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Gemüsepflanzen

Mangold anbauen

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Mangold anbauen - Ratgeber

Mangold erfreut sich an einem großen Comeback in unseren Küchen. Deswegen gewinnt das pflegeleichte und überaus gesunde Gemüse auch an enormer Beliebtheit in unseren heimischen Beeten oder sogar Balkonen! Wir zeigen Ihnen, worauf es während des Anbaus und der Pflege ankommt.

Herkunft und Beschreibung

Herkunft und Beschreibung


Mangold (Beta vulgaris) ist ein enger Verwandter der Rote Bete. Im Balkan sowie in Italien ist das Fuchsschwanzgewächs schon seit langer Zeit eine gängige Gemüsesorte.

Der würzige Mangold wird wie Spinat zubereitet und eignet sich hervorragend als Füllung, Pesto oder gebraten zu Pasta. Darüber hinaus ist Mangold ein besonders gesundes Kraut. Es ist kalorienarm, eiweißhaltig und steckt voller wichtiger Mineralien und Vitamine, darunter beispielsweise Magnesium und Eisen. Mangold sieht mit seinen gelben, weißen und roten Stielen also nicht nur schick im Beet und auf dem Teller aus, sondern ist auch noch ein unglaublich wichtiger Nährstofflieferant.

Mangold ist eine zweijährige Kulturpflanze, die schon im ersten Jahr geerntet werden kann.

Darüber hinaus ist die Pflanze ziemlich widerstandsfähig und robust. Unterscheiden lässt sich grundsätzlich zwischen Stiel- und Blattmangold.

Stielmangold (Beta vulgaris var. flavescens) ist auch als Stängel- oder Rippenmangold bekannt. Blatt- oder Schnittmangold (Beta vulgaris var. cicla) haben hingegen schmale Stiele und sehr viel Blattgrün. Meist bevorzugt wird der Stielmangold, bei dem sowohl die Blätter, als auch der Stiel verzehrt werden können.

Mangold bildet im ersten Jahr eine Rosette mit aufrecht stehenden, 30 bis 60 cm hohen Blättern und eine verdickte Wurzel als Rübe.

Standort und Boden

Standort und Boden
Da Mangold ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, empfiehlt es sich, ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen zu wählen. Über einen nährstoff- und humusreichen Boden freut sich das Gemüse besonders. Die Ansprüche an den Boden sind ähnlich wie bei Rüben, doch muss aufgrund der Wachsart die Erde nicht sonderlich tief durchlockert werden. Bei der Beetvorbereitung empfiehlt es sich, auch etwas Kompost und Hornspäne in die Erde mit einzuarbeiten. Ein gleichmäßig feuchter Boden ist wichtig, sodass die Stiele des Mangolds schön zart bleiben und nicht holzig werden.

Aussaat und Pflanzung

Aussaat und Pflanzung
Die ideale Zeit, um den Mangold auszusäen oder einzupflanzen ist Mitte April bis Ende Juli. Es ist ganz wichtig, zu warten, bis es keinen Frost mehr gibt, da die Pflänzchen sehr frostempfindlich sind.

Mangold wird entweder direkt gesät oder in kleinen Töpfchen vorgezogen und anschließend eingepflanzt. Normalerweise wächst die Pflanze auch bei der direkten Aussaat sehr gut, sodass der Schritt des Vorziehens ohne Probleme übersprungen werden kann. Blattmangold wird idealerweise in Reihen und mit einem Abstand von ca. 30 cm ausgesät. Stielmangold braucht etwas mehr Platz und wächst mit einem Abstand von ca. 40 cm am besten. Falls nach dem Keimen einige Pflänzchen zu dicht aneinander stehen, empfiehlt es sich, den ein oder anderen Keimling zu entfernen oder umzupflanzen, sodass der Mangold ausreichend Platz hat und verhindert wird, dass die Stiele der Pflanze dünn und brüchig werden.

Im Gemüsebeet wächst Mangold am besten neben Hülsenfrüchten wie Erbsen und Bohnen. Sie sind keine Nährstoff- Konkurrenten, da sie zum Wachsen verschiedene Mineralien benötigen.

