Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) ist ein vielseitiges Blattgemüse, das volkstümlich Krautstiel oder Römischer Kohl genannt wird. Zur Gattung der Rüben (Beta) gehören etwa 15 verschiedene Arten, die zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) und zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) gezählt werden.
Mit den kräftigen und teilweise farbigen Blattstielen ist Mangold zudem eine Zierde in Gartenbeeten. Als Kulturpflanze ist er bereits seit über 2.400 Jahren bekannt. In diesem Artikel erhalten Sie wissenswerte Informationen zur Ernte der gesunden Gemüsepflanzen.
Kulturform
Mangold stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, Vorderindien sowie Zentralasien und ist eine Kulturform der Wilden Rübe (Beta vulgaris), der Gemeinen Runkelrübe und von See-Mangold (Beta vulgaris subsp. maritima). Mangold ist daher eng mit Zuckerrüben, Futterrüben und Roten Rüben verwandt.
Im Unterschied zu Rüben verzehrt man von Mangold ausschließlich die Blätter, die je nach Sorte bis zu 30 Zentimeter lang sein können und an Spinat erinnern. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich durch ihre Blatt- und Stielfarben. Die Stiele können grün, weiß, gelb oder rot gefärbt sein. Es gibt runzelige und glatte Blattformen.
Mangold wird in zwei Kulturformen unterschieden. Es gibt Stiel- bzw. Rippenmangold, der in der Schweiz und in Süddeutschland Krautstiel genannt wird. Das aromatische Gemüse wurde früher als Spargel des armen Mannes bezeichnet, hat sich jedoch längst zu einem beliebten und wertgeschätzten Gemüse entwickelt.
Die zweite Kulturform ist Schnitt- bzw. Blattmangold. Schnittmangold ist wesentlich dünnstieliger, hat deutlich mehr Ähnlichkeit mit Spinat und wird unter anderem als Römischer Kohl oder Beißkohl bezeichnet. Im Unterschied zu Stiel- und Rippenmangold ist Blattmangold winterhart und treibt im Frühjahr erneut aus.
Mangold – ein gesundes Blattgemüse
Mangold enthält außerordentlich viele fettlösliche Nährstoffe, die Vitamine A, E sowie K, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium. Die Wurzeln wurden früher zur Gewinnung von Zucker genutzt. Die verwandte Zuckerrübe erwies sich jedoch als besseres Gewächs für die Gewinnung von Zucker. Zudem enthält Mangold wie auch andere Gemüsesorten oder Tees Oxalsäure, die die Bildung von Nierensteinen begünstigt.
Erntezeit

Je nach Zeitpunkt der Aussaat und Sorte kann Mangold von Mai bis zu den ersten Frösten geerntet werden. Für eine frühe Ernte kann die Aussaat im März und im April erfolgen, für eine späte Ernte im Herbst von Juli bis August. Mangold ist nach etwa 80 Tagen erntereif. Rippenmangold reift etwas schneller als Blattmangold.
Richtige Ernte

Bei Stiel- bzw. Rippenmangold stehen bei der Verwertung die fleischigen, nussartigen Stiele im Vordergrund, bei Schnitt- oder Blattmangold die Blätter. Die Blätter des Rippenmangolds können ebenfalls verarbeitet werden. Die Ernte beider Sorten unterscheidet sich nicht wesentlich.
Mit einem scharfen Messer werden zuerst die äußeren Blätter geerntet und das Herz stehen gelassen, sodass neue Blätter treiben können. Schnitte sollten wenige Zentimeter über dem Blattansatz erfolgen. Blattmangold lässt sich gut mit einer Küchenschere ernten oder man zupft die zarten Blätter per Hand ab. Die äußeren, noch zarten Blätter des Rippenmangolds können herausgedreht werden.
Wenn konsequent ausschließlich die äußeren Blätter geerntet werden, kann man Mangold über einen sehr langen Zeitraum bis in den späten Herbst hinein ernten.
Mangold in Mischkultur
Um einen Befall mit Blattläusen oder anderen Pflanzenkrankheiten zu vermeiden, sollte Mangold in Mischkultur angebaut werden. Ideale Pflanznachbarn sind Buschbohnen, andere Hülsenfrüchte, Karotten, verschiedene Kohlsorten, Rettich und Radieschen. Ein unpassender Nachbar für Mangold ist beispielsweise Spinat.
Expertentipp
Durchlöcherte, alte und zähe Blätter sollten an den Pflanzen belassen werden, da sie das Wachstum der Pflanzen fördern. Erst wenn Blätter schlaff sind und sich gelb färben, sollte man sie entfernen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare