Im Drink erfrischt sie durch ihr kühles Aroma. Leckeren Nachspeisen und Kuchen verleiht sie den typischen, leicht scharfen, pfeffrig-süßen Geschmack. Und dabei ist sie bei uns ganz leicht zuhause anzubauen: Die Pfefferminze. Hier erfahren Sie, wie simpel und erschwinglich das winterharte Kraut bei uns im Topf gehalten werden kann, ob auf Balkon, Terrasse oder Fensterbrett.
Standort: Wo fühlt sich die Minze wohl?
Da die meisten gängigen Arten der beliebten Minze sehr anspruchslos und robust sind, eignen sich alle halbschattigen bis sonnigen Lagen für die Minze perfekt. Diese Anspruchslosigkeit kann zum Problem werden, weil die Minze zum Teil so stark wuchert, dass sie andere Pflanzen und Kräuter verdrängt. Die Haltung im Topf bietet sich daher ohnehin an und ist dringend zu empfehlen. Im Innenraum müssen Pflanzen gegossen werden, auch das Raumklima ist nicht optimal für die Minze. Draußen überlebt sie ohnehin fast alles und ist dort leichter zu halten.
Boden: Worin gedeiht Minze am besten?

Die Minze gedeiht in fast allen Böden, bevorzugt wird aber eine humose, nährstoffreiche Erde, die gerne auch gedüngt werden darf. Zu nasse Böden verursachen unter Umständen Fäule im Topf, sodass für ausreichend Drainage und durchlässiges Substrat gesorgt werden sollte.
Die Minze im Jahreszyklus: Wann ist was zu tun?
Frühjahr
Minze kann zwar grundsätzlich fast immer gepflanzt werden, aber der Frühling bietet sich besonders gut an, um die Wachstumssaison und den Sommer über immer reichlich frische Blätter zur Ernte zu haben. Besorgen Sie sich also ein frisches, nicht zu dicht wachsendes und gut durchwurzeltes Exemplar und topfen Sie es in frische Erde und einen nicht zu kleinen Topf ein, da Pfefferminze sehr schnell wächst.
Sommer
Ab dem späten Frühling bis in den Herbst hinein kann die Minze nun frisch geerntet werden. Dabei müssen Sie nicht sparsam sein, denn die wüchsige Minze bringt bei guten Bedingungen mehr Blätter hervor, als Sie in Getränk und Speise überhaupt verwenden können. Daher bietet sich auch das Einfrieren der Blätter ein, um ganzjährig eigene Minze zu genießen. Die Blüten sind nicht unbedingt essbar, auch die Stängel schmecken nicht und sind holzig.
Herbst
Gegen Herbst neigt sich die Erntezeit dem Ende zu. Die Blätter verlieren an Aroma und fallen ab oder bekommen den harmlosen Mehltau, die nicht unbedingt behandelt werden muss, aber schnell behoben werden kann (s. u.). Jetzt ist aber vor allem Zeit, die Minze zu verjüngen, zurückzuschneiden und umzutopfen. Das ist üblicherweise alle ein bis zwei Jahre nötig, da irgendwann der gesamte Topf mit dem Wurzelballen ausgefüllt ist. Schlechte Ernte und Krankheitsanfälligkeit sind die Folge. Zum Umtopfen einfach die Stiele bodengleich abschneiden, den Wurzelballen großzügig teilen und möglichst in einen größeren Topf pflanzen.
Winter
Im Winter kann die Minze einfach in der Kälte stehen gelassen werden. Im Frühjahr treibt sie dann von selbst wieder aus.
Sortenvielfalt für neue Getränke und Speisen
Übrigens: Abgesehen von der klassischen Pfefferminze kennen die Aromen der Unterarten fast keine Grenzen. Von Ananasminze über Erdbeerminze oder der würzigen marokkanischen Minze bis hin zu Mango- und Zitronenminze beeindruckt das leicht zu pflegende Kraut durch allerlei intensive und lohnenswerte Varianten, die ähnlich gehalten werden und in jedem Garten einen Platz finden.
Expertentipp: Einfache Ableger selber machen
Statt teure Pflanzen im Gartenmarkt zu kaufen, lässt sich Minze extrem leicht vermehren: Dazu genügt ein kurzer Wurzelabschnitt mit frischen Trieben, der in lockere Erde eingepflanzt und regelmäßig gegossen wird. Nach einigen Wochen sprießt und gedeiht eine prächtige Blättervielfalt.
Häufig gestellte Fragen
Meine Minze hat weißen Belag auf den Blättern. Was tun?
Eine typische Krankheit der Minze ist der Mehltau. Er kann leicht mit einem Radikalschnitt und anschließendem Gießen mit Knoblauchwasser (Eine Knolle in 1 Liter kochen und abkühlen lassen) behandelt werden. Ansonsten wächst sich der Mehltau bis zur nächsten Saison von selbst raus.
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