander, so können sich diese mit ihrer Blütezeit von Mai bis September abwechseln. Die Hauptblütezeit der Lilien liegt jedoch im Juli.
Der optimale Standort
Lilien bevorzugen einen sonnigen Standort, welcher ihnen insbesondere im unteren Teil etwas Schatten bietet. Als Schattenspender für die mehrjährigen Pflanzen eignen sich zum Beispiel einjährige Sommerblumen. Als gute Nachbarpflanzen können hohe Katzenminze, Eisenkraut oder auch das Große Schleierkraut verwendet werden. Alternativ kann jedoch auch eine Mulchschicht als Sonnenschutz für den Wurzelbereich dienen. Es besteht die Möglichkeit, Lilien auch in Pflanzkübeln zu kultivieren.
Pflanzung

Lilienzwiebeln sollten in jedem Fall frisch sein und über gut entwickelte Wurzeln verfügen. Die beste Pflanzzeit liegt im Spätsommer oder Frühherbst, alternativ kann man Lilien jedoch auch im Frühjahr pflanzen. Zunächst ist es wichtig, den Boden locker und durchlässig zu gestalten, damit sich zukünftig keine Staunässe bilden kann, welche zu Wurzelfäule führt. Lehmige Böden sollten zuvor mit einer Drainageschicht aufgewertet werden, welche aus Kies sowie einer Mischung aus Sand, Kompost und Gartenerde besteht. Die Zwiebel selbst wird in Sand gehüllt. Die Pflanztiefe ist abhängig von der Höhe der Zwiebel und sollte zwei- bis dreimal so tief sein, wie die Lilienzwiebel hoch ist. Als effektiver Schutz vor Wühlmäusen bietet sich an, die Zwiebeln in speziellen Drahtkörben zu platzieren.
Pflege

Lilien gelten als pflegeleichte Pflanzen, wenn diese am richtigen Standort kultiviert werden. Im Frühjahr sollte man sie mit einem Volldünger versorgen, welcher nicht zu viel Stickstoff enthalten darf. Um die Ausbildung neuer Blüten zu fördern, sollten welke Pflanzenteile regelmäßig entfernt werden. Ein Rückschnitt der Blätter ist erst dann erforderlich, wenn diese verwelkt sind.
Schutz vor Schädlingen
Als am häufigsten verbreiteter Schädling bei Lilien gilt das Lilienhähnchen, wobei besonders seine Larven große Schäden an den Blumen anrichten können. Diese tauchen meistens an den Unterseiten der Blätter auf und sind recht unscheinbar. Ab Mai sollten die Lilienpflanzen regelmäßig auf Käfer und Larven kontrolliert werden. Zusätzlich empfiehlt sich das Abspritzen mit einem Wasserstrahl.
Um einem Schädlingsbefall vorzubeugen, kann man die Lilien außerdem mit einem Sud aus Eichenrinde und Salbei besprühen. Dazu werden einhundert Gramm Salbei kleingeschnitten und mit der Rinde von zwei bis drei Eichenzweigen in einen Liter Wasser gegeben und aufgekocht. Die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle vertreiben in Kombination mit den Gerbstoffen aus der Rinde sowohl die Larven als auch die Käfer. Es ist zu beachten, dass der Sud vor der Verwendung vollständig abkühlen und gesiebt werden sollte.
Expertentipp
Als Schnittblumen in der Vase halten Lilien zwei bis drei Wochen. Am besten schneidet man diese kurz vor dem Aufblühen, wenn die Knospen bereits eine intensive Farbe zeigen. Der beste Zeitpunkt, um die Lilien zu schneiden, ist am frühen Morgen oder am Abend. Zudem sollte nicht mehr als maximal die Hälfte eines Stängels entfernt werden.
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