Oleander ist normalerweise eine sehr blütenreiche Pflanze. Bildet er nur wenige oder gar keine Blüten aus, hängt dies oft mit Fehlern in der Haltung oder der Pflege der Pflanze zusammen. Welche Gründe der Auslöser für dieses Problem sein können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Falsche Düngung
Was das Düngen betrifft, sollten Sie bei dieser Pflanze eher zurückhaltend sein. Wird Oleander zu viel gedüngt, steckt er seine Energie in das vegetative Wachstum und vernachlässigt seine Blütenpracht. Außerdem bildet sich ein Überschuss an Stickstoff, der sich durch braune Blattränder bemerkbar macht. In diesem Fall sollten Sie die Pflanze schnellstmöglich umtopfen.
Beim zukünftigen Düngen verwenden Sie vorzugsweise einen Langzeitdünger mit einem ausgeglichenen Nährstoffverhältnis. Da diese Dünger nur in einem Abstand von 2 bis 3 Monaten verabreicht werden müssen, sind sie deutlich leichter zu dosieren.
Wassermangel
Eine weitere Ursache für ein Ausbleiben von Blüten kann ein Wassermangel sein. Oleander darf niemals zu trocken werden, denn das verträgt er gar nicht. Achten Sie an warmen Tagen darauf die Pflanze täglich zu bewässern. Das hierfür verwendete Gießwasser sollte unter keinen Umständen zu kalt oder zu kalkhaltig sein. Am besten verwenden Sie zur Bewässerung aufgefangenes Regenwasser.
Der Sommer war zu kalt

Oleander kann mit zu kühlen Temperaturen in der Sommerzeit nicht umgehen. Das zeigt er, indem er im Anschluss das Blühen verweigert. Sollten die Temperaturen im Sommer für einen längeren Zeitraum unter 18°C liegen, kann auch das der Grund sein, dass die Pflanze nicht blüht. Gegen diesen Umstand können Sie als Gärtner leider nichts unternehmen, außer im darauffolgenden Sommer wieder auf höhere Temperaturen zu hoffen.
Falscher Schnitt der Pflanze

Oleander sollte nicht geschnitten werden. Zupfen Sie vertrocknete Blüten stattdessen vorsichtig mit den Fingern ab. Da die Pflanze ihre Blüten an der Spitze des vorherigen Blütenstandes bildet, kann sie nicht mehr blühen, wenn dieser bereits abgetrennt wurde.
Ein Befall mit Schädlingen
Vor allem Blattläuse befallen Oleander oft und können dazu beitragen, dass dieser seine Blüte einstellt. Blattläuse ernähren sich vom Pflanzensaft des Oleanders. Ein sicheres Zeichen für einen Blattlausbefall sind deformierte Blätter. Handelt es sich bei den Schädlingen tatsächlich um Blattläuse, können Sie diese auch mit dem bloßen Auge erkennen. Es handelt sich um kleine Tiere, die schwarz, grün, rot, gelb oder weiß gefärbt sind.
Ein weiterer Nachteil dieser Schädlinge ist, dass sie Ameisen anlocken. Ein einfaches Hausmittel gegen Blattläuse ist eine Wasser-Essig-Mischung. Dieser Mischung können Sie bei Bedarf einige Tropfen Spülmittel hinzufügen. Sprühen Sie die Pflanze bei einem Blattlausbefall regelmäßig mit dieser Mischung ein, um die Schädlinge wieder loszuwerden.
Ein ungeeigneter Standort
Auch ein nicht geeigneter Standort, der beim Oleander schnell für Unbehagen sorgt, kann ein Grund für die fehlende Blüte sein. Oleander ist in China, Indien und dem Mittelmeerraum beheimatet. Daher mag es das Gewächs eher sonnig. Ideal ist ein Standort an einer Wand in südwestlicher Richtung. Ist der Standort sonnig, warm und windgeschützt, ist der Oleander rundum zufrieden.
Beachten Sie bei der Wahl des Standortes zum Schutz von Kindern und Tieren unbedingt, dass die Pflanze für Kinder und Haustiere unzugänglich sein muss, da sie beim Verzehr toxische Wirkungen hervorruft.
Expertentipp
Oleander bevorzugt zwar eine starke Bewässerung, allerdings verträgt er Staunässe nicht. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob überschüssiges Wasser nach dem Gießen auch rückstandslos ablaufen kann.
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