Die Phoenixpalme, oftmals auch als „Kanarische Dattelpalme“ bezeichnet, zählt nicht umsonst zu den beliebtesten Zimmerpflanzen: Sie beeindruckt nicht nur mit ihrer außergewöhnlichen Optik, sondern ebenfalls dadurch, dass sie sehr anspruchslos ist. Nur hin und wieder ist es an den alten Wedeln notwendig, die Schere anzusetzen.
Wachstum: Die Phoenixpalme wächst aus der Palmspitze heraus
Die Phoenixpalme wächst, wie andere Palmen auch, aus ihrer Mitte heraus. Dort liegt die sogenannte Palmspitze, die immer wieder neue Wedel hervorbringt. Ist ein Schnitt notwendig, darf die Mitte keinesfalls gekappt werden, denn dies würde die Palme nicht überleben.
Sobald aus der Spitze neue Wedel hervorkommen, muss die Palme sie mit einer ausreichenden Menge an Nährstoffen versorgen. Nur so ist eine gute Entwicklung sichergestellt. Die alten Wedel, die sich am unteren Stamm befinden, erhalten dafür weniger Nahrung, wodurch sie langsam braun werden und vertrocknen.
Der perfekte Schnitt

Um zu vermeiden, dass die Phoenixpalme Verletzungen erleidet, muss der Schnitt richtig durchgeführt werden. Welken die unteren Wedel, da die Palme an ihrer Spitze neu austreibt, oder ist es der Pflanze beispielsweise auf der Terrasse zu heiß gewesen, sodass sich die Spitzen braun färben, ist die Zeit für einen Schnitt gekommen. Dazu geht man am besten wie folgt vor:
- Scharfe Schere zur Hand nehmen und mit Alkohol desinfizieren, um Infektionskrankheiten vorzubeugen.
- Der vertrocknete Wedel wird großzügig abgeschnitten; dabei darf man den grünen Blattbereich nicht verletzen.
- Am besten ist es, wenn ungefähr ein Millimeter des verwelkten Wedels stehen bleibt; so ist sichergestellt, dass es zu keinen Verletzungen am gesunden Blattwerk kommt.
Mithilfe des richtigen Schnitts entwickelt die Phoenixpalme ihren typischen, dicken Stamm, mit seinen trockenen Blattansätzen. Sind besonders dicke, verwelkte Wedel vorhanden, können diese anstatt mit der Schere auch mit einem Messer gekappt werden. Gegebenenfalls ist es alternativ möglich, auf eine kleine Säge zurückzugreifen.
Möchte man lediglich die trockenen Spitzen entfernen, können diese ebenfalls ganz einfach abgeschnitten werden. Allerdings ist auch hier darauf zu achten, dass das Blattgrün unverletzt bleibt.
Wurzelschnitt beim Umtopfen

Der beste Zeitpunkt, um eine Phoenixpalme umzutopfen, ist im April, wenn es bereits wieder etwas wärmer und heller ist. Sollte die Palme jedoch erst am Sommerende aus ihrem Topf herauswachsen, kann sie auch dann noch in einen größeren Topf gesetzt werden. Dringend notwendig ist eine solche Aktion, wenn die Palme von den Wurzeln oben aus ihrem Topf herausgedrückt wird oder die Wurzeln durch das Loch im Kübel herauswachsen.
Wichtig ist, einen recht hohen Topf auszuwählen. Handelt es sich um eine ältere Palme, können gleichzeitig die Wurzeln zurückgeschnitten werden, wodurch man das Wachstum begrenzt. Vertrocknete Wurzeln sind ebenfalls zu entfernen, wobei erneut darauf geachtet werden sollte, keine gesunden Pflanzenteile zu verletzen.
Expertentipp
Phoenixpalmen werden ganz einfach durch Samen vermehrt. Mit etwas Glück ist dies jedoch ebenfalls durch Wurzelschösslinge möglich.
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