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Kübel- / Balkonpflanzen

Malven Pflege

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Malven Pflege

Die Malve wird bevorzugt als Blickfang auf dem Balkon oder der Terrasse eingesetzt. Oftmals findet man sie jedoch auch als essbare Dekoration auf dem Salat. Die Pflanze gilt als sehr robust und anspruchslos in ihrer Pflege. Damit stellt sie die optimale Wahl für alle Hobby-Gärtner dar, die zwar wunderschöne Pflanzen in ihrem Garten haben möchten, dafür jedoch möglichst wenig Aufwand betreiben wollen.

Die wildwachsenden Arten der Malve, wie zum Beispiel die Wegmalve, findet man in unseren Breiten insbesondere während der Sommermonate an Feldrändern. Außerdem eignet sie sich zur Kübelbepflanzung, als Schnittblume wird sie hingegen seltener eingesetzt.

Standort- und Bodenauswahl

Allgemein gilt die Malve als anspruchslos, bevorzugt jedoch einen nährstoffreichen und möglichst kalkhaltigen Boden, welcher gut durchlässig sein sollte. Allerdings gedeiht sie ebenso in feuchten oder trockenen Böden. Der Standort sollte nach Möglichkeit sonnig bis halbschattig sein.

Aussaat

Aussaat


Die Samen der Malve lassen sich entweder von bereits ausgewachsenen Pflanzen gewinnen oder auch recht unkompliziert ziehen. Hierzu ist es ausreichend, wenn man die Samen leicht bedeckt direkt in das Beet gibt. Dies sollte möglichst im April stattfinden, jedoch zeigen sich die ersten Blüten der Malve dann erst im Folgejahr. Möchte man sich bereits im aktuellen Jahr an ihrer Blüte erfreuen, so ist das Vorziehen im Haus empfehlenswert.

Befinden sich die Jungpflanzen an einem geschützten und warmen Standort, so kann man mit ihrer Vorzucht bereits ab Februar beginnen. Sobald die jungen Triebe eine Höhe von 8 Zentimeter erreicht haben, kann man diese pikieren. Dieser Vorgang beeinflusst das gesunde Wachstum der Malve. Die vorgezogenen Malvenpflanzen kann man ab April oder Mai entweder auf den Balkon oder die Terrasse stellen oder diese auch in das Blumenbeet pflanzen.

Die etwa 30 unterschiedlichen Arten der Malve umfassen kleine Pflanzen, welche eine Höhe von bis zu 60 Zentimeter erreichen, jedoch auch sehr große Gewächse, wie zum Beispiel die Schönmalve, deren Wuchshöhe bei bis zu 200 Zentimeter liegen kann. Bei der Auswahl einer Malvenart ist insbesondere bei der beabsichtigten Haltung auf dem Balkon oder der Terrasse zu beachten, dass man ihr ausreichend Platz nach oben bieten kann.

Ebenso variiert der Pflanzabstand bei den unterschiedlichen Arten. Während der Großteil der Malvenarten in kleinen Gruppen mit bis zu fünf Pflanzen stehen können, benötigen üppigere Malven einen Pflanzabstand von 30 bis 60 Zentimeter zueinander, damit diese sich bestmöglich ausbilden können.

Pflege

Pflege
Was alle Malvenarten gemeinsam haben, ist der nur geringe Pflegeaufwand. Neben dem richtigen Standort sowie gelegentlicher Zugabe von Dünger benötigen Malven lediglich Wasser, damit sie optimal gedeihen und ihre volle Blütenpracht entwickeln können.

Welke Blüten sollten bei Bedarf entfernt werden. Vollständig abgeblühte Blütenstände kann man ab Anfang Oktober komplett abschneiden, damit die Malve auch in den nächsten Jahren wieder austreiben kann. Einen Winterschutz kann man der Malve in Form einer dünnen Laubschicht bieten, mit welcher man sie sorgfältig abdeckt. Diese schützt insbesondere Jungpflanzen vor Frost und kann im Frühjahr wieder entfernt werden.

Die Zugabe eines geeigneten Flüssigdüngers ist im Abstand von zwei Wochen sinnvoll, damit die Blüte der Malve noch mehr angeregt wird. Dies empfiehlt sich insbesondere bei Kübelpflanzen. Grundsätzlich sollte Staunässe unbedingt vermieden werden, da diese der Malve zum Verhängnis werden kann.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge
Bei Malven besonders verbreitet ist der Malvenrost. Hierbei handelt es sich um einen Pilzbefall, welchen man an braunen Flecken an den Blättern erkennt. Wenn lediglich eine einzelne Malvenpflanze von diesem Pilz betroffen ist, so sollte man sie unmittelbar entfernen, damit sich der Malvenrost nicht weiter ausbreiten kann. Zeigt sich der Pilzbefall jedoch bereits an mehreren Pflanzen, so ist der Einsatz einer Tinktur aus Ackerschachtelhalm empfehlenswert. Zeigt diese keine Wirkung, so sollte man zusätzlich zu einem speziellen Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel greifen.

Expertentipp

Um einjährige Pflanzen zu kultivieren, lassen sich die letzten Blüten im September oder Oktober zur Gewinnung von Samen verwenden. Handelt es sich um winterharte Sorten, so kann man die Samen direkt wieder in die Erde aussäen, welche sich im Frühjahr zu neuen Trieben ausbilden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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