Mangold ist eine robuste und pflegeleichte Pflanze, die nur wenig Zuwendung benötigt, wenn man einmal für einen guten Boden gesorgt hat. Da die Pflanze ein sogenannter Mittelzehrer ist, reicht es völlig aus, ab und zu einen ökologischen Dünger in das Gießwasser zu geben. Der Mangold sollte regelmäßig gegossen werden, sodass er schön zart wird. Gerade auf dem Balkon ist es jedoch wichtig, darauf zu achten, dass das Wasser auch wieder abfließen kann, da die Pflanze empfindlich gegen Staunässe ist.

In wintermilden Regionen kann der Mangold im Gartenbeet überwintern. Der weißstielige Mangold ist sehr winterfest und eignet sich daher hervorragend für die Überwinterung im Beet. Jedoch sollte bedacht werden, dass der Mangold nur leichte bis mittlere Fröste verträgt. Um das Erfrieren der Pflanzen zu verhindern, können sie im Spätherbst in ein Gewächshaus verpflanzt werden. Dort überwintern die Pflanzen sehr gut und die Ernte kann sogar bis weit in den Winter verlängert werden.

Krankheiten und Schädlinge

Ein großer Vorteil von Mangold: er wird von Schnecken vermieden. Auch sonst ist die Pflanze recht resistent gegen Schädlinge. Blattläuse können zwar auftreten, jedoch reicht es meist, die befallenen Blätter abzuzupfen. Zudem kann Mehltaubefall eine Folge von zu engen Abständen im Beet sein. Achten Sie also schon zu Beginn gut darauf, dass die Pflänzchen ausreichend Platz haben.

Ernte und Verzehr

Wenn die Pflanze gut gedeiht, kann der Schnittmangold bereits nach 2 Monaten das erste Mal geerntet werden. Stielmangold ist nach ca. 3 Monaten soweit. Bei der Ernte wird nicht der gesamte Blattschopf abgeschnitten, sondern nur die äußeren Blätter. Auf diese Weise können die frischen äußeren Mangoldblätter über mehrere Wochen geerntet werden.

Mangold sollte nach der Ernte so schnell wie möglich verzehrt werden, sodass Sie auf ganzer Ebene von dem hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt profitieren können. Je frischer der Mangold, desto reichhaltiger an guten Inhaltsstoffen ist er. Falls Sie den frischen Mangold nicht sofort verarbeiten, hält er sich umwickelt in einem feuchten Tuch und im Kühlschrank gelagert am besten. Außerdem kann der Mangold auch sehr gut eingefroren werden.

Mangold eignet sich hervorragend als würziges Kraut für Füllungen, aber auch roh kann Mangold eine aromatische Komponente in einem Salat darstellen. Roh sollte Mangold jedoch nur in Maßen genossen werden. Er ist in diesem Zustand zwar sehr reich an all den guten Inhaltsstoffen, enthält aber auch dann die meiste Oxalsäure. Diese ist nicht giftig, zu viel ist für den Körper jedoch ungesund. Bei Nierenerkrankungen oder Eisenmangel sollten Sie komplett auf Mangold in roher Form verzichten.

Gekocht kann Blattmangold wunderbar als Spinat Alternative dienen und kommt vielseitig zum Einsatz. Die Stiele des Stielmangolds können wie Spargel zubereitet werden. Je größer die Blätter, desto kräftiger und herber der Geschmack.

Fazit

Das Pflanzen von Mangold ist eine wunderbare Idee. Egal, ob im Beet oder auf dem Teller – Mangold ist mit seiner kräftig grünen Farbe und den bunten Stielen ein wahrer Hingucker. Das herbe, aromatische Kraut schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch eine echte Vitamin- und Mineralstoffbombe.

Zudem ist Mangold eine pflegeleichte Pflanze, deren Blätter Sie, ob im Garten oder auf dem Balkon, über lange Zeit genießen können. Probieren Sie es einfach aus!

Expertentipp

Um den Mangold mehrjährig pflanzen zu können, ist es möglich, sein eigenes Saatgut zu gewinnen. Dazu sollte das Gemüse entweder draußen, besser aber im Gewächshaus, gut durch den Winter kommen. Wenn die Pflanze im zweiten Jahr wächst, wird sie Blütenstände mit Samen austreiben. Mit den gewonnenen Samen können Sie Jahr für Jahr Ihren eigenen Mangold kultivieren!

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Bildquellen:

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