Die großen, wunderschön geformten und angenehm duftenden Blüten der Magnolie sind ein Grund dafür, dass das Ziergehölz in vielen Gärten zu finden ist. Doch immer wieder kommt in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob Magnolien giftig oder doch ungefährlich sind? Die Antwort auf diese Frage, erhalten Sie in diesem Beitrag.
Sind Magnolien giftig?
Die aus Ostasien und Amerika stammenden Magnolien bezaubern durch ihre traumhaften Blüten sowie durch ihre sommer- bzw. immergrünen Eigenschaften. Doch das in den Pflanzenteilen der Magnolie enthaltene Alkaloid Magnoflorin besitzt eine schwach giftige Wirkung. Es findet sich hauptsächlich in der Rinde und im Holz der Pflanze.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass speziell gezüchtete Hybriden zumeist weniger giftige Inhaltsstoffe aufweisen, als die traditionellen, chinesischen und ostasiatischen Magnolienarten. Weitere Inhaltsstoffe der Pflanze sind Honokiol, Magnolol sowie verschiedene, ätherische Öle.
Gefährlichkeit von Magnolien für Menschen
Um bei erwachsenen Menschen oder auch bei Kindern eine Vergiftungsreaktion hervorzurufen, müssten Äste oder auch die Rinde des Baumes verzehrt oder zumindest ausgiebig in den Mund genommen werden. Als Folge könnten sich bei den Betroffenen Hautekzeme oder Ekzeme an den Schleimhäuten entwickeln. In besonders schlimmen Fällen kann es zu Krämpfen, Durchfall oder Erbrechen kommen.
Zu solch heftigen Reaktionen kommt es jedoch eher selten, da allein aus geschmacklichen Gründen der Verzehr von Ästen oder der Rinde eher unattraktiv ist. Abhängig ist die Schwere der Reaktion stets davon, wie viel des Alkaloids aufgenommen wurde. Der Kontakt oder Verzehr von Blättern oder Blüten ist hingegen vollkommen ungefährlich.
Wirkung auf Tiere

Ernsthafte Vergiftungserscheinungen durch den Verzehr von Rinde oder von Ästen der Magnolie sind bei Menschen zwar selten und nicht lebensbedrohlich, können jedoch bei Hunden, Katzen oder Kleintieren durchaus auftreten. Die Folgen des Anknabberns des Gewächses können bei den Vierbeinern von leichten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu einem schweren Verlauf oder sogar zum Tod reichen.
Besteht bei Hunden und Katzen eine geringere Gefahr, kann es für kleine Nager durchaus ernst werden. Um Haustiere vor dem Verzehr der giftigen Alkaloide zu schützen, kann beispielsweise eine Baummanschette angebracht werden.
Expertentipp
Obwohl der reine Hautkontakt mit den Ästen oder der Rinde der Magnolie bei Menschen nur in Ausnahmefällen zu Vergiftungserscheinungen führt, kann der giftige Wirkstoff theoretisch bei Gartenarbeiten in die Haut oder die Schleimhäute eindringen. Idealerweise sollte man beim Schneiden oder Pflegen von Magnolien Handschuhe tragen. Dies gilt besonders für Menschen, die zu Hautreaktionen oder Allergien neigen.
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