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Pfaffenhütchen – Schnitt und Pflege

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Pfaffenhütchen - Schnitt und Pflege

Pfaffenhütchen sind eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Spindelgewächse, die bevorzugt an lichten Waldrändern, Feldgehölzen und Abhängen wächst und in ganz Europa verbreitet ist. Während des Frühjahrs und des Sommers ist der Spindelstrauch ein eher unauffälliges Gehölz, doch im Herbst präsentiert das Pfaffenhütchen sein dekoratives Laub mit den schönen roten Früchten. Diese platzen nach dem Reifen auf, zeigen ihre orangefarbenen Samen und sorgen für ein attraktives Farbenspiel in den herbstlichen Gärten.

Standort und Boden

Standort und Boden


Die beliebten heimischen Gehölze gedeihen an sonnigen Standorten, tolerieren aber auch halbschattige Plätze. Pfaffenhütchen sind recht anspruchslos und kommen nahezu mit allen Böden zurecht. Pfaffenhütchen wachsen in der freien Natur bevorzugt auf kalkhaltigen, nährstoffreichen und feuchten Lehmböden. Die Sträucher gedeihen auch auf sandigem Boden, jedoch ist es auf diesen nicht so wüchsig und blühfreudig. Was die Bodenfeuchtigkeit betrifft, gehören Pfaffenhütchen zu den anpassungsfähigsten Gehölzen überhaupt. Es wächst sowohl an nassen als auch auf mäßig trockenen Standorten im Garten. Wichtig ist allerdings, dass die Erde nicht verdichtet ist.

Die Pflege von Pfaffenhütchen

Die Pflege von Pfaffenhütchen
Die Ziergehölze vertragen zwar längere Trockenperioden problemlos, dennoch sollte das Gießen nicht vernachlässigt werden, vor allem wenn ein schnelles Wachstum gewünscht wird. Sobald die obere Erdschicht eingetrocknet ist, kann mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden. Um den Boden vor der Austrocknung zu bewahren, ist eine Mulchschicht empfehlenswert. Falls Sie Pfaffenhütchen in Töpfen kultivieren, sind tägliche Wassergaben notwendig, wobei das Gießen ab September reduziert werden sollte. Prinzipiell ist es nicht erforderlich, den Zierstrauch mit Düngemittel zu versorgen. Nur bei besonders kalkarmen Böden verbessert Flüssigdünger, der über das Gießwasser verabreicht wird, die Bodenqualität, um das Wachstum der Sträucher zu unterstützen. Als natürlicher Langzeitdünger eignen sich Hornspäne oder Kompost, die Sie im Frühjahr und Herbst in den Boden einarbeiten.

Ist ein Rückschnitt bei Pfaffenhütchen notwendig?

Pfaffenhütchen benötigen nicht zwingend einen Rückschnitt, denn die Sträucher entwickeln sich am schönsten, wenn sie ungestört wachsen können. Doch wer nicht viel Platz im Garten hat und den breiten und sperrigen Wuchs der Pfaffenhütchen in Form bringen möchte, kann einen Rückschnitt vornehmen. Wer die Pfaffenhütchen als Hecke verwenden, kann den Strauch bereits in jungen Jahren in die gewünschte Form schneiden. Ein regelmäßiger Rückschnitt unterstützt das Ausbilden neuer Triebe. Entfernen Sie störende und abgestorbene Äste direkt an der Basis, wobei der beste Zeitpunkt für die Auslichtung das Frühjahr oder der Herbst ist. Bei einem radikalen Rückschnitt muss die Brutzeit der Vögel beachtet werden, denn es könnten sich Nester in den Sträuchern befinden. Während Formschnitte das ganze Jahr über vorgenommen werden können, darf ein Radikalschnitt nicht zwischen März und September erfolgen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr.

Expertentipp

Alle Pflanzenteile des Gehölzes sind sehr giftig, die Sträucher wurden im Jahr 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Wer die Samen, in welchen sich die meisten Giftstoffe befinden, zu sich nimmt, muss mit Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen rechnen. Auch Nierenschädigungen, Benommenheit, Kreislaufkollaps und Leberschwellungen zählen zu den Symptomen, die beim Verzehr der Früchte auftreten. Tragen Sie deshalb bei sämtlichen Pflegemaßnahmen der Pfaffenhütchen stets Handschuhe, um Risiken auszuschließen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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