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Ölweiden als Hochstamm ziehen

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Ölweiden als Hochstamm ziehen

Schon immer wollte der Mensch Herr über die Natur werden. Das kann viele Vorteile mit sich bringen. Einige davon zeigen sich in den Gärten der Menschen. Mit verschiedenen kreativen Methoden wird die Natur so verändert, wie es dem Gartenbesitzer gefällt. Zum Beispiel kann die Art des Wachsens der Pflanze beeinflusst werden. Eine der aktuell beliebtesten Ideen ist das Hochstämmchen. Dieses wird immer häufiger innerhalb der Zäune der Profi- und Hobbygärtner entdeckt. Diese Art des Heranwachsens ist für viele verschiedene Pflanzenarten eine Möglichkeit. Unter anderem auch für beliebte Arten der Ölweide. Im Folgenden erfahren Sie, wie eine Ölweide zu einem Hochstamm gezogen wird.

Elaeagnus, oder Ölweide

Die Elaeagnus, uns besser als Ölweide bekannt, ist eine Heckenpflanze. Grundsätzlich bleibt sie das ganze Jahr grün, gehört also zu den immergrünen Sträuchern. Einige Arten sind jedoch auch nur sommergrün. Da es sich um ein dichtes ganzjähriges Gewächs handelt, wurde sie im Garten als optimale Heckenpflanze entdeckt. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich außerdem unter anderem in ihren Laubfärbungen, den Blütezeiten, Wuchshöhe, Salzverträglichkeit oder Frostbeständigkeit. Während manche Ölweiden eine wunderschöne Blüte oder eine essbare Frucht trägt, wachsen an anderen Ölweiden dornige Kleider. Die Früchte tragenden Weiden sind ein optimales Zuhause für viele Vogelarten.

Die verschiedenen Arten der Ölweide

Die verschiedenen Arten der Ölweide


Elaeagnus angustifolia oder die schmalblättrige Ölweide hat, wie ihr Name bereits verrät, besonders schmale Blätter. Diese sind graugrün und an der Unterseite mit silbernen Schuppen versehen. Die Zweige sind dornig und sie wächst schnell in die Breite. Besonders interessant ist ihre Widerstandsfähigkeit in trockenen Gebieten oder in besonders trockenen Sommern. Zwischen Juni und Juli blüht die schmalblättrige Ölweide.

Die Elaeagnus multiflora oder die essbare Ölweide hat mattgrüne Blätter und ist unterseitig silber braun beschuppt. Nach der Blütezeit zwischen April und Mai wachsen essbare dunkelrote Früchte heran. Sie eignet sich mit ihrer Robustheit besonders für Regionen mit harten Wintern.

Ein immergrüner Strauch ist die wintergrüne Ölweide (Elaeagnus ebbingei). Diese wächst eher in die Höhe und ist von elliptischen Blättern geziert. Die Blätter sind eher in einem glänzenden dunkelgrün und im Vergleich zu ihren Geschwistern ist sie eher eine Spätentwicklerin mit einer Blütezeit im Herbst.

Ein echter Riese kann die doldige Ölweide (Elaeagnus umbellata) werden. Sie schafft knapp vier Meter Wuchshöhe. Im Gegensatz zu anderen Ölweiden sind die Blätter von beiden Seiten silbrig beschuppt und die Früchte sind erbsengroß, rot und ungenießbar.

Die Elaeagnus pungens, die Dornige Ölweide, ist wie die wintergrüne Ölweide immergrün. Auch sie wächst schnell in die Breite und hat sehr dorniges Geäst. Die länglichen Blätter können sich kräuseln und haben ein sehr dunkles Grün. Auch die dornige Ölweide ist mit ihrer Blütezeit zwischen September und Dezember spät dran.

Die Ölweide mit Hochstamm ziehen

Die Ölweide mit Hochstamm ziehen
Um aus ihrer Wahl-Elaeagnus-Sorte einen Hochstamm mit einer Krone heranzuziehen, gilt es Folgendes zu beachten. Um den Hochstamm zu erhalten, müssen Sie das Wachstum der Pflanze beeinflussen.

  1. Am besten eignen sich dafür kleinere Sträucher, so kann der Prozess von vornherein begleitet werden.
  2. Nun sollte ein kräftiger und gerade nach oben wachsender Trieb ausgewählt werden.
  3. Dieser wird an einen Stab gebunden, um ihm seine künftige Wuchsrichtung vorzugeben.
  4. Die anderen Seitenzweige können entfernt werden.
  5. So entsteht Stück für Stück ein immer kräftiger werdender Stamm.
  6. Wenn der Stamm die gewünschte Größe erreicht hat (meist 1 Meter Höhe), kann das Abschneiden der Seitentriebe beendet werden und die Krone gezüchtet werden.

Expertentipp

Wenn Sie eine große runde Kugelkrone auf Ihrem Ölweidenstamm haben wollen, dann lohnt es sich, die Krone für einige Zeit in Ruhe zu lassen. So kann sie in die Breite austreiben und dicht werden. Dann ist es wesentlich einfacher, mit der Heckenschere eine Kugel zu scheren und man muss sich nicht bei jedem Zweig genau überlegen, ob man ihn nun abschneiden soll.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/vveronka

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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